Was ist ein Tagesgeldkonto?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Sie können auf einem Tagesgeldkonto jederzeit flexibel Geld ein- und auszahlen, ohne Kündigungsfrist oder feste Laufzeit.
- Mit einem Tagesgeldkonto sichern Sie sich Zinsen auf Ihr Guthaben – besser als auf dem Girokonto.
- Ihr Geld ist bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich abgesichert.
Ein Tagesgeldkonto ist ein Bankkonto, auf dem Sie Zinsen für Ihr Geld erhalten. Ihr Geld ist sicher angelegt und jederzeit verfügbar. Es eignet sich für Sie, wenn Sie Erspartes kurzfristig parken möchten, also über einige Wochen oder Monate. Zum Beispiel als Rücklage für Notfälle, für größere Anschaffungen oder um eine Geldreserve aufzubauen.
Inhalt dieser Seite
- 1Tagesgeldkonto: Was ist das?
- 2Wofür eignet sich ein Tagesgeldkonto?
- 3Wofür es nicht gedacht ist
- 4Welche Vorteile hat ein Tagesgeldkonto?
- 5Rechenbeispiel: Tagesgeld-Zinsen berechnen
- 5.1Zinsen bei jährlicher Auszahlung
- 5.2Zinsen bei monatlicher Auszahlung (mit Zinseszins)
- 6Wie finde ich ein gutes Tagesgeldkonto?
- 7FAQ: Häufige Fragen zum Tagesgeldkonto
Tagesgeldkonto: Was ist das?
Sie wollen Ihr Geld sicher anlegen, aber trotzdem immer darauf zugreifen können? Dann ist ein Tagesgeldkonto genau das Richtige für Sie.
Ein Tagesgeldkonto ist ein Konto, auf dem Sie Zinsen für Ihr Erspartes erhalten. Wie hoch die Zinsen ausfallen, hängt vom aktuellen Markt ab. Der Zinssatz kann sich also ändern. Viele Banken bieten Neukunden besonders attraktive Zinssätze für einen begrenzten Zeitraum. Daher lohnt sich ein Vergleich verschiedener Anbieter.
Der Vorteil eines Tagesgeldkontos: Sie können jederzeit Geld von Ihrem Girokonto einzahlen oder sich Geld von Ihrem Tagesgeldkonto auf Ihr Girokonto auszahlen. Anders als beim Sparbuch oder Festgeld bleiben Sie damit total flexibel, denn es gibt keine Kündigungsfristen oder feste Laufzeiten. Gleichzeitig entstehen Ihnen keine Verlustrisiken wie bei Aktien oder Fonds.
Das Tagesgeldkonto ist aber auch kein gewöhnliches Girokonto. Das Girokonto nutzen Sie für den täglichen Zahlungsverkehr, für Überweisungen oder für Einkäufe. Das ist mit einem Tagesgeldkonto in der Regel nicht möglich.
Automatisch sparen mit Dauerauftrag
Wofür eignet sich ein Tagesgeldkonto?
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Notgroschen aufbauen
Mit einem Tagesgeldkonto können Sie einen finanziellen Puffer für Notfälle aufbauen. Viele Experten empfehlen, 3 bis 6 Monatsausgaben als Rücklage für unerwartete Ausgaben oder Reparaturen. Mit dem Tagesgeldkonto bleibt diese Rücklage sicher und erreichbar.
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Sparen für kurzfristige Wünsche
Ob neue Möbel, die Urlaubsreise im nächsten Sommer oder Haushaltsgeräte: Wenn Sie für bestimmte Anschaffungen sparen möchten, ist ein Tagesgeldkonto ideal. Ihr Geld bleibt verfügbar, bis Sie es brauchen.
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Rücklage für Selbstständige
Auch für Selbstständige und Unternehmer eignet sich ein Tagesgeldkonto: Sie schaffen damit eine flexible Rücklage für Steuerzahlungen oder Betriebskosten, ohne das Geschäftskonto zu belasten.
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Zwischenlösung für größere Beträge
Sie haben eine größere Summe erhalten, wissen aber noch nicht genau, was Sie damit machen wollen? Dann ist das Tagesgeldkonto ein sicherer Ort. Sie können das Geld hier kurzfristig zurücklegen, bis Sie sich entschieden haben.
