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E-Bikes im Vergleich: Welches passt zu mir?

Autor: Florian Heuschmid
Veröffentlicht: 08.05.2024
Aktualisiert: 14.05.2024

Wir nutzen unser Auto hauptsächlich für kurze Wege. Im Alltag legen wir damit durchschnittlich gerade mal 8 Kilometer zurück. E-Bikes und Pedelecs sind hier die umweltfreundliche Alternative, von der selbst Berufspendler profitieren können. Das Angebot ist groß und wird ständig erweitert. Wir geben einen Überblick über die Modellvielfalt und klären, was man beim Kauf beachten muss.

Ein E-Bike lehnt an einer Hausfront.
E-Cityrad, E-Trekkingrad, E-Mountainbike, E-Lastenrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto. iStock.com/J2R

Durchblick im E-Bike-Dschungel

Lange galten E-Bikes und Pedelecs als plump, schwer und langsam. Die notwendige Antriebstechnik wie Elektromotor, Akku sowie Schalter und Display muss auf wenig Raum untergebracht werden. Darunter litt lange Zeit das Design der elektrischen Räder. Das hat sich zwischenzeitlich grundlegend geändert. Den Bikes der neusten Generation sieht man ihre Pedelec-Technik dank kleinerer Technikkomponenten kaum noch an. Sie ist nicht unsichtbar, aber sehr unauffällig. Zudem sind die Motoren mittlerweile sehr leistungsstark. Mit einem schnellen E-Bike, einem sogenannten S-Pedelec, können so Höchstgeschwindigkeiten bis zu 45 Stundenkilometern erreicht werden.
Pedelecs und E-Bikes sind im Grunde ähnlich, wobei das Pedelec als Teil der E-Bikes betrachtet werden kann. Häufig werden deshalb Pedelecs einfach als E-Bike bezeichnet. Ein Pedelec ist ein unterstützendes Elektrofahrrad, das sowohl durch Muskelkraft als auch durch einen Motor angetrieben wird. Der Motor unterstützt den Fahrer beim Treten, aber setzt aus, wenn das Treten unterbrochen wird. Im Gegensatz dazu können E-Bikes auch rein vom Motor angetrieben werden, ohne Pedalunterstützung, dies wird auch als Anfahr- oder Schiebehilfe bezeichnet. Hierbei ist eine Maximalleistung von 6 km/h zulässig.

Pedelec – das Unkomplizierte

Pedelecs sehen im Grunde aus wie normale Fahrräder. Mit dem Unterschied, dass ein kleiner elektrischer Hilfsantrieb die Tretbewegung mit bis zu 250 Watt unterstützt. Hat man erstmal so richtig Fahrt aufgenommen, schaltet sich dieser Antrieb von alleine aus. In der Regel passiert dies bei 25 Stundenkilometern. Vorteil: Das Gefährt fällt nicht in die Kategorie Kraftfahrzeug. Für den Endverbraucher bedeutet das: keine Anmeldung beim Straßenverkehrsamt. Aber: Ohne eigenes Strampeln kommt man mit einem Pedelec auch nicht voran.

E-Bikes – das Leichtmofa

Im Vergleich zu Pedelecs sind E-Bikes fast schon richtige Mofas. Vom Aussehen her gleichen sie aber dem klassischen Fahrrad. E-Bikes haben einen größeren Motor als Pedelecs und einen richtigen Gasgriff. Sie unterstützen im Notfall nicht nur den Antritt, sondern können auch ohne Muskelkraft eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern erreichen. Allerdings gilt das E-Bike rechtlich somit als Leichtmofa und muss entsprechend angemeldet und versichert werden. Es benötigt eine Betriebserlaubnis und unterliegt der Versicherungspflicht. Diese kann man in der Regel aber unkompliziert beim zuständigen Straßenverkehrsamt beantragen.

S-Pedelec – der Flitzer

Es gibt noch eine dritte Variante: das S-Pedelec. Hierbei handelt es sich um eine Mischform aus Pedelec und E-Bike. Die Antriebskraft erhöht sich beim S-Pedelec gegenüber dem normalen Pedelec auf 500 Watt. Damit unterstützt es eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometern. Hier gelten die gleichen verkehrsrechtlichen Bedingungen wie beim E-Bike. Allerdings gibt es eine zusätzliche Auflage: Der Fahrer muss einen Führerschein der Klasse M besitzen.

Wie weit komme ich mit meinem Akku-Rad?

Aktuell liegen die durchschnittlichen Reichweiten der Akku-Räder zwischen 80 und 130 Kilometern, dann ist die Batterie leer und muss aufgeladen werden. Die Batterieleistung variiert und ist unter anderem von der Beschaffenheit der Straße und dem Reifendruck abhängig. S-Pedelecs haben meist einen größeren Akku. Der sorgt für die hohe Wattleistung, die man bei diesen Rädern zur Unterstützung des Antritts benötigt.

Grundsätzlich sollte man die Akku-Anzeige stets im Blick haben: Wer mit einem niedrigen Akkustand unterwegs ist, muss damit rechnen, mit eigener Muskelkraft nach Hause zu radeln. Und das kann ganz schön anstrengend werden, denn Akku und Motor haben ein hohes Eigengewicht.
Folgende Faustregel gilt: Je leichter das E-Bike, umso geringer seine Reichweite. Ein Beispiel: Ein Pedelec mit großer Reichweite kann einen Akku mit 1000Wh Kapazität haben. Der wiegt ca. 6 Kilogramm. Addiert man den 4 Kilogramm schweren Motor hinzu, kommt man auf satte 10 Kilogramm. Ein schweres E-Bike kann insgesamt also gut 30 Kilogramm auf die Waage bringen. Leichtbau-Pedelecs sind hingegen auf Gewicht optimiert und kommen auf durchschnittlich 12 Kilogramm.

Unser Tipp: Um Gewicht und Akkuleistung in Balance zu halten, sollte ein E-Bike mit guter Reichweite einen Akku mit 300Wh Kapazität haben. Damit ist es nur 3 Kilo schwerer als ein herkömmlicher Drahtesel.
Zum Aufladen der Akkus genügt es übrigens, sie an eine ganz normale Steckdose anzuschließen. Dabei liegt die durchschnittliche Ladezeit abhängig von der Kapazität des Akkus bei 400 – 600 Wh zwischen 3,5 – 5 Stunden und bei 800 – 1000 Wh zwischen 7 – 9 Stunden.

Was sollte man beim Kauf eines E-Bikes beachten?

Wer mit dem Kauf eines E-Bikes liebäugelt, sollte zunächst klären, für welchen Zweck es eingesetzt werden soll. Wer lediglich von der Wohnung zum Bahnhof pendeln will, braucht kein Mountainbike oder Rennrad. Bei E-Rennrädern ist der Motor in der Regel ein Zusatzantrieb, der sich fein dosieren lässt. Da Rennräder möglichst leicht sein sollen, sind die Motoren und Akkus kleiner und entsprechend leichter.

Unser Tipp: Im Fachhandel beraten lassen und schildern, wie das neue E-Bike hauptsächlich eingesetzt werden soll. So schränkt man die Auswahl erheblich ein. Und unbedingt eine Probefahrt machen! Denn E-Bikes fahren sich anderes als normale Fahrräder. Der elektrische Antrieb macht sie schneller und schwerer. Darauf sollte man sich einstellen.

Bei der Auswahl des Akkus entscheiden Geld, Gewicht und Optik. Ein Trend sind Akkus im Rahmen, es gibt sie aber auch als Aufsatz am Unterrahmen und auf dem Gepäckträger. Die Modelle unterscheiden sich auch in der Anordnung des Motors. Bei manchen ist er im Heck, in der Front oder in der Mitte des Rads verbaut. Einfache Modelle kann man bereits ab 1.000 Euro bekommen. Wie immer gilt: umso aufwendiger die Technik und edler die Materialien desto höher der Kaufpreis. Für welche E-Variante man sich auch entscheidet: Für ein Mittelklasse-Modell sollte man circa 2.500 Euro einplanen. Nur so kann man sicher sein, dass das Rad auch eine Weile hält. Übrigens: Ein E-Bike kann mit einem easyCredit finanziert werden.

Akkureichweite und Ladeinfrastruktur spielen bei der Kaufentscheidung nur eine untergeordnete Rolle – im Gegensatz zu E-Autos. Die durchschnittliche Reichweite genügt in der Regel für den Otto-Normal-Verbraucher: Denn selbst auf einem E-Bike sind 80 Kilometer am Stück nicht so leicht zu bewältigen. Geladen wird an einer herkömmlichen Steckdose. Somit kann man das E-Bike auch bei längeren Anfahrtswegen unkompliziert aufladen.

Es spricht einiges für die elektrische Variante:
Besitzer eines E-Bikes sind im Vergleich dreimal mehr mit ihren Rädern unterwegs als herkömmliche Radler. Trotz der Unterstützung beim Treten kann man weiterhin selbst strampeln. Sogar bergige Strecken sind kein unbezwingbares Hindernis mehr. Dabei setzt man die eigene Körperkraft gelenkschonend ein. Wer merkt, dass er ins Schwitzen gerät: einfach einen Gang runterschalten und den Hauptteil der Arbeit dem Motor überlassen.

E-Bikes im Überblick

E-Citybike
Ein Fahrrad für Besorgungen in der Stadt, den Weg zur Uni oder Arbeit und für kürzere Ausflüge. Es ist verkehrssicher und komfortabel, ausgestattet mit notwendigen und nützlichen Anbauten wie Gepäckträger, Licht und Kotflügeln. Vorderradgabel und Sattelstütze sind gefedert. Üblich ist eine Nabenschaltung mit Rücktrittbremse.

E-Trekkingrad
Ein Fahrrad fürs Reisen, für Touren und Ausflüge – auch abseits befestigter Straßen. Der Rahmen ist stabil, die Sitzposition sportlich. Der Motor ist leistungsfähig und die Anzeige der Batteriekapazität recht genau. Üblich sind Kettenschaltungen mit 24 oder 27 Gängen.

E-Mountainbike
Ein Fahrrad für den Geländeeinsatz, auch in den Bergen. Die Reifen sind breit und mit groben Stollen ausgestattet, die Sitzposition ist sportlich. Das Elektro-MTB hat eine Federgabel oder ist vollgefedert mit Scheibenbremsen. Für den öffentlichen Straßenverkehr ist es in aller Regel nicht ausgestattet. Der starke Motor hilft Untrainierten, auch steile Berge hochzufahren.

E-Cargobike
Ein Fahrrad auch für größere Transporte mit bis zu 200 Kilogramm Gesamtgewicht. Erhältlich sind Lastenräder als einspurige Modelle oder mit drei Rädern. Geladen werden die Lasten auf stabile Gepäckträger oder in Transportschalen oder -kisten. Eltern können ihre Kinder in Babyschalen oder Kindersitzen mitnehmen.

S-Pedelecs
Diese schnellen E-Bikes erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Deshalb sind die Rahmen von S-Pedelecs stabiler und die Bremsen leistungsfähiger. Aus rechtlicher Sicht sind S-Pedelecs Kleinkrafträder. Daher brauchen sie ein Versicherungskennzeichen und die Fahrer mindestens den Führerschein der Klasse AM (enthalten im Pkw-Führerschein Klasse B) – dafür muss man mindestens 16 Jahre alt sein. S-Pedelecs dürfen nicht auf Radwegen benutzt werden, Helm ist Pflicht. Einige E-Bike-Modelle gibt es auch als schnelle Variante. Der Marktanteil der schnellen E-Bikes ist mit einem Prozent gering.

Richtig Bruzeln: Wissenswertes rund ums Grillen

Autor: Judith Müller
Veröffentlicht: 02.05.2024
Aktualisiert: 02.05.2024

Gebrutzelt wird überall: Im eigenen Garten, auf dem Balkon, im Schrebergarten und im Park. Aber wo darf überhaupt gegrillt werden? Ist ein offenes Feuer auf dem Mietshausbalkon eigentlich erlaubt? Und hat das Grillen ein Ende, wenn’s dem Nachbarn stinkt? Welche Rechte habe ich als Mieter, Eigentümer und Nachbar? Wir klären die Rechtslage und zeigen Alternativen zum Holzkohlegrill.

Ein erwachsener Mann grillt entspannt Gemüse auf seinem Balkon
Grillvergnügen auf Balkonien ohne Stress mit dem Nachbarn. Das geht. istock.com/alvarez

Grillen mit Holzkohle, Gas oder Strom? 

Der Holzkohlegrill ist ein Klassiker und steht auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Das Angebot ist riesig: Billige Wegwerfmodelle gibt’s für ein paar Euro an nahezu jeder Tankstelle. Für Grill-Profis darf es auch gerne etwas mehr sein. Eine edle Grill-Räucher-Kombination vom Fachhändler ist wahren Grill-Fans auch mal einen vierstelligen Betrag wert. Der große Vorteil: Ein Holzkohlegrill kann fast überall angeschürt werden. Er ist quasi der Grill to go und lässt sich vielerorts aufstellen. Für Wohnungen ohne Balkon, gibt es sogar Hängegrills, die am Fenster befestigt werden können. Der Holzkohlegrill kommt ohne lästiges Stromkabel oder Gaskartusche aus. Und Holzkohle kann der Grillfreund fast überall kaufen.
Der Nachteil: Wenn’s stark qualmt, verscherzt man es sich eventuell mit dem Nachbarn.

Grillen ohne Rauch. So geht´s
  • Durch hochwertige Kohle lässt sich Rauch stark reduzieren. Diese erkennt man am „DIN-plus“ Siegel.
  • Finger weg von Brandbeschleunigern. Diese verursachen nicht nur Rauch, sondern auch Stichflammen und Verpuffungen. Anzünder aus Paraffin sind der Verwendung von Spiritus & Co. vorzuziehen.
  • Grillbriketts qualmen weniger als normale Holzkohle. Für eine optimale Glut werden die Briketts idealerweise mit der Heißluftpistole entfacht. (Vorsicht Funkenflug!) Verfärben sich die Briketts weiß, ist die optimale Temperatur erreicht.
  • Grillschalen verwenden. Marinaden oder die obligatorische Bierdusche begünstigen die Rauchentwicklung.
  • Mageres Fleisch enthält weniger Fett und damit ist auch die Rauchentwicklung geringer.
  • Grilldeckel schließen und mit weniger Qualm grillen.
  • Den Grillrost nach jedem Gebrauch penibel reinigen. Verschmutzungen begünstigen die Rauchentwicklung.

Ist Grillen mit Holzkohle gesundheitlich unbedenklich?

Grillen mit Holzkohle ist Handarbeit. Welches Brennmaterial ist optimal? Welche Anzündhilfen bringen den Grill bestmöglich in Gang? Wie erreicht man die richtige Temperatur und hält die Glut? Grillfans sehen hierin die Herausforderung und den Spaß beim Grillen. Das offene Feuer zu zähmen und schmackhafte Gerichte ohne Anbrennen zu zaubern, ist für viele die einzig wahre Variante des Grillens.

Wer gerne mit Holzkohle grillt, sollte nichts verkohlen lassen. Ist das Würstchen verbrannt, enthält die schwarze Kruste krebserregende Stoffe. Die entstehen, wenn Fett in die Glut tropft und der Rauch sich auf das Grillgut legt. Gleiches passiert mit Bier, das gerne verwendet wird, um den Geschmack abzurunden. Klare Empfehlung: Grillschalen verwenden und nicht mit Bier ablöschen.
Säure- oder salzhaltige Speisen sollten allerdings nicht auf Aluschalen gegrillt werden, da sich das Aluminium auf die Speisen übertragen kann. Salzen und würzen sollte man daher immer erst nach dem Grillen. Die Alternative: Wiederverwendbare Grillschalen, beispielsweise aus Edelstahl oder Keramik.

Durch das Grillen mit Holzkohle entsteht außerdem Feinstaub und Ruß, der die Atemluft am Grill und in der Umgebung belastet.
Gas- und Elektrogrills sind hier die gesündere Alternative.

Ohne Qualm und Kabel: Der Gasgrill bietet auch Anfängern Grillgenuss

Gasgrills bringen viele Vorteile mit sich: Einfach zu bedienen, kein lästiges Anzünden, hohe Leistung und im Vergleich mit jedem herkömmlichen Holzkohlegrill sicherer. Und gesundheitlich unbedenklich grillt man außerdem auch noch. Auch für Grillanfänger eignet sich ein Gasgrill perfekt. Im Gegensatz zum Holzkohlegrill kann die Temperatur zielgenau geregelt werden – verbranntes Grillgut Adè. Die lästige Qualmentwicklung gehört mit einem Gasgrill ebenfalls der Vergangenheit an. Ein Pluspunkt für die Umwelt und das nachbarschaftliche Verhältnis.

Auch wenn es mittlerweile kleine, tragbare Gasgrills gibt, eine gefüllte Gasflasche- oder Kartusche gehört zur Pflichtausstattung beim Grillen mit Gas. Die erhält man zwar nicht im Supermarkt um die Ecke, allerdings hilft hier das Internet bei der lokalen Suche nach einem Flaschengas-Händler. Gute Einsteigermodelle bekommt man schon ab circa 130 Euro. Ein Nachteil gegenüber dem deutlich günstigeren Einstiegspreis beim Holzkohlegrill.

Sicherheitsrisiko Gasgrill?

Viele Menschen haben bei Gasgrills Sicherheitsbedenken. Und in der Tat ist der richtige Umgang mit dem Gasgrill wichtig. Wenn Sie aber vorausschauend handeln und einige Punkte beachten, können Sie das Risiko minimieren:

  • Die meisten Gasgrills für Privatanwender haben nur einen einfachen Druckregler, mit dem die ausströmende Gasmenge reguliert werden kann. Dieser reicht in der Regel auch aus – wenn er nicht gerade durch Dreck blockiert wird. Das passiert selten, kann aber gefährlich werden. Besser ist ein Druckregler mit doppelter Überdrucksicherung. Dieser kostet um die 30 Euro und trägt enorm zur sicheren Nutzung Ihres Gasgrills bei.
  • Eine Schlauchbruchsicherung kostet nur etwa 10 bis 15 Euro und verhindert, dass bei einem Leck oder Abriss des Schlauches Gas unkontrolliert ausströmt.
  • Bevor Sie in die Grillsaison starten, sollten Sie den Schlauch und alle Verbindungen auf undichte Stellen überprüfen. Dafür gibt es spezielle Lecksuchsprays. Sie können aber auch einfach ein Gemisch aus Wasser und flüssiger Seife zu gleichen Teilen anmischen und dieses gleichmäßig auf alle Verbindungen und den Schlauch aufpinseln oder aufsprühen. Anschließend drehen Sie langsam das Gas auf und beobachten, ob sich an einer Stelle Blasen bilden. In diesem Fall tritt dort Gas aus und Sie müssen die undichte Stelle reparieren lassen. Aber Achtung: Führen Sie diesen Test bitte nicht in geschlossenen Räumen durch.
  • Eine weitere Gefahr, die sich nicht nur auf das Grillen mit Gas beschränkt, ist der Fettbrand. Dieser kann selbst dem erfahrensten Grillmeister passieren. Zur Vorbeugung sollte eine regelmäßige, gründliche Reinigung des Grills selbstverständlich sein – auch aus hygienischen Gründen.
    Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Fettbrand kommen, ist eines besonders wichtig: Ruhe bewahren. Auf gar keinen Fall dürfen Sie den Brand mit Wasser löschen, da das zur berüchtigten Fettexplosion führt. Oft hört man den Tipp, einen Fettbrand mit einer Decke zu ersticken. Das funktioniert aber nur bedingt, da auch robuste Wolle bei diesen hohen Temperaturen schnell durchschmort. Wirklich sicher löschen Sie einen Fettbrand nur mit einem Feuerlöscher der Brandklasse “F”. Diese sind speziell für Fettbrände entwickelt worden.

