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Annuitätendarlehen

Alles Wichtige zum Klassiker der Konsumkredite

Die meisten Raten- und Konsumkredite in Deutschland sind sogenannte Annuitätendarlehen – auch unser easyCredit. Grund genug, einen genaueren Blick auf diese Darlehensart zu werfen und zu klären, was überhaupt eine Annuität ist, wie sie sich berechnet und welche Vorteile Ihnen ein Annuitätendarlehen bietet.

Definition: Was ist ein Annuitätendarlehen?

Ein Annuitätendarlehen zeichnet sich in erster Linie durch seine gleichbleibenden Raten aus. Egal, ob Sie noch ganz am Anfang der Rückzahlung stehen oder schon einige Monate abzahlen: Die monatliche Rate, die Sie zahlen müssen, bleibt immer gleich. Nur das Verhältnis von Zinsanteil und Tilgungsanteil verändert sich von Monat zu Monat. Der Zinsteil wird stetig kleiner, der Tilgungsteil hingegen immer größer. Beides addiert ergibt aber immer Ihre anfangs vereinbarte Rate. Diese bleibt immer gleich. Daher sprechen Bankleute von einer „konstanten Annuität“.

 

Die allermeisten Raten- und Konsumkredite in Deutschland funktionieren nach diesem Prinzip. Übrigens auch durch Wohneigentum besicherte Baufinanzierungen. Tilgungsdarlehen, bei denen lediglich der Tilgungsanteil und nicht die Rate über die gesamte Laufzeit gleichbleibt, finden sich hingegen weniger im Bereich der Konsumkredite, sondern eher bei Unternehmensfinanzierungen.

Annuitätendarlehen berechnen: Zinsen, Tilgung und Rate

Die Rate eines Annuitätendarlehens besteht aus einem Tilgungsanteil und einem Zinsanteil. Mit jeder Rate zahlen Sie also einen Teil der Kreditsumme, die Sie aufgenommen haben, zurück und entrichten eine Gebühr an die Bank: die Zinsen. Da Zinsen immer nur für die Restschuld berechnet werden, verringert sich der Zinsanteil mit jeder einzelnen Rate – denn Sie tilgen ja Monat für Monat einen weiteren Teil der Restschuld. Und umso kleiner die Restschuld, umso kleiner die Zinsen daraus. Die Tilgung der Restschuld steigt dabei sogar mit jeder Rate an. Sie zahlen also nach und nach einen immer größeren Brocken ab.

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Hinweis

Dieser Effekt der monatlich steigenden Tilgung ist übrigens der Grund, wieso man bei Annuitätendarlehen immer nur von „anfänglicher Tilgung“ spricht. Sie haben vielleicht auch schon Formulierungen wie „5 Prozent anfängliche Tilgung“ gelesen. Das bedeutet, dass die Rate so bemessen ist, dass bei der allerersten Ratenzahlung – und nur bei der – genau 5 Prozent der Darlehenssumme zurückgezahlt werden. Schon bei der zweiten Ratenzahlung stimmen die 5 Prozent nicht mehr ganz. Jetzt sind es vielleicht eher 5,02 Prozent. Und nach einem Jahr vielleicht 5,4 Prozent usw.

Die Tilgung beginnt bei einem Annuitätendarlehen in der Regel mit der ersten Rate. Sie zahlen also von Beginn an Ihren Kredit ab. Üblicherweise werden Ratenzahlungen für den Anfang oder die Mitte des Monats vereinbart (1. oder 15. des Monats). Dabei beginnen die Ratenzahlungen zumeist in dem Monat nach der Kreditauszahlung. Die Rückzahlung läuft anschließend so lang, bis keine Restschuld mehr besteht.

Ein Rechenbeispiel für die Annuität

Nehmen wir an, Sie schließen einen Kredit über 10.000 Euro zu 5 Prozent jährlicher Verzinsung ab. Die Laufzeit beträgt 6 Jahre. Aus dem Gesamtaufwand für das Darlehen (Darlehensbetrag + Zinsen) ergibt sich eine gleichbleibende Rate von 161,05 Euro. Diese Rate umfasst im ersten Monat 119,38 Euro Tilgung und 41,67 Euro Zinsen. Da Sie nach dem ersten Monat 119,38 Euro getilgt haben, wird der Zinsteil für den folgenden Monat neu bemessen: Jetzt beträgt er nur noch 41,17 Euro. Also 50 Cent weniger als bei der ersten Rate. Diese 50 Cent fließen nun in den Tilgungsanteil. Sie können also im zweiten Monat etwas mehr abzahlen, nämlich 119,88 Euro. Nach dem ersten Jahr haben Sie so schon fast 15 Prozent des Kredits zurückgezahlt.