Tagesgeldkonto: Wofür es nicht gedacht ist
So praktisch ein Tagesgeldkonto ist, bringt es auch einige Nachteile mit:
- Keine Lösung für langfristiges Sparen: Die Tagesgeldzinsen sind zwar besser als beim Girokonto, für eine langfristige Geldanlage reicht das aber nicht aus. Inflation und niedrige Zinserträge sorgen dafür, dass sich das Vermögen auf Dauer zu langsam vermehrt. Für den Vermögensaufbau eignen sich eher Fonds, ETFs oder andere Anlageformen.
- Kein Ersatz für ein Girokonto: Ein Tagesgeldkonto ist kein Konto für den Alltag. Sie können in der Regel keine Überweisungen auf andere Konten tätigen, keine Daueraufträge einrichten und auch keine Kartenzahlungen damit abwickeln. Für Ihren Gehaltseingang oder regelmäßige Zahlungen bleibt das Girokonto die erste Wahl.
Welche Vorteile hat ein Tagesgeldkonto?
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Immer verfügbar
Sie können jederzeit Geld ein- oder auszahlen, ganz ohne Einschränkungen. Perfekt, wenn Sie spontan auf Ihr Erspartes zugreifen möchten.
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Guter Zinssatz
Im Vergleich zum klassischen Girokonto bietet ein Tagesgeldkonto in der Regel höhere Zinsen. So holt Ihr Geld ohne Risiko ein kleines Extra raus.
Die meisten Tagesgeldkonten sind -
Meist kostenlos
Die meisten Tagesgeldkonten sind kostenfrei in der Kontoführung.
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Geld versichert
Bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank sind abgesichert. So ist Ihr Geld auch im Ernstfall zuverlässig geschützt.
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Einfach zu verwalten
Ob am Laptop oder per App – Tagesgeldkonten lassen sich bequem online verwalten. Das macht das Handling im Alltag besonders unkompliziert.
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Flexibel kombinierbar
Ein Tagesgeldkonto lässt sich oft mit anderen Spar- oder Anlageformen kombinieren, zum Beispiel als Ergänzung zum Girokonto oder zum Wertpapierdepot.
Rechenbeispiel: Tagesgeld-Zinsen berechnen
Zinsen bei jährlicher Auszahlung
Wie viel bringt ein Tagesgeldkonto eigentlich? Das hängt vom Zinssatz pro Jahr (p. a.), dem Zeitpunkt der Zinsgutschrift und der Laufzeit ab. Mit einem einfachen Rechenbeispiel wird schnell klar, was Sie erwarten können:
- Startkapital: 10.000 €
- Zinssatz (p. a.): 3 % bzw. 0,03
- Gutschrift: jährlich
Berechnung:
Jahreszins = Startkapital x Zinssatz pro Jahr ⇒ 10.000 € x 0,03 = 300 €
Endbetrag = Startkapital x (1 + Zinssatz pro Jahr)Anzahl Jahre ⇒ 10.000 € x (1 + 0,03)1 = 10.300 €
| Startkapital | Zinssatz (p. a.) | Gutschrift | Jahreszins | Endbetrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jahr | 10.000 € | 3 % | jährlich | 300 € | 10.300 € |
| 2. Jahr | 10.300 € | 3 % | jährlich | 309 € | 10.609 € |
| 3. Jahr | 10.609 € | 3 % | jährlich | 318 € | 10.927 € |
Zinsen bei monatlicher Auszahlung (mit Zinseszins)
Wenn die Zinsen monatlich gutgeschrieben werden, wächst Ihr Guthaben noch schneller. Denn durch die Zinsen erhöht sich Ihr angelegter Betrag, auf den es ja wieder Zinsen gibt. Der Zinseszinseffekt kommt zum Tragen:
- Anfangskapital: 10.000 €
- Zinssatz (p. a.): 3 % bzw. 0,03
- Zinsgutschrift: monatlich
Berechnung:
Jahreszins = Startkapital x [(1 + Zinssatz pro Jahr ÷ 12)12 – 1] ⇒ 10.000 € x [(1 + 0,03 ÷ 12)12 -1] = 304 €
Endbetrag = Startkapital x [1 + (Zinssatz pro Jahr ÷ 12)]12 x Anzahl Jahre ⇒ 10.000 € x [1 + (0,03 ÷ 12)]12 x 1 = 10.304 €
| Startkapital | Zinssatz (p. a.) | Gutschrift | Jahreszins | Endbetrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jahr | 10.000 € | 3 % | monatlich | 304 € | 10.304 € |
| 2. Jahr | 10.304 € | 3 % | monatlich | 313 € | 10.617 € |
| 3. Jahr | 10.617 € | 3 % | monatlich | 23 € | 10.940 € |
Wie finde ich ein gutes Tagesgeldkonto?