Sicher grillen mit einem Elektrogrill?

Wer den Nachbarn nicht verärgern möchte, keine Gasflaschen tauschen und sicher grillen will, der sollte sich für einen Elektrogrill entscheiden. Elektrogrills erzeugen nur elektrische Hitze, kein Feuer. Das macht ihn zur sichersten aller Grillvarianten. Auch ein Grund dafür, dass in vielen Mietobjekten das Grillen auf dem Balkon ausschließlich mit Elektrogrills erlaubt ist.
Abstriche muss man in Punkto Flexibilität machen. Um den Elektrogrill in Betrieb zu nehmen, sind Sie auf eine Stromversorgung angewiesen. Wer nur im Park grillen möchte, sollte auf Gas- oder Holzkohlegrills ausweichen. Auch ist die Hitzeentwicklung beim Elektrogrill weitaus geringer, als beim Holzkohle- oder Gasgrill. Für perfekte Steaks braucht man mindestens eine Leistung von 2.000 Watt. Bei niedrigen Wattzahlen wird der Grill nicht heiß genug und gart das Fleisch anstatt es zu grillen.

Vorteil des Elektrogrills: Wer auch im Winter nicht aufs Grillen verzichten möchte, dabei aber nicht in der Kälte stehen mag, für den ist der Elektrogrill ideal. Egal ob Kontaktgrill zum Zuklappen, Tischgrill oder Standgrill. Alle funktionieren aufgrund der geringen Strahlwärme auch bedenkenlos in Haus oder Wohnung. Das schafft kein anderes Grillmodell.

Der Smoker: Mit viel Zeit zum besonderem Fleischgenuss

Eine besondere Grillvariante ist der Smoker. Unabdingbar für alle Liebhaber des amerikanischen Barbecues. Hier wird nicht über dem Feuer oder der Glut gegart, sondern im heißen Rauch. Die Temperaturen sind niedriger, die Fleischstücke garen meist über mehrere Stunden. Daher eignet er sich besonders für die Zubereitung von großen Fleischstücken. Auf anderen Grills bleiben diese oftmals innen roh, während sie außen schon zu trocken sind.

Ungeduldig sollte man bei dieser Grillmethode jedoch nicht sein: Eine Zubereitungszeit von vier Stunden und mehr ist bei Smokern keine Seltenheit. Eine spontane Grillparty ist mit Smokern daher nicht machbar. Allerdings muss man auch bei langen Garzeiten nicht die ganze Zeit neben dem Smoker stehen. Aufgrund der niedrigen Temperatur verbrennt das Fleisch nicht. Wie auch beim Gas- und Elektrogrill, werden krebserregende Dämpfe vermieden. Das gelingt beim Smoker durch die Trennung zwischen Garkammer und Feuerbox.

Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass das Gerät die Temperatur über einen langen Zeitraum konstant halten kann. Nur so wird eine gleichmäßige Garung erreicht.
Smoker sind größer als herkömmliche Grills, damit eignen sie sich nur bedingt für kleine Balkons oder Gärten.

Eine gute Ernährungsberatung finden – So geht’s!

Autor: Florian Heuschmid
Veröffentlicht: 25.04.2024
Aktualisiert: 25.04.2024

Lebensmittelunverträglichkeiten, Über- oder Untergewicht oder der Wunsch nach einer ausgewogenen Ernährung: Diese Probleme können mit einer professionellen Ernährungsberatung gelöst werden. Die Bezeichnung „Ernährungsberater(in)“ ist allerdings nicht geschützt. Wie meidet man Scharlatane und findet eine seröse Ernährungsberatung, die zur individuellen Situation passt? Lesen Sie hier, welche Qualitätsmerkmale Sie unbedingt beachten sollten.

Viele verschiedene Gemüsesorten liegen auf einem Holztisch.
Erfolgreich abnehmen und gesünder ernähren. Mit einer professionellen Ernährungsberatung zum Erfolg. iStock.com/fcafotodigital


In einer Welt, in der wir täglich von einer Fülle an Informationen zur Ernährung überflutet werden, ist es leicht, den Überblick zu verlieren und sich in einem Meer aus Widersprüchen und Halbwahrheiten zu verirren. Von trendigen Diäten über Superfood-Hypes bis hin zu kontroversen Meinungen über die Rolle von Fett, Kohlenhydraten und Proteinen – die Bandbreite an Empfehlungen scheint schier endlos.

Doch während wir uns durch diesen Dschungel aus Ernährungstipps navigieren, vernachlässigen wir oft das wichtigste Element: unser eigenes Bewusstsein für eine gesunde Ernährung. Denn letztendlich ist keine Diät oder Trend-Ernährungsplan so effektiv wie das Verständnis unserer eigenen Bedürfnisse, Vorlieben und individuellen körperlichen Reaktionen.

Hier kommt die Ernährungsberatung ins Spiel. Sie ist weit mehr als nur eine Quelle für Ratschläge, was auf unseren Tellern landen sollte. Eine professionelle Ernährungsberatung bietet eine maßgeschneiderte, ganzheitliche Herangehensweise an die Ernährung, die auf den individuellen Bedürfnissen, Lebensstil und Zielen basiert.

Durch eine persönliche Beratung können wir nicht nur ein tieferes Verständnis für die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung entwickeln, sondern auch lernen, wie wir bewusster essen, unsere Essgewohnheiten langfristig verbessern und eine gesunde Beziehung zu Lebensmitteln aufbauen können.

In diesem Blogartikel tauchen wir tiefer in die Welt der Ernährungsberatung ein und erkunden, wie sie uns dabei helfen kann, unser eigenes Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu stärken, um langfristige Erfolge zu erzielen und unser Wohlbefinden zu steigern.

Ernährungsberatung oder besser Ernährungstherapie?

Ernährungsberatung und Ernährungstherapie spielen beide eine wichtige Rolle bei der Förderung eines gesunden Lebensstils und der Bewältigung ernährungsbedingter Probleme. Obwohl sie ähnliche Ziele haben, gibt es doch einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Ansätzen.

Ernährungstherapie erfolgt in enger Kooperation mit einem Arzt. Dabei geht es um die Behandlung spezifischer Krankheiten, die unmittelbar mit der Ernährung zusammenhängen, wie zum Beispiel Diabetes, Gicht, Lebensmittelallergien oder Erkrankungen des Verdauungstrakts. In der Therapie werden individuelle Ernährungspläne entwickelt, um Symptome zu lindern, die Gesundheit zu verbessern und das Risiko fortschreitender Symptome zu reduzieren. Häufig übernehmen Krankenkassen zumindest einen Teil der Kosten für die Ernährungstherapie, da sie als medizinisch notwendig angesehen wird.

Im Gegensatz dazu richtet sich die Ernährungsberatung in erster Linie an gesunde Menschen oder solche mit einem allgemeinen Interesse an einem gesunden Lebensstil. Sie konzentriert sich auf die Prävention von Krankheiten, die Förderung einer ausgewogenen Ernährungsweise und die Unterstützung bei der Erreichung von individuellen Gesundheitszielen wie Gewichtsmanagement oder Leistungssteigerung. Während einige Krankenkassen auch Präventionsmaßnahmen wie Ernährungsberatung unterstützen können, ist dies nicht so häufig der Fall wie bei einer Ernährungstherapie.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Komplexität bei Beratung oder Therapie. Während die Ernährungsberatung oft auf allgemeinen Richtlinien und Empfehlungen basiert, erfordert die Ernährungstherapie eine detailliertere Analyse der individuellen Bedürfnisse und medizinischen Geschichte des Patienten, um individuelle Lösungen zu entwickeln.

Was macht eine gute Ernährungsberatung aus?


Eine gute Ernährungsberatung ist weit mehr als nur das Verfassen eines Ernährungsplans oder das Aufzeigen von Lebensmittelalternativen. Sie ist eine individuelle Begleitung auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil, basierend auf fundiertem Fachwissen, Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse jedes Einzelnen.

  1. Ganzheitlicher Ansatz: Eine gute Ernährungsberatung betrachtet den Menschen als Ganzes. Sie berücksichtigt nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch mentale, emotionale und soziale Aspekte, die Einfluss auf das Essverhalten haben können.
  2. Individuelle Anpassung: Jeder Mensch ist einzigartig, daher sollte auch die Beratung individuell auf die Bedürfnisse, Vorlieben und Ziele des Einzelnen zugeschnitten sein. Eine gute Ernährungsberatung nimmt sich Zeit, den Lebensstil, die Essgewohnheiten und eventuelle gesundheitliche Einschränkungen des Klienten zu verstehen, um individuelle Empfehlungen zu entwickeln.
  3. Langfristige Perspektive: Ebenso ist es wichtig den Fokus auf langfristige Veränderungen statt schneller Lösungen zu legen. Die Beratung sollte der Person helfen, nachhaltige Gewohnheiten zu entwickeln, die langfristig zu einer besseren Gesundheit und guten Wohlbefinden führen.
  4. Empathie und Motivation: Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater sollten einfühlsam sein und den Klienten ermutigen, ihre Ziele zu erreichen. Sie sollten nicht urteilen, sondern unterstützen und motivieren, auch bei Rückschlägen.
  5. Klare Kommunikation: Eine gute Ernährungsberatung zeichnet sich durch klare, verständliche Kommunikation aus. Komplexe Zusammenhänge werden einfach erklärt, und Empfehlungen sind praxisnah und umsetzbar im Alltag.
  6. Folgebetreuung: Nach der Erstberatung endet die Betreuung nicht abrupt. Eine gute Beratung bietet regelmäßige Follow-ups und Unterstützung, um den Fortschritt zu überprüfen, Fragen zu klären und bei Bedarf den Ernährungsplan anzupassen.

Insgesamt zeichnet sich eine gute Ernährungsberatung durch ihre ganzheitliche, individuelle und wissenschaftlich fundierte Herangehensweise aus, die darauf abzielt, langfristige Veränderungen zu fördern und den Klienten dabei zu unterstützen, sein volles Potenzial für Gesundheit und Wohlbefinden zu entfalten. Eine Möglichkeit sich über eine entsprechende Beratung in der Umgebung zu informieren, bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), sowie die Expertenpools des Berufsverband Oecotrophologie (VDOE). Hier findet man zertifizierte Ernährungsberatungen.

Darauf sollten Sie achten!

“Ernährungsberater/in” ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Grundsätzlich kann man sich also auch ohne entsprechende Qualifikationen so nennen. Einen guten Anhaltspunkt für qualifizierte Ernährungsberatung bieten folgende Zertifikate:

  • Ernährungsberater/DGE, Ernährungsmedizinischer Berater/DGE
  • VDD-Fortbildungszertifikat
  • Zertifikat Ernährungsberater VDOE
  • VFED-Zertifizierung
  • QUETHEB-Registrierung
  • Ernährungsberater UGB
  • Ernährungsmediziner (BDEM/DGEM)

Gründlicher Check-up vom Experten: So funktioniert die Ernährungsberatung

Jede seriöse Ernährungsberatung startet mit einem kostenlosen, unverbindlichen Kennenlerngespräch. Dieses kann persönlich vor Ort, aber auch telefonisch oder per Videoanruf stattfinden. In diesem legt man gemeinsam das Ziel der Beratung fest. Anschließend klärt der Ernährungsberater über den Ablauf und die Kosten der Beratung auf. Im Durchschnitt liegen die Honorare bei 60 bis 120 Euro pro Stunde.

Checkliste für eine gute Ernährungsberatung
  • Welche Ausbildung hat der Ernährungsberater absolviert? Welche Zertifikate kann er vorweisen?
  • Sind die zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien weitgehend frei von Produktwerbung?
  • Ist die Beratung frei von Produktwerbung? Wenn bestimmte Produkte erforderlich sind, werden verschiedene Varianten vorgestellt?
  • Kennt der Ernährungsberater sich mit dem individuellen Problem und der gewünschten Ernährungsart aus?
  • Ist das Kennenlerngespräch kostenlos?
  • Findet eine Beratung unter Berücksichtigung der persönlichen Situation statt?
  • Passt die vorgeschlagene Ernährungsstrategie zu den persönlichen Lebensumständen? (Zeitaufwand, Budget etc.)

Das bringt die Ernährungsumstellung

In einer Welt, die ständig nach dem neuesten Diättrend sucht, vergessen wir oft das grundlegende Ziel einer gesunden Ernährung: Zufriedenheit und Wohlbefinden. Ein optimales gesundes Gewicht anzustreben, ist zweifellos ein lohnenswertes Ziel, aber was ist, wenn wir Ihnen sagen, dass eine Ernährungsumstellung nicht nur die Waage beeinflusst, sondern auch Ihre allgemeine Zufriedenheit steigern kann?

Eine Ernährungsumstellung ist mehr als nur eine kurzfristige Lösung; es ist eine lebenslange Verpflichtung, sich selbst und seinem Körper das Beste zu geben. Durch die Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Ernährungsberater können Sie nicht nur lernen, was Sie essen sollten, sondern auch warum. Es geht nicht darum, Nahrungsmittel zu verbieten, sondern darum, eine ausgewogene und nahrhafte Ernährung zu entwickeln, die Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.

Stellen Sie sich vor, wie es wäre, jeden Tag mit Energie und Vitalität aufzuwachen, bereit, die Welt zu erobern. Eine gesunde Ernährungsumstellung kann genau das bewirken. Indem Sie sich auf frische, gesunde Lebensmittel konzentrieren und den Konsum von verarbeiteten Produkten reduzieren, können Sie nicht nur Gewicht optimieren, sondern auch Ihre Stimmung verbessern, Ihre Produktivität steigern und Ihre allgemeine Lebensqualität erhöhen.

Es ist nicht immer einfach, alte Essgewohnheiten loszulassen und neue anzunehmen, aber die Belohnungen sind es wert. Denken Sie daran, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein, sondern Fortschritte zu machen. Jeder Schritt in Richtung einer gesünderen Ernährung ist ein Schritt in Richtung mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden. Also, warum warten? Starten Sie noch heute Ihre Reise zu einem leichteren, glücklicheren Leben durch eine Ernährungsumstellung.

Carsharing: Auto teilen und nachhaltig mobil sein

Autor: Christiane Tietz
Veröffentlicht: 18.04.2024
Aktualisiert: 18.04.2024

Lohnt es sich heutzutage noch, ein eigenes Auto zu besitzen? Schließlich fallen im Schnitt jeden Monat rund 400 Euro an Unterhaltungskosten an. Eine umweltschonende und kostengünstige Alternative zum eigenen Auto ist das sogenannte Carsharing. Damit Sie bei Ihrer ersten Carsharing-Erfahrung keine bösen Überraschungen erleben, haben wir für Sie alles Wichtige zum Thema zusammengestellt.

Schnell und einfach das eigene Auto mit anderen teilen. Eva March – stock.adobe.com

Was ist Carsharing?

Vielleicht haben Sie schon einmal die englische Redewendung „Sharing is Caring“ gehört. Sie besagt, dass Dinge zu teilen eine Form der Fürsorge ist. Auch Carsharing ist eine Möglichkeit, fürsorglich mit vorhandenen Ressourcen umzugehen. Wörtlich übersetzt bedeutet Carsharing „Auto teilen”. Es geht darum, dass weniger Menschen ein eigenes Auto besitzen und die vorhandenen Fahrzeuge mit anderen geteilt werden. So wird ein Auto öfter genutzt und steht seltener nur geparkt am Straßenrand. Das schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

In Deutschland gibt es je nach Stadt gleich mehrere Carsharing-Angebote. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie bieten verschiedene Fahrzeuge an, die Sie als Nutzer bequem von zu Hause über den Computer oder eine App buchen können. In der Regel werden Ihnen nach der Anmeldung auf einer Karte die nächstgelegenen Fahrzeuge angezeigt, sodass Sie einfach das Auto buchen können, welches Sie am bequemsten erreichen.

Wenn es in Ihrer Stadt gleich mehrere Carsharing-Anbieter gibt, lohnt sich ein Preisvergleich. Je nachdem, wie häufig Sie ein Carsharing-Auto buchen wollen, kann es sogar sinnvoll sein, Preispakete zu buchen, mit denen die einzelnen Fahrten günstiger für Sie werden. 

Im Gegensatz zu einer Autovermietung schließen Sie beim Carsharing nur zu Anfang einen Rahmenvertrag ab und können dann das Angebot jederzeit nutzen, ohne auf Bürozeiten des Anbieters Rücksicht nehmen zu müssen. Die Fahrzeugflotte ist meist über die ganze Stadt verteilt, sodass Sie schnell ein passendes Auto für sich finden sollten. Zugang zu dem Auto erhalten Sie entweder über einen Schlüsseltresor, der gleich neben dem Fahrzeug steht und für den Sie einen Zugangscode erhalten. Oder Sie öffnen das Fahrzeug mit einer Chipkarte beziehungsweise der Handy-App des Anbieters. Den Autoschlüssel finden Sie in diesem Fall im Auto. Doch welche Carsharing-Varianten gibt es überhaupt?

Die drei häufigsten Carsharing-Varianten

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Carsharing-Arten: das stationsbasierte Carsharing, das Free-Floating-Modell und das Peer-to-Peer-Carsharing. 

  1. Stationsbasiertes Carsharing: Dieses Carsharing-Modell ist besonders weit verbreitet. Hier stehen die Fahrzeuge des Anbieters an speziell dafür vorgesehenen Standorten. Als Nutzer holen Sie Ihr Wunschfahrzeug an der Station ab, die für Sie am günstigsten liegt. In der Regel müssen Sie es nach der Benutzung wieder dorthin zurückbringen.
  2. Free-Floating-Carsharing: Bei diesem Modell sind die Fahrzeuge nicht an feste Stationen gebunden. Die Fahrzeuge stehen auf verschiedenen Parkplätzen über die ganze Stadt verteilt. Sie holen das Auto einfach irgendwo ab und können es anschließend an einer beliebigen Stelle im Geschäftsgebiet des Anbieters wieder abstellen.
  3. Peer-to-Peer-Carsharing: Bei dem dritten Carsharing-Modell stellen private Anbieter ihre Fahrzeuge anderen Leuten zur Verfügung. Dazu gibt es spezielle Portale im Internet, auf denen die Besitzer die Mietbedingungen erläutern.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Carsharing-Modelle

Stationsbasiertes Carsharing
  • Der Vorteil dieses Modells liegt in den festen Parkplätzen. Das macht die Abholung und Rückgabe einfach und planbar. Sie stellen das Fahrzeug einfach an den vorgesehenen Plätzen ab, ohne sich Gedanken über Parkverbotszonen oder Gebühren machen zu müssen. 
  • Der Nachteil ist, dass dieses Modell nicht unbedingt flexibel ist. Möglicherweise gibt es keine Stationen in Ihrer Nähe, sodass Sie selbst zum nächsten Standort eine kleine Anreise planen müssen. Besonders wenn Sie spontan ein Auto benötigen, kann das umständlich sein. 
Free-Floating-Carsharing
  • Der unschlagbare Vorteil dieses Modells ist die Flexibilität, die es bietet. Besonders die Rückgabe wird dadurch vereinfacht, da Sie das Sharing-Auto gleich in Ihrer Nachbarschaft wieder abstellen können. 
  • Der Nachteil ist, dass Sie sich hier wieder auf Parkplatzsuche begeben müssen. Der Parkplatz muss nicht nur gebührenfrei sein, sondern muss auch im Geschäftsgebiet des Anbieters liegen. Außerdem kann es sein, dass dadurch für die Abholung kein Fahrzeug in Ihrer Nähe verfügbar ist. 
Peer-to-Peer-Carsharing
  • Das Peer-to-Peer-Modell ist besonders für Autobesitzer von Vorteil, die ihr Fahrzeug auch anderen Nutzern zur Verfügung stellen wollen. Als Mieter profitieren Sie von der direkten Kommunikation mit dem Vermieter und können die Mietbedingungen individuell absprechen. 
  • Der Nachteil dieser Art des Auto-Sharings ist der deutlich höhere Verwaltungsaufwand. Schließlich müssen alle Mietbedingungen von Versicherungsstatus über Schäden bis hin zu Nebenkosten wie Tankfüllungen individuell vertraglich geregelt werden. 