Kreditkonditionen

10.000 € Kreditsumme, 5 % jährliche Verzinsung, 6 Jahre Laufzeit

Ermittelte monatliche Rate

161,05 €

Zusammensetzung der Rate im 1. Monat

119,38 € Tilgungsanteil + 41,67 € Zinsanteil

Restschuld nach 1. Monat

9880,62 €

Zusammensetzung der Rate im 2. Monat

119,88 € Tilgungsanteil + 41,17 € Zinsanteil

Restschuld nach 2. Monat

9760,74 €

Vor- und Nachteile von Annuitätendarlehen

Der größte Vorteil von Annuitätendarlehen ist ihre gute finanzielle Planbarkeit. Schließen Sie ein solches Darlehen ab, wissen Sie schon am ersten Tag, welche monatliche Belastung auf Sie zukommt – im nächsten Monat, in einem Jahr, in fünf Jahren. Neben der hohen Planungssicherheit ist ein weiterer Vorteil, dass Sie zügig mit der Tilgung beginnen. Auf diese Weise wird die Zinslast frühzeitig verringert. Das ist ein entscheidender Unterschied etwa zu Autokrediten mit Schlussrate und endfälligen Darlehen. Hier wird die Kreditsumme – bzw. ein großer Teil davon – erst am Ende getilgt: Die Zinslast aus der Restschuld ist daher vergleichsweise hoch.

 

Die gute Planungssicherheit des Annuitätendarlehens kann auch Nachteile mit sich bringen. Denn im Gegenzug ist das Darlehen nicht besonders flexibel. Jeden Monat gibt es die gleiche Rate – egal, ob Sie gerade einen finanziellen Engpass haben oder andersherum zusätzliche Liquidität in eine Sondertilgung stecken könnten.

tipp

Bei easyCredit ist das anders. Raten vorübergehend reduzieren? Oder dauerhaft? Raten aussetzen oder den Kredit vorzeitig zurückzahlen? Alles kein Problem. Für Ihren easyCredit können Sie auch maximale Flexibilität und Sicherheit vereinbaren.

So wirken sich Sondertilgungen und Ratenaussetzungen auf die Kreditrate aus

Sondertilgungen können dabei helfen, die Zinslast während der Tilgung zu verringern. Die Kreditrate bleibt auch nach der Sondertilgung unverändert. Aber da Sie mit einem Mal einen größeren Betrag der Restschuld abgezahlt haben, verringern sich auch die Zinsen, die dann noch ausstehen. Zudem steigt mit der Sondertilgung der Tilgungsanteil der Kreditrate: Weitere Einsparungen sind die Folge.

 

Setzen Sie hingegen eine oder mehrere Raten aus, entstehen Ihnen zwar für einige Zeit keinerlei Kosten. Doch damit steigt die Zinslast geringfügig, denn Sie zahlen ja einige Monate lang keinen Zins. Dieser wird also der Gesamtsumme hinzugerechnet. Aus dieser berechnet sich nach der Ratenpause eine neue monatliche Kreditrate. Der Zinsanteil liegt dann für kurze Zeit geringfügig höher als vor der Ratenpause.

Annuitätendarlehen oder Tilgungsdarlehen?

Was ist besser, Annuitätendarlehen oder Tilgungsdarlehen? In der Praxis stellt sich diese Frage für Verbraucher eigentlich nicht, denn die meisten Ratenkredite, die Banken für Konsumzwecke anbieten, sind ohnehin Annuitätendarlehen. Auch Baufinanzierungen, die früher häufig Tilgungsdarlehen waren, werden heute als Annuitätendarlehen ausgegeben.

 

Der große Nachteil von Tilgungsdarlehen ist, dass die monatliche Belastung am Anfang der Rückzahlung relativ hoch ist. Der Grund: Bei Tilgungsdarlehen werden gleichbleibende Tilgungsraten vereinbart. On Top kommen dann die Zinsen. Und da die zu Beginn der Tilgung noch sehr hoch sind, fällt auch die Gesamtrate dementsprechend aus. Erst mit der Zeit sinkt die Belastung. Diesem Problem des Tilgungsdarlehens könnte man nur begegnen, indem man die Tilgungsrate verringert: Dann verlängert man aber die Kreditlaufzeit unnötig, was eine steigende Gesamtzinslast zur Folge hätte.

 

Das Tilgungsdarlehen begegnet einem heutzutage fast nur noch im Bereich geschäftlicher Finanzierungen. Auch bei Selbstständigen wird es mitunter noch vergeben. Hier können Tilgungsdarlehen helfen, denn im Gegensatz zu angestellten Arbeitnehmern sind die künftigen Finanzen von Selbstständigen und damit ihre Bonität schlechter absehbar: Mit einem schnell abgezahlten Tilgungsdarlehen mit einer hohen Anfangstilgung kann man diesem Problem begegnen.

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