Nicht jedes Tagesgeldkonto ist gleich, auch wenn die verschiedenen Angebote auf den ersten Blick ähnlich wirken. Damit Sie das optimale Tageskonto für Ihre Bedürfnisse finden, sollten Sie auf ein paar wichtige Punkte achten.
- Zinssatz und Zinsintervall:
Der Zinssatz ist natürlich entscheidend. Achten Sie darauf, ob es Sonderzinsen für Neukunden gibt, wie lange dieses Angebot gilt und wie hoch die Zinsen danach sind. Wenn die Zinsen jeden Monat gutgeschrieben werden, wächst Ihr Guthaben schneller, denn Sie erhalten dann auch Zinsen auf die Zinsen der Vormonate (= Zinseszinseffekt).
- Kontoführung:
Ein gutes Tagesgeldkonto sollte kostenlos sein.
- Nutzerfreundlichkeit:
Gibt es eine Banking-App oder einen Online-Zugang? Das Konto sollte sich im Alltag leicht und intuitiv bedienen lassen.
- Zusatzfunktionen:
Manche Banken bieten zusätzliche Funktionen. Dazu gehören zum Beispiel Unterkonten, auf denen Sie Ihre Sparziele trennen können. Auch eine Kombination mit anderen Geldanlagen, wie dem Depot oder dem Festgeld, sind manchmal möglich.
Wenn Sie ein Angebot gefunden haben, das zu Ihnen passt, können Sie in wenigen Schritten Ihr Tagesgeldkonto eröffnen. Das geht meist bequem online und ist kostenlos.
Tagesgeldkonto als Gemeinschaftskonto
FAQ: Häufige Fragen zum Tagesgeldkonto
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Was ist ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto ist ein Sparkonto mit Zinsen, auf dem Ihr Geld täglich verfügbar ist. Sie können jederzeit Beträge einzahlen oder abheben.
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Wie unterscheidet sich Tagesgeld vom Festgeld?
Beim Festgeld legen Sie Ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum an. Dafür gibt es in der Regel höhere Zinsen, aber während der Laufzeit können Sie nicht auf das Geld zugreifen. Beim Tagesgeld bleiben Sie flexibel: Es gibt keine feste Laufzeit und das Ersparte ist immer verfügbar.
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Wie sicher ist mein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto?
In der EU gilt ein gesetzlicher Schutz für Ihr Erspartes: Guthaben bis 100.000 Euro pro Person und Bank sind geschützt. Das gilt auch im Fall einer Bankenpleite. Viele Banken bieten darüber hinaus weitere Absicherungen.
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Wie finde ich den besten Zinssatz?
Vergleichen Sie regelmäßig die Angebote verschiedener Banken. Achten Sie auf:
- Höhe der Zinsen für Neu- und Bestandskunden
- Häufigkeit der Zinsgutschrift: Bei einer monatlichen oder quartalsweisen Gutschrift profitieren Sie vom Zinseszinseffekt.
- Laufzeit und Bedingungen bei Sonderaktionen
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Kann ich von einem Tagesgeldkonto Überweisungen tätigen?
Bei den meisten Banken ist es nicht möglich, Geld vom Tagesgeldkonto auf ein anderes Konto zu überweisen. Eine Überweisung geht in der Regel nur auf das eigene Girokonto, das als Referenzkonto dient.
Für den Zahlungsverkehr, zum Beispiel Überweisungen an Dritte, Lastschriften oder Daueraufträge, benötigen Sie weiterhin ein Girokonto.
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