Welche Carsharing-Variante für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen und dem Angebot vor Ort ab.

Ist Carsharing günstiger als ein eigenes Auto?

Ob Carsharing für Sie günstiger ist, als ein eigenes Auto zu besitzen, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Da ist zum einen der Kostenfaktor zu berücksichtigen. Für ein Auto fallen neben dem Kaufpreis auch noch laufende Kosten wie Wartung, Steuern, Tankfüllungen und Parkgebühren an. Beim Carsharing zahlen Sie dagegen nur, was Sie wirklich nutzen. Je nach Anbieter wird nach Nutzungszeit oder gefahrenen Kilometern abgerechnet. Manche Anbieter haben auch ein Preismodell, das beide Faktoren kombiniert.

Carsharing-Kosten

Je nach Anbieter können die Kosten für das Carsharing unterschiedlich ausfallen. In der Regel bewegt sich der Preis pro gefahrenem Kilometer jedoch bei 0,69 Euro. Verlangt der Anbieter eine Zahlung auf Zeit, beträgt der Preis pro Minute etwa 0,26 Euro. Für lange Fahrten oder Zeiten gibt es Sonderpreise. Hinzu kommen Kosten für Steuern und Versicherung, die bei den meisten Carsharing-Anbietern vertraglich festgelegt sind. Der Tagestarif liegt in der Regel bei knapp 10 Euro. Bei Carsharing-Anbietern, die Autos auf Vertrauensbasis und ohne Versicherung verleihen, sollten Sie vorsichtig sein. Hier müssen Sie die Kosten eines Unfalls oder einer Panne nämlich selbst tragen. Ihre private Autoversicherung – sollten Sie eine haben – greift in diesem Fall nicht.


Um herauszufinden, ob Carsharing sich für Sie lohnt, sollten Sie sich fragen, wie oft Sie das Angebot nutzen wollen. Für Personen, die nur selten ein Auto brauchen, ist Carsharing oft die kostengünstigere Lösung, während für Vielfahrer die Rechnung eher zugunsten des eigenen Autos ausfällt. Ähnliches gilt für die Länge der Strecke, die Sie fahren müssen. Je länger die Strecke, desto mehr lohnt sich ein eigenes Auto. Auch Ihr Geschmack spiel eine Rolle. Beim Carsharing sind kleinere und sparsame Autos ebenfalls günstiger als luxuriöse Modelle.

Generell gilt, dass Carsharing sich bis zu einer zurückgelegten Strecke von 14.000 Kilometern im Jahr lohnt. Der Kostenvergleich sieht für einen kleinen Pkw mit einer jährlichen Fahrleistung von 5.000 Kilometern wie folgt aus:


Eigenes Auto: Gebrauchtwagen, klein
Fahrleistung im Jahr: 5.000 km
Carsharing: klein
Fahrleistung im Jahr: 5.000 km
Anschaffungskosten von 5.000 € auf 4 Jahre runtergerechnet1.250 €Anmeldegebühr (Kaution 125 €, Anmeldung 50 €, monatliche Gebühr 7 €)259 €
Spritkosten bei einem Verbrauch von 6l/100km480 €Spritkosten bei einem Verbrauch von 6l/100km0 €
Wartung und Reparaturen500 €Wartung und Reparaturen0 €
Versicherung500 €Versicherung bei einer durchschnittlichen Anzahl von 50 Tagesfahrten500 €
KFZ-Steuer60 €KFZ-Steuer0 €
Minutenpreis von 0,04 €120 €
Kilometerpreis von 0,22 €1.100 €
Summe im Jahr2.790 €Summe im Jahr1.979 €
Summe im Monat232,50 €Summe im Monat164,91 €
Summe pro Kilometer0,55 €Summe pro Kilometer0,39 €
Übersicht Vergleich der Nutzung eines eigenen Autos oder dem Fahrzeug eines Carsharing-Anbieters


Wenn Sie kein Vielfahrer sind, lohnt sich ein Carsharing-Angebot also deutlich. Damit sparen Sie mehrere hundert Euro im Jahr.

Ist Carsharing umweltschonender als ein eigenes Auto?

Inzwischen ist Carsharing besonders in dicht besiedelten Städten weit verbreitet. Denn gerade hier lässt sich der Individualverkehr besonders gut reduzieren, wenn sich mehrere Nutzer ein Auto teilen. Dadurch sind weniger Autos auf den Straßen der Städte unterwegs und es gibt weniger Staus und Verkehrsbelastungen.

Klar ist, dass Auto-Sharing die Ressourcen schont. Die Produktion eines durchschnittlichen Kleinwagens verbraucht im Schnitt 70 Tonnen an Materialien und Ressourcen. Hinzu kommt die Energie, die für den Herstellungsprozess benötigt wird. Jeder Wagen weniger ist also ein Gewinn für die Umweltbilanz.

Viele Carsharing-Anbieter setzen zudem auf eine Fahrzeugflotte aus Elektro- und Hybridautos. Auch das trägt dazu bei, den CO2-Ausstoß im Individualverkehr zu reduzieren. So verbessert sich die Luftqualität in den Städten erheblich. Carsharing ist also eine attraktive Alternative für die Mobilität der Zukunft, die dazu beitragen wird, die Umweltbelastungen durch den Verkehr zu minimieren.

Carsharing im Urlaub

Vielleicht brauchen Sie im Alltag kein Auto, aber überlegen, mit einem Carsharing-Fahrzeug in den Urlaub zu fahren. Im Prinzip ist es möglich, ein Carsharing-Auto für den Urlaub zu mieten. Es kommt allerdings auf den Betreiber an. Manche von ihnen gewähren nur Fahrten im eigenen Geschäftsgebiet. In vielen Fällen reicht das nicht über die Stadtgrenze hinaus.

Andere Anbieter machen mit Rabatten auf Zeit- und Kilometerkosten auch längere Fahrten möglich. Vielleicht gehört zu Ihrer Familie auch ein Haustier, das mit in den Urlaub fahren soll. In diesem Fall sollten Sie die Nutzungsbedingungen des Carsharing-Anbieters genau prüfen, denn nicht alle erlauben die Mitnahme von Haustieren.

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich Carsharing-Autos am besten für kurze Tagesausflüge in der eigenen Umgebung eignen. Für längere Urlaube bieten sich andere Formen der Mobilität an. Das können Mietwagen oder auch Bahnfahrten sein. Wenn Sie zum Beispiel mit der Bahn anreisen, kann es sein, dass Ihnen an Ihrem Urlaubsort ebenfalls die Dienste des Carsharing-Anbieters Ihrer Wahl zur Verfügung stehen.

Welche Besonderheiten sind beim Carsharing von E-Autos zu beachten?

Wenn Sie Carsharing nutzen wollen und gerne ein Elektroauto (E-Auto) fahren möchten, ist auch das problemlos möglich. Viele der rund 250 Anbieter in Deutschland verfügen über eine große Auswahl an E-Autos in ihrer Fahrzeugflotte. Besonders in Deutschlands großen Städten stehen Ihnen schon viele E-Autos zur Verfügung.

Das Mieten eines E-Autos funktioniert genauso wie das Mieten eines jeden anderen Carsharing-Autos. Nach der Registrierung beim Anbieter Ihrer Wahl können Sie in der App oder auf der Webseite des Anbieters die Standorte der E-Autos in Ihrer Nähe sehen. In der Regel verfügen Carsharing-Anbieter mit E-Autos über eigene Ladesäulen. Haben Sie ein passendes Auto gefunden, buchen und entriegeln Sie es wie gewohnt. Sie dürfen nur nicht vergessen, das Auto von der Ladesäule zu trennen, bevor Sie losfahren.

Das Ladekabel können Sie bis zur Rückkehr zur Ladestation einfach im Kofferraum aufbewahren. Falls Sie eine längere Fahrt geplant haben, können Sie das E-Auto auch zwischendurch an einer öffentlichen Ladesäule wieder aufladen. Ist Ihre Fahrt zu Ende, sollten Sie das E-Auto wieder an der Ladesäule der Station anschließen, damit der nächste Kunde seine Fahrt ebenfalls mit einer vollen Batterie antreten kann.

Sorgenfrei durchs Studium – Mit diesen Tipps einfach clever sparen

Autor: Laura Seliger
Veröffentlicht: 11.04.2024
Aktualisiert: 18.04.2024

Sie sind Student? Dann machen Sie was draus! Als Student ist das Budget meist begrenzt. Kaum bezahlbare Mieten, hohe Lebenskosten und Studiengebühren: Ein Studium ist für viele finanziell kaum zu stemmen. Wer allerdings clever spart, kommt entspannt ans Studienziel. Allerdings muss man nicht gleich zum Dagobert Duck werden und krampfhaft jeden Cent zweimal umdrehen. Clever sparen bedeutet vor allem, die Vorteile des Studentenstatus auszunutzen. Wir zeigen, wie das funktioniert.

Studentin sitzt im Hörsaal und blickt lächelnd über ihre Schulter.
Wer beim Studium seine Finanzen im Griff hat, kann sich auf eine gute Zeit freuen. iStock.com/Steve Debenport

Wie können Studenten clever sparen?

Studentenrabatte gewähren viele Unternehmen, Dienstleister und Freizeitaktivitäten. Daher sollten Sie sich zum Beispiel vor einer größeren Anschaffung, wie einem Laptop, grundsätzlich nach einem Studenten-Rabatt erkundigen. Gerade in Studentenstädten wie Münster, Dresden oder Heidelberg hat sich auch der Einzelhandel auf die vielen Studenten eingestellt und bietet Spezialpreise beim Friseur, im Restaurant oder in Bars. Aber auch bei Ausflügen oder gar dem Urlaub gibt es viele Attraktionen, wie zum Beispiel Museen, die einen Studentenrabatt gewähren.

Es empfiehlt sich also seinen Studentenausweis stets mit sich zu führen, da für die Gewährung des Rabatts natürlich eine Bestätigung des Studentenstatus vorgelegt werden muss. Für Rabatte im Ausland sollte ein internationaler Studentenausweis beantragt werden. Dieser kann online für 15 Euro bestellt werden. Einige Institutionen, wie beispielsweise Gewerkschaften, bieten ihren studentischen Mitgliedern den internationalen Studentenausweis (ISIC) auch kostenlos an. Aber auch große Online-Versandhändler locken Studenten mit Extra-Rabatten auf deren Bestellungen.

10 Spartipps für Studenten

1. Mobilfunk & DSL

Gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung bieten viele Mobilfunk- und DSL-Anbieter besonders günstige Studententarife.

2. Öffentlicher Nahverkehr / Schwimmbäder / Museen

Für Monatskarten im ÖPNV und Eintritte in öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder, Museen oder Bibliotheken gibt es ebenfalls Ermäßigungen.

3. BahnCard

Deutlich günstiger wird auch das Bahnfahren. Für alle unter 27 Jahren kostet die BahnCard 25 in der 2. Klasse nur 39 Euro statt regulär 62 Euro und die BahnCard 50 in der 2. Klasse nur 69 Euro statt regulär 255 Euro.

4. ADAC-Mitgliedschaft

Eine ADAC-Mitgliedschaft für Studierende unter 25 Jahren kostet 37 Euro statt 49 Euro im Jahr.

5. Auto mieten

Die großen Autovermieter locken mit bis zu 50% Studentenrabatt.

6. Girokonten & Kreditkarten

Viele Banken bieten Studenten kostenlose Girokonten an.
Ebenso im Angebot: kostenlose Kreditkarten – besonders praktisch für Reise-, Hotel- und Flugbuchungen im Auslandssemester.

7. Laptop

Große Notebook-Hersteller bieten Studentenrabatte auf ihre Produkte (selbst MacBooks kann man vergünstigt bekommen).

8. International Sparen

Mit einem internationalen Studentenausweis ist man weltweit vernetzt und kann beim Reisen, Essen und Shoppen sparen.

9. Umzug

Viele Umzugsunternehmen vermieten ihre Transporter günstiger an Studenten.

10. Stromanbieter

Es gibt zwar keine gesonderten Ermäßigungen für Studenten, aber auch bei den herkömmlichen Stromtarifen gibt es erhebliche Preisunterschiede. Es kann sich lohnen, den Stromanbieter zu wechseln.

Beim Wohnen sparen

Auch wenn die Wohnungssituation in vielen Studentenstädten alles andere als entspannt ist und die Mietpreise dementsprechend hoch sind, kann man beim bereits beim Wohnen versuchen zu sparen. Nahezu alle Universitätsstädte besitzen Studentenwohnheime. Diese werden entweder vom zuständigen Studentenwerk oder von privater Hand verwaltet. Auch wenn sie Wartelisten teils lang sind, lohnt sich eine Bewerbung auf einen Wohnheimplatz. Mit etwas Glück und Wartezeit bekommt man ein kostengünstiges Zimmer zugewiesen.

Ansonsten empfiehlt es sich über Internetportale wie WG Gesucht oder soziale Netzwerke nach einem WG-Zimmer zu suchen. Teilt man sich mit mehreren Personen den Mietpreis ist dieser selbst in den teuersten Städten leistbar. Positiver Nebeneffekt: Zieht man in eine neue Stadt hat man so gleich erste Kontakte. Ein weiterer Tipp: Auch Wohnungen, die etwas außerhalb liegen sollten eine Chance bekommen. Diese sind meist kostengünstiger.

Sollte es während des Studiums zu einer längeren Abwesenheit kommen, sei es nun durch ein Auslandssemester oder ein Praktikum besteht die Möglichkeit, das WG-Zimmer oder die Wohnung unterzuvermieten. Hier ist es natürlich wichtig, dies sowohl mit dem Vermieter als auch mit den Mitbewohnern vorher abzusprechen und am besten schriftlich zu fixieren.

So spart man bei Lernmaterialien

Es empfiehlt sich nicht nur für die Buchleihe auf die Universitätsbibliothek zurückzugreifen. Hier kann man sich viele Lernmaterialien und Hardware kostenlos ausleihen oder aber auch Bücher scannen oder kopieren. Tipp: Für Kopien oder Ausdrucke empfiehlt es sich die universitären Angebote wahrzunehmen. Private Copy-Shops sind oftmals teurer.

Wem das Lesen auf dem Bildschirm genügt: Etliche Werke sind mittlerweile sogar digitalisiert und können als E-Book abgerufen werden und das vollkommen kostenfrei über den eigenen Bibliothekszugang, den jeder Student zu Beginn seiner Studienzeit erhält.

Natürlich ist es nicht verwerflich einige Standardwerke seines Faches, die einen über die komplette Studienzeit begleiten auch zu kaufen. Hier lohnt sich ein Blick auf Second-Hand-Portale für Literatur wie zum Beispiel Medimops oder aber auch Universitätsgruppen in sozialen Netzwerken, dort werden häufig gut erhaltene Bücher angeboten.

Als Student kostengünstig mobil sein

Sie pendeln zur Uni? Wenn Sie ein eigenes Auto nutzen und zur Uni pendeln oder am Wochenende nach Hause fahren, können Sie mit Car Sharing viel Geld sparen. Neben der Kostenersparnis, verbessern Sie die eigene CO2-Bilanz und erweitern nebenbei Ihr Netzwerk. Car Sharing Angebote findet man beispielsweise auf diesen Plattformen:

  • BlaBlaCar
  • fahrgemeinschaft.de
  • bessermitfahren.de
  • mitfahren.de
  • ADAC-Mitfahrclub

Wer lieber mit Bahn & Co. unterwegs ist, sollte das Semesterticket nutzen. Dieses ist meist im Semesterbeitrag enthalten und kann in einem bestimmten Umkreis um den Unistandort genutzt werden. Die Fahrten sind dann kostenfrei. Bei längeren Strecken kann es mit kostenpflichtigen Fahrtickets kombiniert werden. Oftmals bieten Bahn und Fernbus aber auch spezielle Rabatte und Angebote für Studenten an. Wer hier ein waches Auge hat oder frühzeitig bucht spart in den meisten Fällen.

Freizeitspaß für den studentischen Geldbeutel

Als Student kommt man bei vielen Freizeitaktivitäten in den Genuss attraktiver Studentenangebote und -rabatte. Diese können sich von Kinoeintritten über Handyverträge bis hin zu Fitnessstudios oder anderen (Vereins-)Mitgliedschaften erstrecken.

Beim Thema Essen lässt sich ebenfalls bares Geld sparen, ohne dabei auf Qualität oder Fairtrade verzichten zu müssen. Oftmals bieten studentische Initiativen lokale Foodsharing-Programme an, an denen man sich jederzeit und unkompliziert beteiligen kann. Wer sich mal bekochen lassen will, kann einfach die Angebote der universitätseigenen Mensen in Anspruch nehmen. Hier gibt es unter der Woche täglich wechselnde Speisen für den kleinen Geldbeutel, die entgegen vieler Klischees auch schmecken können und dabei oft Fairtrade und nachhaltig sind. Abseits der Mensaverpflegung bieten viele Restaurants und Bars spezielle Angebote für Studenten an. Vom Mittagstisch über All-you-can-eat-Buffets bis hin zur Cocktail-Happy-Hour oder speziellen Studentenpartys wird hier alles geboten. Einfach die Augen offenhalten und ausprobieren.

Auch digitale Services haben sich auf die Zielgruppe der Studenten eingerichtet. Streaming-Anbieter wie Amazon, Netflix oder Spotify bieten ihre Services meistens vergünstigt an. Dabei kann man teilweise bis zu 50 Prozent gegenüber dem Normalpreis sparen. Das gleiche gilt für Software: Während Office-Anwendungen häufig komplett kostenfrei über die Universität angeboten werden, gibt es bei anderen Programm wie beispielsweise Adobe Photoshop oder dem Statistikprogramm SPSS satte Rabatte für Studierende. Generell gilt hier offen nach Studentenermäßigungen zu fragen, wenn diese nicht ohnehin bereits offen gekennzeichnet sind.

Wie kann ein Student sein Studium finanzieren?

Mit cleveren Sparstrategien lassen sich viele Kosten reduzieren. Dennoch bleiben eine Menge Kosten übrig.  Miete, Lebensmittel, Lernmaterial, Kleidung und der ein oder andere Kneipenbesuch müssen finanziert werden. Welche Geldquellen lassen sich hier anzapfen? Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um sich Ihr Studium zu finanzieren.

Unterhalt der Eltern

Die Eltern sind verpflichtet, ihre Kinder im Erststudium zu unterstützen – sofern sie sich das leisten können. Deshalb bekommen sie auch bis zum 25. Geburtstag des Nachwuchses Kindergeld. Doch nicht alle Eltern haben die Möglichkeit, nennenswerte Beträge zu überweisen.

BAföG

Deshalb zahlt der Staat Studenten aus einkommensschwachen Familien BAföG. Der Höchstsatz beläuft sich 2024 auf 934 Euro im Monat, insofern man nicht bei den Eltern wohnt und keine Familienversicherung mehr möglich ist. Ansonsten ist der Höchstsatz auf 633 Euro festgelegt. Die eine Hälfte ist eine direkte Zuwendung, die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen, von dem nach dem Studium maximal 10.010 Euro zurückgezahlt werden müssen. Außerdem gut zu wissen: BAföG-Nehmer müssen keinen Rundfunkbeitrag zahlen.

Stipendium

Stipendien gibt es nicht nur für hochbegabte, sondern auch für ehrenamtlich engagierte Studenten. Neben den bekannten Stipendiengebern, wie der Studienstiftung des deutschen Volkes oder der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, gibt es auch wenig bekannte Programme, die stark auf bestimmte Zielgruppen spezialisiert sind. Plattformen wie myStipendium helfen bei der Auswahl.

Jobben

Viele Studenten halten sich mit Studentenjobs über Wasser. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um neben dem Studium zu arbeiten. Beispielsweise in 538-Euro-Jobs, auch Minijobs genannt (geringfügige Beschäftigungsverhältnisse), die von Steuer- und Sozialversicherungsabgaben befreit sind. Beliebt sind auch Beschäftigungen als Werkstudenten oder Semesterferien-Jobs. Einfach zu finden sind solche Studentenjobs über Jobbörsen des Studentenwerks, die Arbeitsagentur und Stellenportale im Internet.

Studienkredit

Ein klassischer Studienkredit, z.B. von der staatlichen KfW, besteht aus Auszahlungs-, Karenz- und Tilgungsphase. Erst wird eine feste monatliche Rate überwiesen, auf die direkt Zinsen anfallen. Ist die Auszahlung abgeschlossen, müssen Sie in der Regel einige Monate warten, bevor der Kredit inklusive Zinsen auf einmal oder in Raten zurückgezahlt wird. Damit der Studienkredit läuft, müssen Sie regelmäßige Studiennachweise erbringen.

Ratenkredit

Ein Ratenkredit schüttet die Auszahlung gleich zu Beginn aus. Er ist also die Lösung, wenn bestimmte Einmalbeträge sofort finanziert werden müssen. Das kann für den Umzug in die weiter entfernte Universitätsstadt, die erste Küchenzeile, Couch oder Waschmaschine, den ersten Gebrauchtwagen oder ein Auslandssemester sein.

Voraussetzung für einen Ratenkredit ist in der Regel unter anderem ein regelmäßiges Einkommen.

Mit dem Sofortkredit mit finanziellem Spielraum von easyCredit kann man sich nicht nur sofort den Kreditbetrag auszahlen lassen, sondern auch kostenlos Geld für spontane oder ungeplante Ausgaben reservieren. easyCredit zeichnet sich durch eine verantwortungsvolle Kreditvergabe aus und berücksichtigt bei einem Kreditangebot die individuellen finanziellen Möglichkeiten.

Steuererklärung: Was können Studenten von der Steuer absetzen?

Viele Studenten glauben, sie müssten keine Steuern zahlen. Das gilt aber nur für Studenten, die ausschließlich BAföG beziehen, für Stipendien und für Minijobber. Einkünfte aus allen anderen Jobs sind steuerpflichtig. Das kann ein Vollzeit-Ferienjob, Werkstudentenjob oder ein bezahltes Praktikum mit mehr als 538 Euro Monatseinkommen sein.

Wer während seines Erststudiums ein solches Einkommen erzielt, kann die Kosten als Sonderausgaben absetzen – allerdings höchstens 6.000 Euro in dem Jahr, in dem die Kosten angefallen sind. Da Studenten aber selten ein Einkommen erzielen, das über dem Grundfreibetrag von derzeit 11.604 Euro im Jahr (Stand 2024) liegt, profitieren nur die wenigsten davon.

Wer dagegen eine Lehre, ein duales Studium oder ein Zweitstudium absolviert, kann die Ausbildungskosten als Werbungskosten absetzen. Das können Fahrtkosten für eine Exkursion oder der Weg zur Firma sein, Ausgaben für Lehrgänge, Weiterbildungen und Auslandsaufenthalte. Belege unbedingt aufbewahren!

Mit einer grundlegenden Finanzierung und den vielen Ermäßigungen lässt es sich als Student gut leben. Viel Erfolg beim Studium!
Weitere Tipps & Infos zum Studium bei vr.de

Nachhaltig campen: nachhaltig reisen mit dem Wohnmobil

Autor: Florian Heuschmid
Veröffentlicht: 04.04.2024
Aktualisiert: 04.04.2024

Viele Menschen bevorzugen es, auf Reisen frei und unabhängig zu sein. Aus diesem Grund entscheiden sie sich dazu, ein Wohnmobil zu kaufen und damit die Welt zu erkunden. Ein Zuhause auf vier Rädern bringt dazu einen wichtigen Vorteil mit sich: Eine Wohnmobil-Reise stößt im Vergleich zu einem Flug, einer Kreuzfahrt oder einem Urlaub im Hotel viel weniger CO2 aus. Trotzdem gibt es einiges, worauf Sie achten sollten, um nachhaltig zu campen. Wie Sie dies umsetzen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mit dem Wohnmobil unterwegs im Einklang der Natur. Frank Lambert – stock.adobe.com

Nachhaltig campen – Was bedeutet das?

Beim nachhaltigen Campen mit dem Wohnmobil geht es darum, den Urlaub im Einklang mit der Natur zu genießen und sie dabei so wenig wie möglich zu belasten. Dafür sollten Sie sowohl bei der Anreise als auch beim eigentlichen Campingurlaub alle Ressourcen sparsam einsetzen. Für beides gibt es einige Tricks, mit denen Sie wertvollen Kraftstoff sparen und Ihren Strom- sowie Wasserverbrauch reduzieren können. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim nachhaltigen Camping ist das Recycling. Hier gilt es, Müll richtig zu trennen und zu entsorgen. Generell sollte beim nachhaltigen Campen so wenig Müll wie möglich produziert werden. Auch eine umweltschonende Camping-Ausrüstung gehört dazu. So sorgen Sie dafür, dass die Umwelt durch Ihren Besuch so wenig wie möglich belastet wird.

Übrigens: Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen wollen, können Sie ganz auf das Wohnmobil verzichten. Wie wäre es zum Beispiel, unter freiem Himmel zu zelten? Der Nachhaltigkeitsaspekt ist hier unschlagbar, da Sie weder auf den Strom noch den Wassertank eines Wohnmobils zurückgreifen.

Mit dem 3-R-Prinzip zum nachhaltigen Campen

Um Ihren Campingausflug nachhaltig zu gestalten, sollten Sie immer das 3-R-Prinzip im Hinterkopf behalten:

  • Reduce
  • Reuse
  • Recycle

Bei diesem Prinzip geht es darum, sich seines Verbraucherverhaltens bewusst zu werden und die ökologische Nachhaltigkeit in sein Leben zu integrieren. Die 3 R stehen für „reduzieren“, „wiederverwenden“ und „recyclen“. Das Prinzip lässt sich darüber hinaus in allen Lebensbereichen anwenden.

Nachhaltiges Campen beginnt bei der Anreise  – So fahren Sie umweltbewusst und sparen Sprit

Kraftstoff wird auf Basis einer endlichen Ressource erzeugt. Allein die Herstellung verbraucht viel Energie. Hinzu kommen die Abgase, die die Luft verschmutzen. Das macht Kraftstoff nicht gerade umweltfreundlich. Es gibt allerdings ein paar Möglichkeiten, wie Sie trotz eines Verbrennerfahrzeugs bei der An- und Abreise das Klima durch umweltbewusstes Fahren schonen können: 

  • Fahrzeuggewicht reduzieren: Je leichter Ihr Fahrzeug ist, desto mehr Kraftstoff sparen Sie. Packen Sie also nur ein, was Sie wirklich benötigen. Den Rest können Sie vor Ort besorgen. Leeren Sie vor der Abfahrt den Schmutzwassertank und füllen Sie den Frischwassertank nur so weit wie nötig.
  • Vorausschauend fahren: Auch Ihr Fahrstil beeinflusst, wie viel Kraftstoff Sie verbrauchen. Besonders, wenn Sie eine Langstreckenfahrt geplant haben, sollten Sie auf der Autobahn fahren, um Ihr Fahrtempo möglichst konstant zu halten.
  • Klimaanlage bewusst einsetzen: Vermeiden Sie es, die Klimaanlage einzuschalten. Öffnen Sie lieber ein Fenster und genießen Sie den Fahrtwind, das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel.
  • Kraftstoff am Urlaubsort sparen: Wenn Sie an Ihrem Urlaubsort einen Ausflug machen möchten, müssen Sie nicht unbedingt das Wohnmobil nehmen. Oft kann man schon in der unmittelbaren Umgebung tolle Ausflüge zu Fuß unternehmen. Sie können auch Ihre Fahrräder mitnehmen oder vor Ort welche ausleihen. So sparen Sie sich sogar die Parkplatzsuche.

Mit dem E-Wohnmobil anreisen

Um Ihre Anreise noch nachhaltiger zu gestalten, bietet sich ein E-Wohnmobil an. Ein solches Fahrzeug stößt keine Abgase aus, sodass Sie sich keine Gedanken um das Gewicht oder Treibstoff machen müssen. Wenn Sie mit dem E-Wohnmobil anreisen, bauen Sie genügend Ladepausen ein, um nicht auf halber Strecke liegenzubleiben. Informieren Sie sich vor Ihrem Ausflug über Tankstellen und Campingplätze, an denen Sie das Wohnmobil laden können.

Campingplätze mit Ecolabel  –  So finden Sie umweltfreundliche Campingplätze

Ob Sie im Urlaub mit dem Wohnmobil nachhaltig campen können, hängt stark davon ab, welchen Campingplatz Sie wählen. Manche Plätze sind aufgrund eines hohen Ressourcenverbrauchs alles andere als umweltfreundlich. Es gibt mittlerweile allerdings immer mehr Campingplätze, die mit dem EU-Ecolabel oder dem Label der Initiative ECOCAMPING zertifiziert sind. Diese müssen über 20 Kriterien erfüllen, um dieses Label zu erhalten. Darunter zählen unter anderem der betriebliche Kohleausstieg, sowie die ausschließliche Nutzung von Ökostrom. Auch Einsparungspotenziale müssen genutzt werden, etwa durch LED-Beleuchtung oder wassersparende Duschköpfe sowie WC-Spülungen.

Sollte es Ihnen ein Campingplatz angetan haben, der nicht zertifiziert ist, können Sie anhand der folgenden Tipps herausfinden, wie umweltfreundlich er ist: 

  1. Energie- und Wasserversorgung: Erkundigen Sie sich, ob auf dem Campingplatz erneuerbare Energien genutzt werden und auf welche anderen energieeffizienten Maßnahmen die Betreiber Wert legen. Im Idealfall gibt es auch nachhaltige Lösungen zur Wiederaufbereitung von Abwasser.
  2. Abfallentsorgung: Wie wird der Müll auf dem Campingplatz entsorgt? Gibt es Recyclingmöglichkeiten? Werden die Gemeinschaftsräume mit umweltfreundlichen Produkten gereinigt? An diesen Punkten können Sie gut erkennen, wie ernst die Campingplatzbetreiber ihre Verantwortung für die Umwelt nehmen.
  3. Engagement für den Umweltschutz: Trifft der Platz nur die notwendigsten Maßnahmen zum Umweltschutz oder engagiert er sich aktiv dafür? Gibt es Informationsveranstaltungen, bei denen Campinggäste Tipps für einen ressourcenschonenden Urlaub bekommen? Vielleicht hat der Campingplatz auch Schutzzonen für die Tierwelt angelegt, etwa durch Insektenhotels oder Vogeltränken. 

Nachhaltiges Campen bedeutet Ressourcen schonen

Ein bewusster Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Wasser und Energie ist beim nachhaltigen Campen essenziell. Mit diesen einfachen Tipps gelingt Ihnen ein umweltschonender Campingausflug:

Wasser sparen

  • Wasserverbrauch verringern: Kurze Duschen schonen Ihren Wassertank. Lassen Sie beim Zähneputzen nicht das Wasser laufen, sondern nehmen Sie nur einen kleinen Schluck zum Ausspülen.
  • Wasserfilter nutzen: Besorgen Sie sich einen zuverlässigen Wasserfilter, um Wasser aus natürlichen Quellen aufzubereiten.
  • Regenwasser sammeln: Stellen Sie ein paar Eimer rund um Ihr Wohnmobil auf, um Regenwasser zu sammeln. Dieses können Sie zum Beispiel zum Geschirrspülen oder zum Putzen nutzen.
  • Wasser recyclen: Nutzen Sie das Wasser vom Eier- oder Nudelkochen zum groben Abspülen von Geschirr. So benötigen Sie später weniger frisches Wasser.
Hinweis: So viel Wasser verbraucht ein Mensch am Tag!

Der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Menschen liegt bei etwa 130 Litern am Tag. Da man sich beim Campen üblicherweise nur am Frischwassertank bedient, sind es hier etwa 20 Liter. Wird geduscht, kommen noch weitere 20 Liter hinzu. 

Energie sparen

  • Energiesparende Lichtquellen nutzen: Nutzen Sie LED-Lampen oder besorgen Sie sich spezielle Energiesparlampen, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.
  • Geräte sparsam einsetzen: Verwenden Sie Ihre elektronischen Geräte mit Bedacht und schalten Sie sie aus, wenn Sie sie nicht benötigen.
  • Auf erneuerbare Energien setzen: Inzwischen gibt es sogar für Handys und kleinere Elektrogeräte praktische tragbare Solar-Ladegeräte, die Sie zum Aufladen einfach nur für eine Weile in die Sonne legen müssen.
  • Klimaanlage vermeiden: Verwenden Sie die Klimaanlage des Wohnmobils nur in Notfällen. Suchen Sie möglichst nach einem Schattenplatz, damit das Fahrzeug beim Parken vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Für eine frische Brise im Wohnwagen können Sie einfach Türen und Fenster geöffnet halten.
  • Ressourcenschonend kochen: Wählen Sie einen Campingkocher mit einer hohen Energieeffizienz. Töpfe und Pfannen mit einer guten Wärmeleitfähigkeit helfen zusätzlich, die Kochzeit zu verkürzen. 

Müll vermeiden

  • Unverpackt einkaufen: Achten Sie darauf, Lebensmittel möglichst unverpackt zu kaufen. Das spart unnötigen Verpackungsmüll.
  • Mahlzeiten planen: Machen Sie sich schon vor dem Einkaufen Gedanken um Ihre Mahlzeiten. Wenn Sie nur kaufen, was Sie wirklich benötigen, verschwenden Sie weniger Lebensmittel.
  • Wiederverwendbare Ausrüstung nutzen: Nutzen Sie wieder verwendbares Geschirr, um weniger Müll zu produzieren. Campinggeschirr aus Edelstahl oder Bambus sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch äußerst langlebig. Greifen Sie auch auf wieder verwendbare Flaschen zurück, um Einwegplastikflaschen zu vermeiden.
  • Müll trennen: Trennen Sie Ihren Müll und entsorgen Sie ihn nach den gängigen Recyclingrichtlinien. Nehmen Sie Ihren Müll mit, falls es auf dem Rast- oder Campingplatz keine entsprechenden Recyclingmöglichkeiten gibt.
Tipp: Auf umweltschädliche Produkte verzichten

Achten Sie generell darauf, umweltschonende Produkte zu verwenden. Ein Stück Seife ist zum Beispiel viel umweltfreundlicher als eine Shampoo- oder Duschgelflasche. Auch für die Reinigung der Wohnmobil-Toilette sollten Sie auf Chemikalien verzichten. Für alles gibt es heutzutage Produktalternativen, auf die Sie zurückgreifen können und sollten.

Roboter im Haushalt – Osterputz mal ganz entspannt

Autor: Christiane Tietz
Veröffentlicht: 27.03.2024
Aktualisiert: 27.03.2024

Der Frühling liegt bereits in der Luft und Ostern steht vor der Tür, für Viele heißt das Frühjahrsputz im Haus oder in der Wohnung. Doch das bedeutet nicht, dass Sie die nächsten Tage mit Putzeimer und Lappen verbringen müssen. Von Staubsaugerrobotern bis hin zu autonomen Fensterputzern – die Technologie ist bereits sehr fortschrittlich und kann unsere Putzroutine in manchen Bereichen stark vereinfachen. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Rolle der Roboter im Haushalt und wie diese Ihnen beim Frühjahrsputz helfen können. Lassen Sie uns gemeinsam erkunden, wie diese kleinen Helfer unseren Alltag vereinfachen und uns mehr Zeit für die Dinge geben, die wirklich wichtig sind.

Technische Hilfe zu Hause: Übernehmen Roboter in Zukunft die Hausarbeit? iStock.com/miriam-doerr

Kochen, bügeln, Wäsche falten: Haushaltsroboter werden Alleskönner

Die Haushaltspflichten rauben nicht nur Zeit, sie bereiten den meisten auch keinen Spaß – da kommen die Smart-Home-Helfer wie gerufen. Während sie für Sauberkeit sorgen, bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Haushaltsroboter können sogar jene Zeit nutzen, die Ihnen nicht zur Verfügung steht: Mittels smarter Fernsteuerung können Sie den Boden wischen lassen, während Sie arbeiten. Oder Sie entspannen im Wintergarten während der Mähroboter Ihren Rasen trimmt. Die technische Entwicklung boomt und den Einsatzmöglichkeiten der smarten Helfer sind bald keine Grenzen mehr gesetzt. Während einige der High-Tech-Gadgets noch in den Kinderschuhen stecken, sind andere bereits leistungsstark einzusetzen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten unter den aktuellen Haushaltsrobotern vor.

Diese Haushaltsroboter sind bereits auf dem Markt
  • Staubsaugerroboter
  • Wischroboter
  • Fensterputzroboter
  • Mähroboter
  • Katzentoilettenroboter
  • Photovoltaik-Reinigungsroboter
  • Regenrinnenreinigungsroboter
  • Poolreinigungsroboter
  • Bügelroboter
  • Wäschefaltroboter
  • Koch- und Backroboter
  • Sicherheitsroboter
Staubsaugen leicht gemacht: Lassen Sie die Arbeit vom Saugroboter erledigen. iStock.comSouth_agency

Der Saugroboter

Zu den Lieblingen unter den Haushaltsrobotern gehört der Saugroboter. Kein Wunder, immerhin gewinnen Sie damit 52 Stunden im Jahr – so viel Zeit verbringt jeder nämlich durchschnittlich mit Staubsaugen. Das ermittelte Stiftung Warentest. Das Beste an den digitalen Heinzelmännchen ist übrigens, dass sie ihrer Aufgabe nie müde werden: Während Sie selbst vielleicht nur zwei- bis dreimal die Woche die Zeit fürs Saugen aufbringen können, steht Ihr Saugroboter täglich rund um die Uhr zu Ihren Diensten. Nur Ordnung müssen Sie selbst halten. Denn bewegliche Hindernisse wie Kleidung oder Kinderspielzeug können dazu führen, dass sich der Saugroboter unverrichteter Dinge ausschaltet. Doch hat er erstmal freie Fahrt, wird die Arbeit ohne Murren erledigt.

Dabei sind die meisten Saugroboter durchaus erschwinglich: Schon ab 100 Euro zieht er bei Ihnen ein. Ein leistungsstarkes Markenprodukt kann hingegen bis zu 1.000 Euro kosten, überzeugt dabei jedoch mit Effizienz. Um Strompreise müssen Sie sich nicht sorgen, mit nur durchschnittlich sechs Euro Energiekosten pro Jahr ist der Haushaltshelfer vergleichsweise sparsam.

Wichtig beim Kauf: Achten Sie auf die Akkulaufzeit und Aktionsradius. Haben Sie eine größere Wohnung, kann es sein, dass einem leistungsschwachen Saugroboter zwischendrin die Luft ausgeht. Auch die Größe ist entscheidend. Soll er unter dem Sofa saugen, sollte er auch flach genug dafür sein. Die Lautstärke kann ebenfalls zum Kaufkriterium werden – zumindest dann, wenn man auf Nachbarn und Ruhezeiten zu achten hat.

Er braucht etwas Aufsicht, ist sonst aber autark: der Wischroboter. iStock.comcarloscardetas

Der Wischroboter

Einige Wischroboter können nur trocken wischen, andere nur nass. Manche können beides. Dabei sind die Nasswischroboter echte Ressourcensparer: Im Gegensatz zum händischen Wischen verwenden sie Wasser und Reinigungsmittel vergleichsweise effizient. So ein Wischroboter ist auch um einiges gelenker, er kommt beispielsweise auch ohne Weiteres unters Bett. Wie beim Saugroboter müssen Sie jedoch auch hier im Vorfeld aufräumen.

Preislich bewegen sich die meisten Wischroboter zwischen 200 und 300 Euro – je mehr Funktionen Sie sich wünschen. Einige High-End-Modelle überzeugen mit einer ausgeklügelten Navigation und unterschiedlichen Reinigungsmodi. Der große Unterschied zum Saugroboter: Beim Wischen sollten Sie stets vor Ort sein, da Strom und Wasser immer eine gefährliche Kombination darstellen. Sie können währenddessen jedoch wichtigere Dinge tun als selbst zu schrubben.

Achten Sie beim Kauf eines Wischroboters vor allem auf die Größe des Wassertanks und die Akkuleistung, damit das Wischen auch wirklich in einem Rutsch geht und nicht durch lange Ladezeiten unterbrochen wird.

Größerer Aufwand, aber umso mehr Nutzen: Fensterputzroboter sind enorm effektiv, wenn es richtig anstrengend wird. iStock.comSinenkiy

Der Fensterputzroboter

Das Fensterputzen gilt neben dem Reinigen des Badezimmers bei vielen Umfragen als nervigste Tätigkeit in deutschen Haushalten. Der Fensterputzroboter leistet hierbei tatkräftig Unterstützung – und kann nicht nur Fenster streifenfrei reinigen, sondern auch Tischplatten oder Duschen. Er hält sich entweder durch ein Vakuum oder durch Magnete an der jeweiligen Oberfläche, eine Sicherheitsleine bewahrt den Roboter zusätzlich vor einem Absturz. Diese Leine muss im Vorfeld fest verankert werden. Aufwändig, aber wichtig: die permanente Stromzufuhr. Zwar gibt es für Notfälle einen Akku, die Hauptversorgung wird allerdings via Kabel gesichert. Dieses muss im Vorfeld verlegt werden. Der Mikrofaserlappen, mit dem gewischt wird, muss im Nachhinein zudem manuell entfernt und gewaschen werden. Auch ein Nachwischen der Scheiben ist teilweise nötig.

Sie sollten sich also im Vorfeld einer Anschaffung bewusstmachen, dass ein solches Gerät vergleichsweise viel Vor- und Nacharbeit erfordert. Daher eignet sich der Fensterputzroboter besonders für großflächige oder schwer erreichbare Scheiben – auch Ladenschaufenster können damit bequem gereinigt werden. Die unterschiedlichen Modelle kosten zwischen 200 und 700 Euro.

Der Held im Rasen: Ein Mähroboter spart Zeit und Nerven im idyllischen Grün. iStock.comJurgaR

Der Mähroboter

Auch im Garten ist das Roboterzeitalter längst angekommen. Der Mähroboter parkt in seiner Garage und ähnlich dem Saugroboter verrichtet er seine Arbeit nahezu selbständig. Ihre Aufgabe? Programmieren Sie seinen Einsatz ganz nach Ihren Wünschen. Und erfreuen Sie sich am gut getrimmten Rasen, während Sie im Garten relaxen. Pluspunkt: Der smarte Mähroboter ist sehr rasenfreundlich.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Motormähern schneiden Mähroboter nur kurze Stücke von den Halmen und lassen sie als Dünger liegen. Das sogenannte Mulchen fördert die Artenvielfalt und verhindert die Verfilzung des Rasens.

Das Begrenzungskabel gibt dem Mähroboter sein Operationsgebiet vor. Dieses erstreckt sich von der Ladestation im Uhrzeigersinn. Nach einigen Wochen ist das Kabel eingewachsen und fast nicht mehr zu sehen – Sie sollten allerdings dennoch daran denken, wenn Sie mit Hacke und Spaten im Garten selbst Hand anlegen. Wesentlich teurer sind Mähroboter mit GPS-Funktion: Sie erkennen die Rasenkante selbst. Das ist die intelligenteste Lösung. Mit einem „Global Positioning System“ orientiert sich der Mähroboter selbständig auf Ihrer Rasenfläche.

Ein Mähroboter beginnt ab circa 300 Euro. Dabei sollten Sie beim Kauf abwägen, ob Sie in ein Discounter-Modell wählen oder sich für ein etabliertes Markenprodukt ab circa 700 Euro entscheiden. Letzteres hat den Vorteil, dass Ersatzteile auch noch Jahre später lieferbar sind. Bedenken Sie vor dem Kauf auch noch eventuelle Zusatzkosten wie eine Garage, den Installationsservice oder individuelles Zubehör wie Versiegelungssprays, Gleitplatten oder GPS-Tracker. Für den Mähroboter gibt es viele Zusatzfunktionen – die meisten von ihnen entfalten ihren Nutzen jedoch erst ab einer Rasenfläche von 200 Quadratmetern. Die Stromkosten belaufen sich dabei auf 10 bis 30 Euro pro Jahr.

Kosten für einen Haushaltsroboter im Überblick

  • Der Saugroboter: Günstige Modelle werden bereits für 100 Euro angeboten. Wer jedoch die volle Leistung will, sollte circa 1.000 Euro investieren.
  • Der Wischroboter: Die meisten Modelle liegen preislich zwischen 200 und 300 Euro.
  • Der Fensterputzroboter: Zwischen 200 und 700 Euro sind diese Roboter zu haben.
  • Der Mähroboter: Mähroboter sind bereits ab 300 Euro zu haben. Die Discounter-Modelle haben jedoch oft Einschränkungen in ihren Funktionen. Ein etabliertes Markenmodell kostet circa 700 Euro.

Finanzierung: Sollten Sie von Ihrem zukünftigen Haushaltshelfer auch wirklich etwas haben wollen, lohnt sich eine höhere Investition. Diese lässt sich ganz bequem mit unserem Sofortkredit mit finanziellem Spielraum ermöglichen.

Wichtig: nicht alle Roboter sind smarte Haushaltshelfer

Von smarten Zusatzfunktionen spricht man immer dann, wenn die Haushaltshelfer internetfähig sind und über eine App via Smartphone, Tablet oder Sprachbefehle gesteuert werden können. Roboter ohne Smart-Funktion unterstützen zwar ebenso tatkräftig im Haushalt, müssen allerdings händisch ein- und ausgeschaltet werden. Der Vorteil von smarten Robotern besteht also darin, dass Sie diese Geräte von überall individuell programmieren und überwachen können. Smarte Roboter benötigen dazu sowohl ein Funkmodul als auch ein sogenanntes Gateway, eine Steuerzentrale. Da solche Roboter über Sensoren ihre zu bearbeitenden Flächen kartographieren, können sie die Arbeit entsprechend schneller erledigen als ihre nicht smarten Kollegen.

Das können smarte Roboter im Haushalt:
  • Programmierung nach Tag und Uhrzeit
  • Starten und Pausieren des Haushaltsroboters von außerhalb
  • Festlegung der Bereiche, die der Roboter reinigen soll
  • Anzeige des aktuellen Status: Ist das Gerät in Aktion, ist die Arbeit abgeschlossen oder wird der Akku aufgeladen?

Die Zukunftsvision der Haushaltsrobotik

Schon jetzt arbeiten Mensch und Roboter eng zusammen. Im Haushalt muss der Mensch jedoch noch immer Rücksicht auf die Maschine nehmen. In der Industrie hingegen lernen die helfenden Roboter vorsichtig zu sein: Sie messen Sicherheitsabstände, reagieren auf Berührung und passen sich dem individuellen Tempo ihres menschlichen Kollegen an. Diese Art von Intelligenz soll künftig auch in Haushaltsrobotern zu finden sein.

Noch besser: Sie sollen selbst erlernen, welches Verhalten im Haushalt angebracht ist. So könnten sie Familienmitglieder an ihren Stimmen und Gesichtern erkennen. Und auch das Lesen von grundlegenden Emotionen und das Erkennen unserer Gewohnheitsmuster wäre denkbar. Das wäre auch der erste Schritt hin zum Multitasking-Roboter. Bislang üben sie im Wesentlichen eine Funktion aus. Ein Saugroboter saugt, ein Wischroboter wischt. Zukünftig soll ein Roboter auch den Müll rausbringen, dem Kind eine Gutenachtgeschichte vorlesen oder mit dem Hund Gassi gehen. Das ist derzeit zwar noch Zukunftsmusik, wenn es jedoch soweit ist, wird es unseren Alltag enorm verändern.

Lohnt sich eine Anschaffung?

Haben die Haushaltsroboter freie Fahrt, bieten sie eine Entlastung von ungeliebten Pflichten. Bei Hindernissen leidet dann unter Umständen die Arbeitsqualität. Saugroboter sind beispielsweise für Hochflorteppiche ungeeignet und reinigen nur Hartböden zufriedenstellend. Mähroboter weichen nicht automatisch Hindernissen aus – hier kann es für kleine Tiere wie Igel und Co. schnell gefährlich werden.

Die durchschnittlichen Preise intelligenter Haushaltshelfer sind in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich gefallen. Die Preise für Mähroboter sind beispielsweise deutlich gesunken. Die Technik ist auf dem Vormarsch und wer jetzt in ein technisch ausgereiftes System investiert, profitiert davon auf Dauer. Vor dem Kauf sollten Sie sich jedoch intensiv damit beschäftigen, in welchem Umfang Sie den Haushaltsroboter nutzen wollen. Soll er Ihnen vollwertig zur Verfügung stehen, sollten Sie nicht am falschen Ende sparen.

Diese Must-Haves brauchen frischgebackene Eltern für ihr Baby

Autor: Laura Seliger
Veröffentlicht: 21.03.2024
Aktualisiert: 21.03.2024

Die Kinderwiege mit Smartphone-Steuerung, das Babybett, das ein fahrendes Auto imitiert, eine Schlafunterlage, die Babys Schlaf per App überwacht: Babyartikel boomen und die Hersteller bringen jährlich neues Zubehör auf den Markt. Für Eltern ist es schwer zu entscheiden, welche Artikel sinnvoll sind und welche ihnen vor allem das Geld aus der Tasche ziehen. Lesen Sie hier, was Ihr Baby zum Start ins Leben wirklich braucht.

Glückliche Mama hält Baby auf dem Arm.
Babyglück genießen mit unseren Must-Haves für frischgebackene Eltern. iStock.com/Stigur Mar Karlsson Heimsmyndir

Der Kinderwagen: Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Um die Anschaffung eines Kinderwagens kommt man nicht herum. Trotz Babytrage oder Wickeltuch – ein Kinderwagen ist die praktischste Transportvariante: Beim Einkaufen, für längere Wege, fürs ungestörte Nickerchen, als Begleiter beim Joggen oder auf Reisen. Ihren Kinderwagen werden Sie häufig nutzen.

Der Markt bietet zahlreiche Kinderwagenvarianten. Dreirädrige Jogger, schicke Nostalgie-Modelle, wendige Citybuggys oder Kombi-Kinderwagen mit zahlreichen Umbaufunktionen. Aber welcher ist nun der Richtige? Eins vorab: Den perfekten Kinderwagen gibt es nicht. Der optimale Kinderwagen ist aber einer, der viele Bedürfnisse von Eltern und Baby gleichzeitig erfüllt. Und dieser findet sich mit etwas Geduld und der Bereitschaft, Kompromisse einzugehen auf jeden Fall. Sie wollen beispielsweise viel Platz für Ihr Kind, den Kinderwagen aber auch häufig im Auto und im Urlaub nutzen? Die Kinderwagen mit großer Wanne schließen üblicherweise ein kleines Packmaß aus. Hier müssen Sie also abwägen, was für Sie wichtiger ist.

Eine schwangere Frau begutachtet im Fachgeschäft einen Kinderwagen.
Den richtigen Kinderwagen zu finden erfordert Zeit – Recherche zahlt sich aus. istock.com/M_a_y_a

6 Fragen, die Sie vor dem Kauf eines Kinderwagens klären sollten

Der Kinderwagen ist eine teure Anschaffung und macht einen Großteil des Budgets der Erstausstattung aus. Überlegen Sie vor dem Kauf daher sorgfältig, welche Anforderungen Ihr Kinderwagen erfüllen muss. Die folgenden sechs Fragen helfen Ihnen bei der Entscheidung.

1. Auto oder öffentliche Verkehrsmittel: Wie sind Sie unterwegs?

Wer einen Transporter als Familienauto benutzt, der schiebt seinen Kinderwagen einfach komplett in das Auto. Alle anderen aber müssen darauf achten, dass der Kinderwagen nur ein geringes Packmaß hat und sich wirklich leicht und schnell zusammenklappen lässt. Schiebestange einfahren, Babyschale abbauen und das Zusammenklappen des Gestells – das sollte mit wenigen Handgriffen machbar sein.

Ansonsten kann es gerade mit kleinen Babys an Bord schnell stressig werden, wenn man beispielsweise eilig zum Einkaufen fahren oder schnell mal Oma und Opa besuchen möchte. Dann sollte der Kinderwagen mit wenigen Handgriffen im Auto verstaut werden können. Große Nostalgie-Kinderwagen eignen sich hierzu beispielsweise gar nicht. Auch die meisten Jogger sind zu sperrig. Kompakte Kombi-Kinderwagen oder Buggys lassen sich hingegen meist einfacher verstauen. Manche Modelle bieten auch einen integrierten Babyautositz, der problemlos vom Kinderwagen ins Auto wechselt. Tipp: Sehen Sie sich mehrere Modelle an und probieren Sie deren Funktionalität am besten selbst ausLassen Sie sich dazu in einem Fachmarkt beraten.

Sie sind häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs? Dann sollte der Kinderwagen vor allem wendig und leichtgängig sein. In Bus und S-Bahn ist meist nicht viel Platz. Manche Modelle sind extra schmal konstruiert. Sie finden auch in vollbesetzten Bussen Platz und lassen sich mit nur einer Hand leicht manövrieren. Außerdem sind sie relativ leicht, was den Einstieg in Bus und Bahn erleichtert.

2. Asphalt oder Waldweg: Wo sind Sie vorwiegend unterwegs?

Der Untergrund entscheidet über die Wahl der Räder: Gummiräder sind besonders komfortabel für unebene Untergründe wie steinige Wege oder Grünflächen. Achten Sie auch auf feststellbare Vorderräder. Ansonsten kommen Sie bei Matsch und Schnee nur schlecht voran. Kleine Räder sind sehr wendig und ideal für die Stadt. Auf ebenmäßigen Wegen lassen sie sich leichtgängig schieben. Eine durchgängige Schiebestange – auch in der späteren Buggy-Version – ist sehr hilfreich, um mit nur einer Hand schieben zu können.

3. Wo wird der Kinderwagen abgestellt?

Kommt der Kinderwagen in die Garage oder die Treppe hinunter in den Keller? Muss er vielleicht Treppen rauf in die Wohnung getragen werden? Gibt es einen Aufzug? Solange der Kinderwagen häufig eine Treppe hoch- und runtergeschleppt werden muss, sollten Sie vor allem auf ein geringes Gewicht achten. Wenn Sie nicht den ganzen Wagen, sondern nur die Babyschale transportieren möchten, sollten Sie hier auf eine besonders stabile und leicht zu tragende Variante achten.

4. Möchten Sie mit dem Kinderwagen verreisen?

Der richtige Kinderwagen entscheidet maßgeblich darüber, wie entspannt Ihr Urlaub wird. Mit Baby hat man meist viel mehr Gepäck im Koffer. Ein reisetauglicher und hochwertig verarbeiteter Kinderwagen macht hier einen großen Unterschied. Er besteht idealerweise aus Aluminium und wiegt nicht mehr als 12 Kilogramm. Außerdem muss er durch Zug- und Restauranttüren passen, darf im vollen Bus nicht zu viel Platz wegnehmen und sollte zusammengeklappt mühelos in jedem Kofferraum verstaut werden können. Buggys sind hier in der Regel große Platzsparer, aber selbst Kombi-Kinderwagen müssen nicht mehr als 60 Zentimeter breit sein. Da die meisten Türen mindestens 80 Zentimeter Breite messen, sollten Sie damit gut durch den Urlaub kommen.

Eine feste Babywanne ist nicht nur auf Reisen empfehlenswert. Sie bietet Babys mehr Platz und gute Belüftung, wenn sie lange darin herumgefahren werden. Weil Sie die Wanne auf Reisen auch öfter aus dem Gestell nehmen und vielleicht auch ein Stück tragen müssen, sollte sie so leicht wie möglich sein und bequeme Tragegriffe haben.

Das Verdeck und die Bespannung sind für Outdoor-Aktivitäten besonders wichtig: Sie sollten daher sowohl farbecht sein als auch vor UV-Strahlung schützen. Ideal ist ein möglichst hoher Lichtschutzfaktor und ein UV-Schutz 50. Das Verdeck muss außerdem groß genug sein, damit Ihr Kind vollständig vor Sonneneinstrahlung geschützt wird. Mit einem Kinderwagen mit Schwenkschieber als Verdeck reagieren Sie zudem noch flexibler auf Sonne oder Wind – der umständliche Ansteck-Sonnenschirm wird damit überflüssig.

Falls Sie mit dem Flugzeug verreisen, kann er einfach über die Schulter gehängt und ins Flugzeug getragen werden. Beim Fliegen wird der Wagen als zusätzliches, frei zu beförderndes Gepäckstück behandelt und kann einfach am Check-in abgegeben werden. Beim Aussteigen bekommen Sie ihn dann entweder direkt zurück oder er wartet an der Gepäckausgabe auf Sie – das hängt vom Flughafen und der Fluggesellschaft ab. Der Kinderwagen sollte am besten in eine robuste Tasche verpackt oder in Folie gewickelt werden, um Beschädigungen während des Transports zu vermeiden.

Es gibt Kinderwagen, die lassen sich so zusammenklappen, dass sie mit einem Gurt über der Schulter getragen werden können – und sogar als Handgepäck durchgehen. Im Idealfall ist Ihr Modell ein Allrounder: Autositz, Babyschale und Wagen zugleich. Das erspart im Urlaub unnötiges Gepäck. Er sollte sich dabei sowohl für Neugeborene als auch für Kleinkinder eignen und eine Liegeposition in der Buggyversion ermöglichen.

5. Secondhand: Ist ein gebrauchter Kinderwagen so gut wie neu?

Bei der Babyausstattung setzen viele Eltern auf Ausrüstungsgegenstände aus dem Secondhand-Laden: vom Strampler bis zum Wickeltisch. Das ist nicht nur günstiger. Es entspricht auch dem Gedanken von Nachhaltigkeit. Warum also nicht auch einen Kinderwagen aus zweiter Hand kaufen?

Einen Secondhand-Kinderwagen sollten Sie vor dem Kauf genau begutachten und auf Mängel untersuchen. Gibt es rostige Stellen? Haben die Reifen noch ausreichend Profil? Funktioniert die Federung? Außerdem ist wichtig, wie der Wagen gelagert wurde und ob es Anzeichen von Schimmel gibt. Es empfiehlt sich vor allem eine gängige Marke zu wählen. Dafür finden Sie nämlich noch ausreichend Ersatzteile, sodass kleine Mängel oder Schönheitsfehlern direkt behoben werden können.

Ein gebrauchter Kinderwagen überzeugt vor allem auch in puncto Schadstoffbelastung. Denn man kann davon ausgehen, dass viele eventuell vorhandene Schadstoffe schon herausgewaschen oder ausgedünstet sind.

6. Design oder Praktikabilität: Was ist Ihnen wichtig?

Schöne Retro-Modelle im Nostalgie-Look bestechen durch ihr Design, bieten dem Baby viel Platz und sind durch Soft-Gelenkfederung komfortabel gefedert. Sie sind allerdings oftmals groß und durch meist starre Räder wenig wendig. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist oder sich in der überlaufenen Stadt bewegt, sollte lieber auf moderne Kombi-Modelle setzen. Viele Hersteller bieten ein modernes Design, das mit einer komfortablen Handhabung kombiniert wird.

Eltern bauen ein Kinderbett auf.
Babybetten können selbstständig auf- und umgebaut werden. iStock.com/AleksandarNakic

Für ruhige Nächte: Das richtige Babybett

Unruhige Nächte, kaum Schlaf – darunter leiden viele junge Eltern. Babys schlafen viel. Aber im Gegensatz zu Erwachsenen machen sie tagsüber vorwiegend immer mal wieder ein Nickerchen und wachen dafür nachts des Öfteren auf.

Wird nachts gestillt, ist ein sogenanntes Beistellbett sehr praktisch. Es ist zum Elternbett hin geöffnet und schließt nahtlos an die Elternmatratze. Das Baby wird zum Stillen einfach herübergezogen. Mama und Kind können viel schneller wieder einschlafen, da die Position nicht verändert wird. Davon profitiert auch der Papa. Alle liegen im eigenen Bett und werden nicht gestört. Zusätzlich bietet die körperliche Nähe zu den Eltern dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die vom Baby wahrgenommenen Atemgeräusche der Eltern wirken besonders beruhigend auf den Nachwuchs und fördern den Schlaf.

Anstelle eines speziellen Beistellbettes können Sie allerdings auch ein klassisches Kinderbett kaufen und eine Seite geöffnet lassen. Das können Sie dann später wieder komplettieren und verwenden, wenn das Kind besser durchschläft und das eigene Kinderzimmer bezieht. Ein normales Kinderbett lässt sich allerdings meist nicht in der Höhe verstellen und somit optimal ans Elternbett anpassen. Die Liegefläche des Elternbetts sollte dabei genau dieselbe Höhe haben wie das Beistellbett, damit das Kind nicht durch rasche Bewegungen herunterfällt. Achten Sie zudem darauf, ob sich das Beistellbett auch ohne Partner schnell, einfach und sicher fixieren lässt. Damit dies gelingt, ist eine flexible Höhenverstellbarkeit das A und O. Verbindungsstücke, die das Beistellbett mit dem Elternbett verbinden, gibt es im Fachhandel. Achten Sie beim Beistellbett der Marke „Eigenbau“ darauf, dass keine große Lücke zum Elternbett entsteht.

Viele Eltern nutzen das Babybett wie einen Laufstall: als einen flexiblen und sicheren Aufbewahrungsort, der durch Rollen beliebig in der Wohnung positioniert werden kann. Das Baby kann dann ungestört überall schlafen oder gefüttert werden. Unser Tipp: Rollen lassen sich ganz einfach an fast jedes Kinderbett anbringen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Rollen festgestellt werden können, damit das Bettchen stabil und sicher steht!

Das Babybett ist ein wahrer Allrounder und ein echtes Must-Have für Eltern. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf schadstofffreie, möglichst natürliche Materialien. Das gilt natürlich auch bei der Anschaffung einer Babywiege oder einem Babykörbchen.

Mutter und Baby im Babyautositz fahren mit dem Auto.
Für hohe Sicherheit sorgt der richtige Autositz. iStock.com/Halfpoint

Baby an Bord: Der richtige Kindersitz für Auto und Fahrrad

Babyschwimmen, Arzttermine, Besuch bei den Großeltern – ein Baby hält einen nicht nur zu Hause auf Trab. Wer eher in ländlichen Regionen wohnt, ist somit oft mit dem Auto unterwegs. Der Autokindersitz ist damit für Eltern mit Auto ein absolutes Must-Have. Auch hier ist die Auswahl riesig. Kriterien für die Auswahl sind unter anderem: Gewichtsklasse, Prüfzeichen, Befestigungsart und einige wichtige Extras.

Unabhängig von der Normgruppe des Kindersitzes sollte beim Kauf unbedingt das ECE-Prüfsiegel beachtet werden! Das informiert über die passende Fahrzeuggruppe, die Gewichtsklasse des Babys und das Genehmigungsland. Beispielsweise sind sogenannte i-Size-Sitze nur für Fahrzeuge mit Isofix-System geeignet. In der Fahrzeugtypenliste, die meist vom Hersteller der Babysitze freigegeben wird, können Sie nachlesen, ob der i-Size-Sitz zu Ihrem Fahrzeugmodell passt.

Und was gibt’s noch zu beachten? Der Kindersitz ist für jede Autofahrt unverzichtbar und kann mit passendem Zubehör aufgewertet werden. So hält auf längeren Fahrten in kalten Jahreszeiten ein Fußsack warm. Im Sommer schützt ein passender Sonnenschutz. Und weil Babys und Kinder auf längeren Autofahrten gerne schlafen, ist ein Nackenhörnchen als Kopfstütze die perfekte Ergänzung.

Aber auch beim Fahrradfahren kann der Nachwuchs schon früh mit dabei sein. Ihr Baby kann in einem speziellen Sitz für Fahrradanhänger mitfahren. Dabei ist auf eine ergonomische Liegeposition zu achten, denn diese ist selbst für die empfindliche Wirbelsäule der Kleinsten ideal. Der Babysitz sollte an mehreren Punkten am Rahmen des Anhängers abgespannt werden – das ist nicht nur super stabil, sondern federt zusätzlich Stöße ab. So liegt Ihr Baby quasi frei schwebend, wie in einer stabilen Babyhängematte, im Kinderanhänger. Hier gilt ebenfalls: Denken Sie daran, öfter mal eine Pause einzuplanen. Denn genau wie bei Autofahrten in Babyschalen gilt auch beim Fahrradanhänger mit Babysitz: Nicht zu lange am Stück fahren. Die Rücken- und Bauchmuskulatur Ihres Babys ist noch nicht kräftig für lange Fahrten und braucht regelmäßige Entlastung.

Wichtige Infos zu den 5 ECE-Normgruppen

Die fünf ECE-Normgruppen sind die international geltenden Standards für Kinderautositze. Diese richten sich nach dem Gewicht (Vorsicht, nicht nach dem Alter!) des Kindes. Normgruppe 0 ist für die Kleinsten mit einem Gewicht von 0 bis 10 Kilogramm vorgesehen. Die Erweiterung dieser Gruppe ist die Klasse 0+, welche für Babys zu einem Gewicht von 13 Kilogramm genutzt werden kann. In diesen zwei Klassen werden nur Babyschalen verwendet, wobei die Ausrichtung bzw. Position des Autositzes immer nach der Empfehlung des Herstellers erfolgen muss. Vorgeschrieben ist meist, den Sitz entgegen der Fahrtrichtung zu befestigen. Wiegen die Babys nach etwa zwölf Monaten mehr als 13 Kilogramm, sind Sitze der Normgruppe 1 zu wählen. Auch hier sind viele Sitze noch so geformt, dass das Baby bequem während der Autofahrt liegen kann und der Rücken dabei geschont wird.

Während die Normgruppen 0, 0+ und 1 nur Modelle anbieten, die genau für die Gewichtsklasse des Babys bestimmt sind, können „mitwachsende“ Modelle ab der Normgruppe 2 ausgesucht werden. Diese passen sich aufgrund ihrer Konstruktion dem wachsenden Kind an, das mittels 3-Punkt-Gurt angeschnallt wird und können so länger verwendet werden.

Papa wickelt sein Baby auf einem Wickeltisch.
Der Wickeltisch schont den Rücken und bietet Komfort. shutterstock.com/petrunjela

Einfach gewickelt auf dem passenden Wickeltisch

Wickeln stärkt das Vertrauen zwischen Eltern und Kind. Ein fester Platz schafft Nähe. Durch den gewohnten Platz wird eine Routine entwickelt, die dem Kind Geborgenheit vermittelt. Der Wickeltisch ist somit das nächste Must-Have für frischgebackene Eltern. Und der richtige Wickeltisch kann den Alltag mit dem Baby deutlich erleichtern.

Zunächst sollten Sie darauf achten, dass die Wickelfläche des Tisches groß genug ist. Liegt der kleine Liebling am Anfang noch ruhig auf dem Rücken, versucht er schon bald die erste Drehung auf den Bauch. Einige Babys können sich schon mit drei Monaten vom Bauch auf den Rücken drehen. Genug Platz bedeutet beim Wickeltisch also neben Komfort auch Sicherheit. Eine Absturzsicherung ist dennoch wichtig: Je höher die seitlichen Stützen am Kopfteil sind, desto besser. Doch Vorsicht: Lassen Sie trotz der Sicherungen Ihr Baby niemals unbeaufsichtigt auf der Wickelkommode. Abnehmbare Sicherungen sind besonders praktisch. So kann die Wickelkommode zu einer normalen Kommode fürs Kinderzimmer umgebaut werden.

Viel Platz ist auch in Bezug auf den Stauraum für alle Utensilien rund ums Wickeln empfehlenswert. Hier gilt: Viel Platz hilft viel! Nichts ist unpraktischer als beim Wickeln plötzlich zu merken, dass neue Windeln erst aus dem nächsten Zimmer geholt werden müssen. Schubkästen unter der Liegefläche oder offene Fächer schaffen hier Abhilfe. Pflegecreme, Schnuller und Feuchttücher sollten jederzeit griffbereit auf dem Wickeltisch liegen. So haben Sie immer eine Hand am Kind und können auch einhändig alles erreichen.

Schonen Sie Ihren Rücken! Achten Sie darauf, dass der Wickeltisch ausreichend hoch ist. Eine niedrige Wickeltischhöhe beträgt hierbei ca. 85 bis 88 Zentimeter, eine hohe für größere Personen zwischen 90 und 95 Zentimeter.

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es ein breites Angebot an Ausstattung für das Baby. Neben den vorgestellten Basics hat natürlich jeder seine eigenen, ganz individuellen Bedürfnisse und Wünsche in Sachen Ausrüstung für das Neugeborene. Ist es nicht das erste Kind sind einige der Gegenstände sogar bereits vorhanden und können wiederverwendet werden. Am besten geeignet sind genau die Dinge, welche sich für Sie persönlich am nützlichsten erweisen oder am sinnvollsten erscheinen.

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Kostengünstig und mit einfachen Mitteln renovieren – egal ob Mieter oder Eigentümer

Autor: Judith Müller
Veröffentlicht: 14.03.2024
Aktualisiert: 14.03.2024

Auch Wohnungen und Häuser kommen irgendwann in die Jahre. Die Badfliesen spiegeln den Zeitgeist der 80er Jahre wider. Die Küche ist abgenutzt, die Silikonfugen grau und die Tapete ist von anno dazumal. Zeit für eine Renovierung! Oft reichen auch schon kleine Veränderungen, um dem eigenen Zuhause einen frischen Look zu verpassen. Mit unseren Tipps und ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie viele Arbeiten einfach selbst übernehmen. Doch darf in der Mietwohnung einfach ein neuer Boden verlegt oder im Bad ein neuer Waschtisch angebracht werden? Auch dieser Frage gehen wir in unserem Blogartikel rund um das Thema Renovierung nach.

Eine Frau ist im Schlafzimmer und richtet eine Vase
Wir zeigen, wie Sie Ihre Wohnung mit einfachen Mitteln in ein stimmungsvolles Zuhause verwandeln. iStock.com/RossHelen

Frischer Look dank neuer Wandfarbe und modernen Tapeten

Mit neuer Farbe oder Tapete lassen sich schnell und einfach neue Akzente setzen. Dafür muss nicht gleich die ganze Wohnung gestrichen werden. Oftmals reicht es bereits aus, wenn einzelne Wände einen neuen Anstrich bekommen. Besonders bei offenen Grundrissen oder in Einraumwohnungen können so einzelne Wohnbereiche optisch voneinander getrennt werden. Auch eine auffällige Tapete an nur einer Zimmerwand sorgt im Handumdrehen für frischen Wind. Die Auswahl bei Material und Motiv ist riesig. Online oder im Baumarkt wird man hier schnell fündig. Für Mietwohnungen gilt: Der Vermieter kann bei Auszug verlangen, dass alles wieder in den ursprünglichen Zustand gesetzt wird.

Zusätzliche Lichtschalter und Verkabelungen

Die richtige Beleuchtung macht viel des eigentlichen Wohnambientes aus. Helles Licht am Schreibtisch, gemütliches Licht im Wohnzimmerbereich. Bestenfalls kann man zwischen funktionaler und stimmungsvoller Beleuchtung wählen. Oftmals ist die Steckdose nicht an der richtigen Stelle oder Lichtschalter fehlen da, wo man sie eigentlich braucht. In Sachen Elektrik lässt sich einiges optimieren. Die einfachste und günstigste Variante: Das Stromkabel wird sichtbar auf der Wand verlegt. Eleganter ist die Verlegung der Kabel unter Putz. In Mietobjekten muss dies der Vermieter aber vorab genehmigen. Und Vorsicht: Die Arbeiten an der Elektrik sollte unbedingt immer ein Fachmann übernehmen. Bei älteren Häusern und Wohnungen kann dieser am besten einschätzen, ob mit einer Überlastung des gesamten hausinternen Stromnetzes zu rechnen ist.

Parkett statt Teppichboden

Ein neuer Bodenbelag erzielt mitunter den größten Wow-Effekt. Sogenanntes Klick-Laminat wird schwimmend, also nicht fest mit dem Untergrund verbunden, verlegt und kann jederzeit wieder rückgebaut werden. Auf eine ausreichende Trittschalldämpfung sollte man aber besonders in Mietshäusern achten, damit die Nachbarn unterhalb der eigenen Wohnung nicht bei jedem Ihrer Schritte gestört werden. Hochwertiger und langlebiger als das Klick-Laminat ist natürliches Echtholz-Parkett, das ebenfalls schwimmend verlegt werden kann. Will man doch irgendwann wieder einen anderen Fußboden verlegen oder muss bei einem Auszug den ursprünglichen Bodenbelag wiederherstellen, ist es ebenfalls schnell entfernt. So ist man bei der Wohnraumgestaltung maximal flexibel.

Aus eins mach zwei – Zwischenwände einziehen

Raumtrennung oder begehbarer Kleiderschrank – große Zimmer können mit Zwischenwänden neugestaltet werden. Eine Trockenbauwand aus Metallständern und Gipskartonplatten ist relativ schnell gebaut. Das bekommen auch handwerklich begabte Laien mit ein wenig Übung hin. Zusätzliche Wände können allerdings die Lüftung der Wohnung beeinflussen. Damit Sie in Mietwohnungen nicht für mögliche Feuchtigkeitsschäden haftbar gemacht werden können, müssen Sie die Zwischenwand vom Vermieter bewilligen lassen und sollten gegebenenfalls den Rat eines Fachmanns einholen. Zur Not kann die Zwischenwand im Falle eines Auszugs auch wieder zurück gebaut werden.

Welche Renovierungsarbeiten muss der Vermieter genehmigen?

Grundsätzlich gilt: Renovierungsarbeiten, die keine baulichen Veränderungen darstellen, bedürfen nicht der Zustimmung des Vermieters. Darunter fallen alle Verschönerungsaktionen, die problemlos rückgängig gemacht werden können. Tapezieren, Malern oder Bilder aufhängen – alles kein Problem. Will man eine Trennwand einziehen oder neue Sanitäranlagen installieren, geht das hingegen nur mit dem Einverständnis des Vermieters. Auch alles, was fest eingebaut ist, darf ohne OK des Vermieters nicht entfernt werden. Selbst, wenn Dielen oder Parkett beschädigt oder unansehnlich geworden sind.

Küche im neuen Look – so einfach geht‘s

Die Küche erstrahlt mit neuen Fronten im neuen Glanz. Wer Geld sparen will, gibt den Fronten mit Klebefolien einen neuen Look oder streicht sie einfach. Selbst eine neue Struktur kann mittlerweile aufgemalert werden. Neue Türgriffe, der Austausch der Arbeitsplatte oder auch Nischenpaneele sorgen ebenfalls schnell für frischen Wind in der Küche. Auch kleine Veränderungen machen viel aus: Etwa ein neuer Lampenschirm, der die Küche in ein wärmeres Licht taucht. Für Mieter gilt: Gehört die Küche dem Vermieter, muss er den Umbaumaßnahmen zustimmen.

Fliesen – Hier können Sie kreativ sein

Wer neu Fliesen will, muss genau planen. Große Fliesen vergrößern optisch den Raum, ein strukturiertes Fliesenraster lässt einen kleinen Raum ruhiger wirken. Wird im Zuge der Renovierung auch die Elektrik erneuert, muss der Elektriker beispielsweise die Höhe der Steckdosen an das Fliesenmaß anpassen. Ein Job, den man für ein optimales Ergebnis und aus Sicherheitsgründen unbedingt dem Profi überlassen sollte.

Wer nicht so viel investieren möchte: Fliesenfolie ist die günstige Alternative zur Fliesenerneuerung in Bad und Küche. Außerhalb des Nassbereichs können Fliesen auch einfach übertapeziert werden. Unansehnlichen Fugen kann man mit Klarspüler und Zahnbürste zu Leibe rücken. Die Verwendung von „Fugen-Frisch-Farbe“ ist eine weitere Alternative, die Mieter allerdings mit ihrem Vermieter absprechen müssen.

Alte Silikonfugen erneuern

Graue, brüchige Silikonfugen sehen unansehnlich aus. Dringt durch die gerissenen Fugen Wasser, kann sich zusätzlich Schimmel bilden. Und so gehört normalerweise zur „Instandhaltung der Mietsache“ auch das Erneuern der Silikonfugen. Im Mietvertrag ist geregelt, wer für den Austausch der Fugen verantwortlich ist. Steht dazu nichts im Mietvertrag, können Sie davon ausgehen, dass undichte Silikonfugen nicht zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören. Da sie kein „dem Mieter zugänglicher Installationsgegenstand für Wasser“ darstellen, muss sich der Vermieter um die Fugenerneuerung kümmern.

Der wohl einfachste Deko-Tipp? Weniger ist manchmal mehr. iStock.com/svetikd

Dekoration – setzt Ihren Räumen die Krone auf

Der wohl einfachste Deko-Tipp? Weniger ist manchmal mehr. Stimmen Sie Ihre Dekoration auf die Farben Ihrer Zimmer ab. Meist dominieren nämlich nur ein oder zwei Töne einen Raum. Diese sollten Sie aufgreifen. So wirkt alles wie aus einem Guss und gleichzeitig nicht gekünstelt. In unserem Beispiel sind die Grundtöne des Raumes Grün und Weiß. Dekoartikel in Naturtönen setzen zusätzlich Akzente und verleihen dem Raum Wärme. Unser Tipp: Indirektes Licht durch Kerzen oder Tischlampen verleiht jedem Raum eine persönliche Note, ohne dass man dafür viel Geld ausgeben muss. Und wenn es doch die Designer-Couch oder ein hochwertiger Teppich sein soll: Unser Sofortkredit mit finanziellem Spielraum ist nicht zweckgebunden und kann auch einfach für neue Wohnmöbel und Accessoires eingesetzt werden.

Studentenjob & BAföG: So holen Sie finanziell das meiste raus

Autor: Florian Heuschmid
Veröffentlicht: 07.03.2024
Aktualisiert: 07.03.2024

Als Student ist das Geld meistens knapp. Viele bessern ihr Budget daher mit Nebenjobs auf. Doch geht das auch, wenn Sie BAföG erhalten? In unserem Ratgeber erfahren Sie, was erlaubt ist und wie viel Sie als Student dazuverdienen dürfen. Wir erklären Ihnen, wie viel Sie dazuverdienen können – ohne BAföG einbüßen zu müssen. Welche Freibeträge es für welche Lebensumstände gibt und wie viele Stunden Sie für einen Studentenjob mit BAföG-Bezug arbeiten dürfen.

Glückliche Studentin sitzt vor einem Laptop
Viele Studenten erhalten nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) eine Unterstützung fürs Studium. Wer sein Budget zusätzlich mit einem Nebenjob aufbessert, muss einiges beachten. Freepik.com/marymarkevich

BAföG und Nebenjob – geht das überhaupt? Ja, das geht. Auch wenn Sie Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz BAföG) erhalten, dürfen Sie grundsätzlich einen Nebenjob haben. Aber es gibt Bedingungen, an die der Nebenverdienst gekoppelt ist und die Sie beachten müssen: Für das Einkommen des Nebenjobs gibt es eine Obergrenze, auch Freibetrag genannt. Alle Einkünfte, die diesen Freibetrag überschreiten, werden auf die Förderung angerechnet. Konkret heißt das: Ihr BAföG wird dann entsprechend gekürzt.

Wichtig ist daher, die Freibetragsgrenzen zu kennen. Diese beziehen sich immer auf den Bewilligungszeitraum des BAföGs – meistens startet der mit dem Beginn des Semesters und geht über zwölf Monate. Die Einnahmen aus der Nebentätigkeit werden übrigens in brutto zur Berechnung hinzugezogen, das heißt ohne Abzug von Steuern oder Sozialabgaben.

Freibeträge: Wie viel darf ein Nebenjob zum BAföG einbringen?

Mit dem Freibetrag haben Sie als Student die Möglichkeit das meiste aus Ihren Finanzen rauszuholen: Sie müssen nicht auf die BAföG-Zahlung verzichten und können zusätzlich finanziell aufzustocken. Denn in den wenigsten Fällen deckt die monatliche staatliche Unterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz alle anfallenden Kosten.

Für einen Zeitraum von einem Jahr beträgt der Freibetrag für Einkünfte aus einem Nebenjob grundsätzlich 6.281,04 Euro, also 523,42 Euro im Monat. Zusätzlich wird eine Pauschale in Höhe von 1.230 Euro für Werbungskosten berücksichtigt sowie Beiträge zu den Sozialabgaben in Höhe von 21,6 Prozent auf die Gesamteinnahme des Bewilligungszeitraums. Dementsprechend kann ein Auszubildender einem 520 Euro-Minijob nachgehen.

Was sind Werbungskosten?

Werbungskosten sind Aufwendungen, die Sie für Ihren Nebenjob oder Ihre Ausbildung haben. Dazu gehören z. B. eine Schürze, wenn Sie kellnern, oder Gesetzesbücher, wenn Sie Jura studieren. Damit Sie nicht alles einzeln aufführen und für alles Quittungen sammeln müssen, gibt es eine sogenannte Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.230 Euro pro Jahr.

Was sind Sozialabgaben?

Sozialabgaben sind Beiträge zu Versicherungen, die der sozialen Absicherung dienen: z. B. Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung.

Achtung: Stolperfalle Krankenversicherung

Sind Sie in der Familienversicherung kostenlos mitversichert, dürfen Sie nicht mehr als 505 Euro im Monat verdienen. Andernfalls müssen Sie sich selbst gesetzlich krankenversichern.


Der tatsächliche Betrag, den Sie im Rahmen eines Mini- oder Nebenjobs verdienen dürfen, berechnet sich so:

 Im JahrIm Monat
Freibetrag laut Gesetz6.281,04 €523,42 €
+ Werbungskostenpauschale+ 1.230,00 €+ 102,50 €
= Zwischensumme= 7.511,04 €= 625,92 €
+ 21,6 % Sozialabgaben+ 1.622,38 €+ 135,20 €
= tatsächlicher Freibetrag= 9.133,42 €= 761,12 €


Die genannten Freibeträge gibt es für alle BAföG-Empfänger für Einkommen aus abhängiger Beschäftigung. Es ist egal, ob Sie den Betrag auf einmal als Zahlung verdienen oder gesplittet als monatlich ausgezahlten Lohn – entscheidend ist die Gesamtsumme im Bewilligungszeitraum.

Nebenberuflich selbstständig und BAföG

Eine weitere Verdienstmöglichkeit besteht darin, neben dem Studium selbstständig auf Honorarbasis zu arbeiten. Für Ihre Arbeitsleistung schreiben Sie eine Rechnung, bekommen den Lohn brutto ausgezahlt und kümmern sich selbst um die Versteuerung Ihrer Einkünfte. Dafür müssen Sie beim Finanzamt eine Steuernummer beantragen. Liegt der Jahresgewinn über dem Grundfreibetrag von 11.604 Euro (2024), wird Einkommensteuer fällig. Sie müssen eine Einkommensteuerklärung elektronisch abgeben, darunter auch die Anlage EUR (Einnahmenüberschussrechnung).

Umsatzsteuer müssen Sie in der Regel nicht berechnen, da Sie wahrscheinlich weniger als 22.000 Euro im Jahr einnehmen. Dann sind Sie Kleinunternehmer. Ihre Rechnungen dürfen dann keine Umsatzsteuer ausweisen.

Bei einer selbstständigen Tätigkeit dürfen Sie höchstens einen Gewinn von 6.240 Euro erzielen. Wenn Sie mehr verdienen, laufen Sie Gefahr, dass Ihr BAföG gekürzt oder ganz gestrichen wird.

Verheiratet, Kinder: Welche Extra-Freibeträge gibt es?

Haben Sie bereits eigene Kinder, erhöht sich Ihr Freibetrag für jedes bei Ihnen lebende Kind um 730 Euro im Monat. Etwaige Unterhaltsleistungen des Vaters oder der Mutter der Kinder werden vom Freibetrag abgezogen.

Sind Sie verheiratet oder leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zusammen und verbunden, so kommt ein weiterer absoluter Freibetrag in Höhe von 2.415 Euro dazu. Erzielt Ihr Ehe- oder Lebenspartner Einkommen, so wird dieses jedoch vom Freibetrag abgezogen.

Was passiert, wenn die Einkünfte den Freibetrag überschreiten?

Je mehr Einkommen Sie aus einem Neben- oder Minijob erzielen, desto weniger BAföG bekommen Sie. Im Extremfall kann das auch das Streichen der Ausbildungsförderung bedeuten, wenn Sie zu viel verdienen und der Staat Sie daher nicht mehr als finanziell unterstützungswürdig sieht.

Eine Überschreitung des Freibetrags kann sich aber dennoch lohnen. Denn das BAföG muss zum Teil wieder zurückgezahlt werden (erfahren Sie hier, wie Sie bei der BAföG-Rückzahlung sparen), die Einnahmen aus Ihrem Studentenjob logischerweise nicht. Haben Sie also einen lukrativen Studentenjob, der Ihnen dennoch ausreichend Zeit fürs Studium bietet, können Sie so eine hohe BAföG-Rückzahlung vermeiden.

Beispielrechnung:
Haben Sie im Bewilligungszeitraum, also in zwölf Monaten, insgesamt 8.143,47 Euro verdient, wurde der Freibetrag von 7.637,74 Euro pro Jahr um 505,73 Euro überschritten. Geteilt durch die zwölf Monate des Bewilligungszeitraums ergibt das etwa 42,14 Euro. Dieser Betrag wird dann über zwölf Monate hinweg von Ihrem BAföG abgezogen.

Praktikum als Einnahmequelle?

Pflichtpraktikum: Die Vergütung von Pflichtpraktika, die laut Ausbildungsordnung zwingend vorgeschrieben sind, wird in voller Höhe angerechnet. Das ergibt sich aus § 23 Abs. 3 BAföG. Freibeträge gibt es hier also gar nicht! Wird ein Pflichtpraktikum über die vorgeschriebene Zeit hinaus verlängert, gelten für die Verlängerungszeit die Regeln zum freiwilligen Praktikum.

Freiwilliges Praktikum: Das freiwillige Praktikum muss auf jeden Fall in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden oder so, dass das Studium nicht darunter leidet (höchstens 20 Stunden/Woche während der Vorlesungszeit). Andernfalls hätten Sie gar keinen BAföG-Anspruch. Die Vergütung aus einem freiwilligen Praktikum fällt nicht unter die Regelung des § 23 Abs. 3 BAföG. Vielmehr ist die Vergütung wie Arbeitslohn zu behandeln.

Arbeitszeiten: Wie viel darf neben dem Studium inklusive BAföG gearbeitet werden?

Sollten Sie während der Vorlesungszeit regelmäßig mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, haben Sie keinen Anspruch auf Studenten-BAföG. In der Vorlesungszeit gilt das übrigens für den generellen Studentenstatus – inklusive Krankenkasse und Sozialversicherung. Es geht darum, dass das Hauptaugenmerk immer auf dem Studium liegen soll, weshalb Sie ja auch BAföG beziehen können. Die Regelstudienzeit muss hierbei beachtet werden und auch der BAföG-Leistungsnachweis nach dem 4. Semester.

In den Semesterferien gilt eine zeitliche Begrenzung von 40 Stunden pro Woche – allerdings ändert sich dadurch der Freibetrag nicht. Daher ist es wichtig, dass Sie als BAföG-Empfänger innerhalb eines Jahres nicht nur Ihre Ausgaben, sondern auch Ihre Einnahmen im Blick behalten. Ein Zuverdienst ist jedoch in jedem Fall erlaubt.

Ausblick: Wintersemester 2024/2025

Studierende dürfen sich ab dem Wintersemester 24/25 auf eine weitere Erhöhung der Freibeträge bei der BAföG-Förderung freuen. Genaue Zahlen sind nach aktuellem Stand noch nicht bekannt. Jedoch soll es zu dieser geplanten Erhöhung eine pauschale Studienstarthilfe in Höhe von 1.000 Euro für Alle geben, die zum Zeitpunkt der Antragstellung entweder Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Darüber hinaus soll auch der Digitalisierungsprozess bei der BAföG-Bewilligung voran getrieben werden, um in Zukunft schneller und effektiver eingehende Anträge bearbeiten zu können.

Frühjahrsputz im Garten: Tipps für einen vitalen Start ins Gartenjahr

Autor: Laura Seliger
Veröffentlicht: 29.02.2024
Aktualisiert: 06.03.2024

Während in manchen Regionen noch Schnee liegt, fängt es in anderen bereits an zu blühen. Der Frühling steht vor der Tür und damit auch die Zeit, den Garten für die nächsten Monate vorzubereiten. Doch wie fängt man am Besten an? Das und viele nützliche Tipps und Empfehlungen erfahren Sie in diesem Artikel.

Im März starten die ersten Gartenarbeiten von Pflanzen vorziehen bis zur finalen Gartenplanung für die neue Saison. MNStudio – stock.adobe.com

Gartenplanung im Frühjahr

Bevor Sie mit den konkreten Arbeiten beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Überlegen Sie sich, welche Veränderungen Sie in Ihrem Garten vornehmen möchten und wo Ihre Pflanzen einen Platz finden sollen. Skizzieren Sie Ihre Vorstellungen grob, um nicht den Überblick zu verlieren und lassen dabei auch Faktoren, wie beispielsweise die Sonneneinstrahlung und die Bodenbeschaffenheit mit einfließen. Jede Pflanze hat unterschiedliche Anforderungen an Ihren Standort, welche Sie berücksichtigen sollten. Grundsätzlich sollten Sie sich vorab Gedanken machen, welches Ziel Sie mit Ihrem Garten verwirklichen möchten, so werden bei einem Gemüse- und Nutzgarten andere Arbeiten notwendig, als bei einem Blumen- und Ziergarten.

Gemüsegarten

Im März geht es endlich wieder so richtig los in Ihrem Beet. Das letzte Wintergemüse wie beispielsweise Lauch und Grünkohl kann geerntet werden. Haben Sie im Herbst Gründung auf Ihrem Beet ausgebracht, sollten Sie nun die abgestorbenen Reste in die Erde einarbeiten und zusätzlich mit frischem Kompost anreichern. Achten Sie dabei darauf, dass der Boden schon etwas abgetrocknet ist. Das ist aber noch nicht Alles. Bereits im März können Sie beginnen die ersten Pflanzen zu säen:

Freiland auf den erwärmten Boden

Zwiebeln, Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Kohlrübe, Mangold, Melde, Spinat, Palerbsen, Puffbohnen, Wurzelpetersilie und Kümmel

Frühbeet, unbeheiztes Gewächshaus oder unter Folie

Schnitt- und Pflücksalat, Lauch, Kohlrabi, Radieschen, Kohlarten wie Blumen-, Spitz- und Weißkohl oder Wirsing

beheiztes Gewächshaus, Mistbeet oder auf dem hellen Fensterbrett

Tomaten, Paprika, Zucchini, Auberginen, Zuckermelonen, Andenbeere

Tipp: Wenn Sie altes Saatgut übrig haben und sich unsicher sind, ob dieses noch keimfähig ist, streuen Sie es einfach in ein Glas mit Wasser. Der Teil des Saatguts, der an der Wasseroberfläche schwimmt, lässt sich leider nicht mehr verwenden, schöpfen Sie diese Samen ab und trocknen die restlichen Samen wieder bis zu Ihrer Verwendung.

Obstgarten

Die Obstpflanzen sind da noch etwas genügsamer und benötigen noch etwas Zeit, bevor es richtig los geht. Trotzdem können Sie auch hier bereits erste pflegende Arbeiten vornehmen. Brombeeren, die im letzten Jahr getragen haben, sollten nun bodeneben abgeschnitten werden. Sommertragende Himbeeren hingegen tragen erst an zweijährigen Trieben, weshalb nur ältere Zweige abzuschneiden sind. Auch die Erdbeeren wollen jetzt schon gepflegt werden, entfernen Sie alte und verwelkte Pflanzenteile und lockern Sie den Boden um die Pflanzen etwas auf. Bis Anfang April können Sie dann doch beginnen mit dem Pflanzen. Hier bieten sich beispielsweise Marillen-, Mandel- und Pfirsichbäume an, achten Sie bei der Pflanzung auf ausreichend Sonneneinstrahlung, da diese Bäume besonders viel Wärme brauchen. Auch Beerensträucher können bereits im Vorfrühling gepflanzt werden, damit ihre Früchte dann von Mai bis Oktober erntereif sind.

Ebenso sollten Sie im Frühjahr die Anbindung der jüngeren Obstbäume überprüfen, die Nisthilfen für Nützlinge sowie die Nistkästen säubern.
Vielleicht denken Sie auch an die wichtigsten Bestäuber, die Honigbienen. Bieten Sie ihnen ein paar Frühblüher. Für die Zeit nach der Obstblüte eignen sich Blühsträucher als Nahrungsquelle. Nicht zuletzt ist nun höchste Zeit für den jährlichen Schnitt der Obstbäume. Beim Öschberg-Palmer-Schnitt beschränkt sich die Arbeit auf das Abschneiden der Leitastverlängerungen sowie auf das Entfernen von nach innen weisenden, sich kreuzenden Trieben. Zudem muss das abgetragene Fruchtholz ausgelichtet werden. Die Krone schneiden Sie so zurück, dass außer der Stammverlängerung noch vier Leitäste stehen bleiben. Die Leitäste sollten nicht zu dicht beieinander liegen und vom Stamm in einem stumpfen Winkel abgehen. Entfernen Sie Konkurrenztriebe am Stamm und kürzen entsprechend Leitäste um die Hälfte ein, sodass sich die oberen Knospen in gleicher Höhe befinden. Wer im Herbst junge Bäume gepflanzt hat, schneidet erst jetzt zum ersten Mal nach der Pflanzung. Schneiden können Sie bis in die Blüte. Sobald der Laubaustrieb einsetzt, sollte nicht mehr geschnitten werden. Alle weiterführenden Schnittmaßnahmen, die größere Schnitte als 3 cm erfordern, sollten auf den Sommerschnitt verschoben werden. Dann setzen die Abwehrmechanismen des Baumes sofort ein, und der Schaden hält sich in Grenzen. Dies gilt vor allem für alte Obsthochstämme.

Blumen- und Ziergarten

1. Pflanzenpflege: Verjüngung und Schnitt

Um die lebendige Rindenfarbe Ihrer Sträucher wie dem Hartriegel zu bewahren, ist eine regelmäßige Verjüngung entscheidend. Entfernen Sie vor dem Austrieb alle Triebe, die älter als drei Jahre sind, indem Sie diese bodennah abschneiden. Für Clematis ist jetzt die perfekte Zeit, um die Triebe von im Sommer blühenden Sorten etwa 20 bis 50 Zentimeter über dem Boden zurückzuschneiden.

2. Winterschutz entfernen

Empfindliche Gräser, Stauden und Rosen können nun von ihrem Winterschutz befreit werden. Ein Schuss Kompost gibt den Pflanzen den nötigen Energieschub für einen kräftigen Start in die warme Jahreszeit. Vergessen Sie auch nicht, die Laubschutznetze vom Gartenteich zu entfernen.

3. Kübelpflanzen auswintern

Für empfindliche Gewächse, die den Winter im Haus verbracht haben, ist es an der Zeit, sie an hellere und wärmere Standorte zu bringen. Mit zunehmender Tageslänge benötigen sie auch mehr Wasser und eine wöchentliche Düngung. Eine Portion frische Erde und Hornspäne im Topf oder ein Umtopfen für den Oleander sind jetzt genau das Richtige. Verkahlte Pflanzen sollten von unten zurückgeschnitten werden. Auch Hortensien und Azaleen freuen sich über einen neuen Topf, am besten mit saurer Erde.

4. Gartenlaub kontrollieren

Entsorgen Sie Gartenlaub, das Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall zeigt, über den Restmüll oder die Biotonne, aber auf keinen Fall in den Kompost.

5. Neue Blüten- und Blattstauden setzen

Lockern Sie den Boden gut auf und verbessern Sie ihn mit Kompost, bevor Sie Lilien, Dahlien, Gladiolen und Ranunkeln setzen.

6. Rasenpflege im Frühling

Ein gesunder Rasen benötigt jetzt besondere Aufmerksamkeit. Entfernen Sie zunächst Unkraut wie Löwenzahn oder Breitwegerich mit einem Unkrautstecher. Rasenfilz wird mit einem festen, engzinkigen Rechen entfernt. Bei starker Verfilzung ist ein Vertikutierer ratsam. Kahlen Stellen sollten großzügig nachgesät werden, um eine gleichmäßige Grünfläche zu erhalten.

Mit diesen einfachen Schritten legen Sie den Grundstein für einen blühenden und gesunden Garten, der Sie durch die kommende Gartensaison begleiten wird. Freuen Sie sich auf prächtige Blüten, sattes Grün und viele Stunden im Freien!

Vorschriften bei der Gartenarbeit

Planung und Umgestaltung

Bevor Sie größere Veränderungen in Ihrem Garten vornehmen, ist es wichtig sich über etwaige rechtliche Vorschriften zu informieren. In vielen Gemeinden gibt es Regelungen bezüglich der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern sowie Einschränkungen bei der Errichtung von Bauwerken oder Gartenhäusern. Leider gibt es für solche Vorhaben keine einheitlichen Regelungen, schauen Sie doch einmal in den aktuellen Bebauungsplan Ihrer Gemeinde, welche Vorgaben für Sie relevant werden können. Sollten darüber hinaus trotzdem Fragen offen geblieben sein, fragen Sie bei Ihrem zuständigen Bauamt nach, dort können Sie auch größere Bauprojekte anmelden, falls eine Baugenehmigung notwendig wäre.

Rasen mähen

Das Ausführen von Gartenarbeiten, die Lärm verursachen, ist innerhalb von Wohngebieten nur während festgelegter Zeitfenster gestattet. Rasenmäher, Heckenschneider oder Laubbläser mit hohem Geräuschpegel dürfen an Werktagen lediglich zwischen 9:00 und 13:00 Uhr sowie von 15:00 bis 19:00 Uhr betrieben werden. Leisere Geräte, die mit Umweltzeichen ausgezeichnet sind, können hingegen von 7:00 bis 20:00 Uhr genutzt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Ruhezeiten in Ihrer Gemeinde variieren können. An Sonn- und Feiertagen sind jegliche lauten Gartenarbeiten untersagt. Bei Zuwiderhandlung können Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro verhängt werden.

Hecke schneiden

Das Beschneiden von Hecken ist gemäß Paragraph 39, Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) vom 1. März bis zum 30. September untersagt. Wer dennoch einen radikalen Verschnitt vornimmt, muss mit Bußgeldern von 50.000 bis zu 100.000 Euro rechnen. Allerdings bezieht sich das Verbot ausschließlich auf drastische Rückschnitte und das vollständige Entfernen der Hecke. Schonende Form- und Pflegeschnitte, die lediglich das Wachstum der Pflanzen kontrollieren, sind das ganze Jahr über erlaubt. Dies gilt unter der Bedingung, dass sie keine Vögel oder andere Tiere, die in der Hecke leben, stören. Dasselbe Prinzip gilt für Bäume, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze.

Bäume fällen

Bäume genießen in Deutschland einen besonderen Schutz, weshalb Sie selbst auf Ihrem eigenen Grundstück nicht ohne Weiteres einen Baum fällen dürfen. So sind beispielsweise Laub- und Nadelbäume mit einem Stammumfang von etwa 60 bis 80 cm geschützt, wobei Obstbäume oft eine Ausnahme darstellen. Doch auch das Fällen von Walnussbäumen, Waldkiefern oder der Türkischen Baumhasel ist vielerorts untersagt. Eine Liste geschützter Bäume wird von den einzelnen Bundesländern erstellt. Es ist ratsam, vor dem Einsatz der Kettensäge bei der zuständigen Behörde nachzufragen, ob eine Genehmigung zum Baumfällen erforderlich ist. Andernfalls können gemäß dem Umwelt-Bußgeldkatalog erhebliche Strafen von bis zu 50.000 Euro verhängt werden.

Ihr Balkongarten im März

Auch für Balkongärtner beginnt im März eine neue Saison, in der viele Balkonpflanzen besondere Pflege benötigen, um im Sommer in voller Pracht zu erstrahlen. Zusätzlich bieten zahlreiche Balkonblumen bereits im März die Möglichkeit, leuchtende Farbakzente auf Ihrem Balkon zu setzen.

Bereits im März erblühen zahlreiche Blumen in eindrucksvollen Farben und ernten bewundernde Blicke. Besonders beeindruckend sind die farbenfrohen Blüten der Rosenprimel, Narzisse und Stiefmütterchen. Damit der Balkon auch im Frühsommer eine wahre Augenweide bleibt, ist es wichtig, im März die Aussaat neuer Pflanzen nicht zu vernachlässigen. Einige Balkonblumen wie das Zauberglöckchen (Calibrachoa) sollten bereits im März ausgesät werden, damit sie rechtzeitig im Mai in voller Blüte stehen.

Blumen blühen im März

Geißklee, Narzissen, Rosenprimel, Stiefmütterchen

Blumen kann man im März vorziehen

Blumenrohr, Dahlie, Gladiole, Kanarische Kapuzinerkresse, Prunkwinde, Zauberglöckchen

Geranien zurückschneiden

Im März können Geranien, die den kalten Winter in einem kühlen, gut beleuchteten Raum verbracht haben, allmählich auf ihre Rückkehr auf den Balkon vorbereitet werden. Dazu ist es ratsam, die laublosen Triebe der Pflanze auf zwei bis vier Augen zurückzuschneiden. Danach sollte die Blume umgetopft und an einen lichtdurchfluteten Fensterplatz gestellt werden, bis sie bei frostfreiem Wetter wieder auf den Balkon umziehen kann.

Topfpflanzen abhärten

Topfpflanzen, die im Haus überwintert haben, sollten langsam wieder an ihren alten Platz gewöhnt werden. An frostfreien Tagen dürfen sie tagsüber an einen schattigen, windgeschützten Platz im Freien stehen. Nach und nach kann man die Pflanzen länger dem Sonnenlicht aussetzen, sodass sie sich langsam akklimatisieren können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Für jede Arbeit das richtige Werkzeug

Doch welche Gartenwerkzeuge sind für den Frühjahrsputz unverzichtbar? Ein stabiler Rechen ist ideal, um abgestorbene Blätter und Unkraut von Beeten zu entfernen und eine Harke, um den Boden aufzulockern. Für das Schneiden von Sträuchern und Büschen sind eine Gartenschere und eine Heckenschere unerlässlich, um für eine gepflegte Optik zu sorgen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Schere gut in der Hand liegt und leicht zu öffnen ist. Ein Spaten ist vielseitig einsetzbar: zum Umgraben von Beeten, Setzen neuer Pflanzen oder zum Entfernen von Wurzeln. Nach getaner Arbeit sollten Sie jedoch alle Werkzeuge gründlich reinigen und pflegen, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Beim Kauf neuer Gartengeräte ist es wichtig, auf Qualität und Ergonomie zu achten, um ein angenehmes Arbeiten und eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten. Edelstahl ist zwar teurer, hat aber den Vorteil, dass die Geräte nicht rosten, die Erde nicht daran kleben bleibt und zudem besser gesäubert werden können. Ebenso ist die Länge der Stiele entscheidend, um eine aufrechte Position beim Harken und Hacken zu ermöglichen. Bei Spaten und Grabegabeln beträgt die optimale Länge 70 bis 75 Zentimeter, während Harken und Hacken eine Länge von 150 Zentimetern erfordern. Abnehmbare Stiele sind praktisch, da sie auch an anderen Werkzeugen verwendet werden können. Investieren Sie in hochwertige Werkzeuge, die Ihnen viele Jahre Freude im Garten bereiten. Sie haben die passenden Geräte für Ihren Garten gefunden, möchten aber nicht die gesamte Investition auf einmal tätigen? Kein Problem mit unserem easyCredit-Ratenkauf haben Sie bei vielen Händlern die Möglichkeit einfach und flexibel in Raten zu zahlen.

Sabbatical: Alle Infos rund um die beruflichen Auszeit

Autor: Judith Müller
Veröffentlicht: 22.02.2024
Aktualisiert: 26.02.2024

Viele träumen vom sogenannten Sabbatical, also einer längeren Auszeit vom Berufsalltag. So verlockend die mehrmonatige Arbeitspause sein mag, sie birgt auch Risiken. Wir zeigen, wie Sie sich perfekt vorbereiten, welche Regelungen es gibt und worauf Sie achten sollten.

Frau sitzt mit einer Landkarte in der Sonne
Einfach mal eine Auszeit nehmen. Ein Sabbatical ermöglicht Erholung weit über den eigentlichen Jahresurlaub hinaus. iStock.com/Anna_Om

Was ist ein Sabbatical?

Bei einem Sabbatical handelt es sich um eine berufliche Auszeit, die allerdings nicht mit einem Urlaub zu vergleichen ist. Der Zeitraum ist in der Regel deutlich größer und der Mitarbeiter ist während des Sabbaticals von seinen beruflichen Pflichten entbunden. In dieser Freistellungsphase können Mitarbeiter entweder weiterhin Gehalt oder zumindest einen Teil davon beziehen. Es gibt aber auch Modelle, bei denen es sich um einen unbezahlten Sonderurlaub handelt. In dieser Freistellung leben die meisten von ihren Ersparnissen und nicht von einer Teilzeitbeschäftigung.

Die Gründe, warum Arbeitnehmer sich eine Sabbatical-Auszeit nehmen, sind vielfältig. Manche wollen der Familie mehr Zeit widmen, andere gehen auf Reisen, belegen Fort- und Weiterbildungen oder nutzen die Zeit für eigene Projekte. Manchmal wird die Auszeit ausschließlich zur Erholung genutzt – dann stehen meist der Abbau von Stress sowie die physische und psychische Gesundheit im Vordergrund.

Die Dauer eines Sabbaticals ist nicht festgelegt. Einigen reichen ein paar Wochen, andere planen das Sabbatical drei Monate und manche nehmen ein Jahr Auszeit oder sogar länger. Oft hängt die Dauer von der Tätigkeit ab und davon, was der Arbeitgeber davon hält und was er seinen Mitarbeitern erlaubt. Viele Unternehmen lehnen es ab, der Belegschaft lange Auszeiten zuzugestehen. Aber es gibt auch Firmen, die Programme geschaffen haben, um ein Sabbatical für Mitarbeiter zu ermöglichen.

Finanzierungsmodelle für Ihr Sabbatical

Die finanzielle Absicherung während des Sabbaticals ist für viele eine der wichtigsten Fragen überhaupt zu diesem Thema. Dabei gibt es eine ganze Reihe an Optionen, wie Sie Ihren Traum von einer längeren Auszeit oder Ihre Sabbatical-Ideen realisieren können. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

Sabbatical durch Arbeitszeitguthaben

Der Arbeitnehmer häuft in der Ansparphase Überstunden an und baut diese im Sabbatical ab. Die Sozialversicherung bleibt bestehen. Dies funktioniert allerdings nur in Betrieben, die die Arbeitsstunden in einem Arbeitszeitkonto erfassen.

Sabbatical durch Zeitwertguthaben

Auf einem Langzeitkonto werden Überstunden, Boni, Weihnachtsgeld oder nicht genutzte Urlaubstage gutgeschrieben. Wichtig sind eine schriftliche Vereinbarung und die Trennung des Zeitwert-Guthabens von finanziellen Mitteln des Unternehmens, schließlich steht dem Arbeitnehmer dieses Geld auch im Falle einer Insolvenz zu. Das angesparte Guthaben wird während des Sabbaticals ausgezahlt. Die Sozialversicherung bleibt bestehen.

Sabbatical durch Lohnverzicht

Der Mitarbeiter arbeitet Vollzeit, bezieht in der Sabbatical-Ansparphase aber nur einen Teil seines Gehalts. Der Rest wird ihm während der Auszeit als Sabbatical-Bezahlung überwiesen. Die Sozialversicherung bleibt bestehen.

Sabbatical durch unbezahlten Sonderurlaub

Ein einfaches Modell – der Arbeitnehmer hat frei, bekommt aber kein Gehalt. Dauert die Auszeit nicht länger als vier Wochen, bleibt er über das Unternehmen sozialversichert. Bei einem längeren Sonderurlaub gilt das Arbeitsverhältnis als unterbrochen und der Mitarbeiter muss sich selbst versichern. Es ist möglich, den Jahresurlaub mit vier Wochen Sonderurlaub zu kombinieren.

Sabbatical mit dem finanziellen Spielraum

Wer seine berufliche Auszeit selbst finanziert, sollte auch über einen Kredit nachdenken. Denn es ist nicht immer sinnvoll, das Ersparte für ein Sabbatical auszugeben. Mit unserem finanziellen Spielraum können Sie Ihr Sabbatical finanzieren. Die wählbare Kreditlaufzeit von 12 bis 84 Monaten lässt die Ratenhöhe den eigenen Bedürfnissen anpassen. So können auch ungeplante Ausgaben gemeistert werden.

Vor- und Nachteile eines Sabbaticals

Für Arbeitnehmer sind Erholung und mehr Zeit für die Familie die größten Vorteile, doch auf der anderen Seite steht insbesondere die finanzielle Belastung. Arbeitgeber wiederum leiden unter dem durch das Sabbatical noch verstärkten Fachkräftemangels. Andererseits werden sie genau durch diese Möglichkeit attraktiver für weitere Fachkräfte.

Aus Ihrer Sicht

Die Vorteile eines Sabbaticals liegen auf der Hand: Sie können während der beruflichen Auszeit z.B. Stress abbauen, da die Erholung im Vordergrund steht. Natürlich können Sie sich in dieser Zeit auch weiterbilden. Ebenfalls sind längere Reisen, mehr Zeit für Hobbys und Familie möglich. Ein Sabbatical trägt also zu einer optimierten Work-Life-Balance bei.

Allerdings muss ein Sabbatical finanzierbar sein. Sich über mehrere Wochen oder Monate eine Auszeit vom Job zu gönnen, bedeutet finanzielle Einbußen, die Sie irgendwie anderweitig auffangen müssen.

Des Weiteren kann eine berufliche Unterbrechung dazu führen, dass die Rückkehr nach dem Sabbatical enorm schwerfällt. Und nicht zuletzt bedeutet die Auszeit womöglich, dass Sie eine berufliche Chance verpassen könnten, etwa eine Beförderung oder eine sonstige Karrieremöglichkeit.

Aus dem Blickwinkel Ihres Unternehmen

Arbeitgeber sehen naturgemäß erst einmal die Nachteile, die ein Sabbatical für Mitarbeiter mit sich bringt. Denn dadurch verstärkt sich unter anderem der Fachkräftemangel. Dazu kommen zusätzliche Kosten für die Bezahlung der Arbeitnehmer im Sabbatical sowie das Risiko, dass durch die ausfallenden Angestellten wertvolles Know-how und Fachwissen für diese Zeit fehlt.

Dabei übersehen Arbeitgeber oft die Pluspunkte. Gerade durch die Möglichkeit, Fachkräften ein Sabbatical zu gewähren, sind diese Firmen auf dem Arbeitsmarkt deutlich attraktiver als Mitbewerber. Auch auf die Mitarbeiterbindung hat eine solche fortschrittliche Einstellung positiven Einfluss. Nicht zuletzt kehren Angestellte aus dem Sabbatical meist erholt, motiviert und kreativer zurück. Das trägt zu einer Leistungssteigerung der Mitarbeiter ebenso bei wie zum Erfolg des gesamten Unternehmens.

So überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber

Der Anspruch auf ein Sabbatical ist für Beamte (z. B. Lehrer) im Allgemeinen gesetzlich geregelt. Für die Privatwirtschaft gilt das jedoch nicht. Als Angestellte benötigen Sie möglicherweise einige gute Gründe, um Ihre Führungskraft zu überzeugen.

So können Sie für eine berufliche Auszeit vor Ihrer Führungskraft argumentieren:

  • Nutzung der Auszeit zur Weiterbildung oder Fortbildung
  • Nutzung des Sabbaticals für ein soziales Engagement
  • Pflege eines erkrankten Mitglieds der Familie
  • Gewinnung von neuen Eindrücken und Tanken von Kraft, um nach dem Sabbatical frisch und motiviert an den Arbeitsplatz zurückzukehren

Sorgfältige Planung ist das A und O

Haben Sie die Erlaubnis Ihres Arbeitsgebers für ein Sabbatical erhalten, werden die Rahmenbedingungen dafür vertraglich festgehalten. Sollte Ihr Arbeitgeber kein Muster für einen solchen Vertrag anbieten, dann achten Sie darauf, dass die folgenden Punkte in dem Dokument auftauchen und klar geregelt sind:

  • Start und Dauer der beruflichen Auszeit
  • Details zum Gehalt bei Restzahlungsvariante
  • Fortzahlung der betrieblichen Altersvorsorge, falls vorhanden
  • Anrechnung von Krankheitstagen
  • relevante Aspekte zu den Versicherungsleistungen und zum Kündigungsschutz
  • Erreichbarkeit während des Sabbaticals
  • Zeitpunkt und Position für Ihre Rückkehr ins Unternehmen
  • Aufgabenstellung bei Ihrem Wiedereinstieg

Prüfen Sie das Dokument sorgfältig und klären Sie mögliche Unstimmigkeiten direkt!

Check up: Was Sie bedenken sollten!

Neben der organisatorischen Planung Ihres Sabbatical sollten Sie auch das eigentliche Ziel Ihrer Auszeit, sowie die Einbindung von Familienmitgliedern nicht aus den Augen verlieren. Vielleicht haben Sie Reispläne oder möchten eine spezifische Weiterbildung auf Ihrem Fachgebiet machen. Sprechen Sie rechtzeitig mit Familie und Freunden, um Ihre Auszeit so entspannt wie möglich zu beginnen. Auf welche Punkte Sie darüber hinaus achten sollten, haben wir in einer kurzen Checkliste zusammengefasst.

Wie geht es nach eine langen Auszeit weiter?

Wer im Sabbatical ist und vollständig vom Job und Arbeitsalltag abschaltet, verdrängt unter Umständen den Wiedereinstieg und die damit verbundenen Herausforderungen.

Es ist nach einer längeren Auszeit zum Beispiel sinnvoll, zunächst über ein Teilzeitmodell in den Job zurückzukehren. Denn nach mehreren Monaten arbeitsfreier Zeit sind viele Arbeitnehmende die langen Arbeitstage nicht mehr gewohnt. Gerade am Anfang kann das erschlagend wirken. Dann bleibt schnell nichts mehr von der Erholung übrig, für die Arbeitnehmer das Sabbatical extra gewählt haben.

Vor allem dann, wenn Ihr Job Sie sehr gefordert hat und eine Pause vom Berufsstress unausweichlich war, sollten Sie mit viel Bedacht in Ihren Arbeitsalltag zurückkehren. Seien Sie achtsam mit sich selbst. Fragen Sie sich, was in Zukunft beruflich anders laufen sollte, damit Sie nicht noch einmal an die Grenzen Ihrer Kraft kommen.

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