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30. November 2020
von easyCredit

Verkehrssicher mit dem Fahrrad durch den Winter

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Die richtige Ausrüstung fürs Fahrradfahren im Winter ist wichtig, ein vorausschauendes Fahrverhalten, wie auch das restliche Jahr über, unerlässlich. iStock.com/AleksandarNakic

Aufs Fahrrad muss auch bei Regen und Schnee nicht zwingend verzichtet werden. Wichtig ist, dass Sie sich und Ihr Zweirad auf die Wintersaison vorbereiten. Dazu klären wir Fragen wie:

  • Warum benötigt das Fahrrad für den Winter Extrapflege?
  • Sind Winterreifen fürs Fahrrad sinnvoll?
  • Welche Fahrweise ist im Winter angebracht?
  • Was passiert in Dunkelheit mit Sehgewohnheiten?

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. So ähnlich ist es auch beim Fahrradfahren: Der Winter muss nicht zwingend eine Radelpause bedeuten. Mit der richtigen Ausrüstung für Sie und Ihr Zweirad trotzen Sie nicht nur Wind und Wetter, sondern auch früher Dunkelheit und laubigen Fahrradwegen.

Regel Nummer eins beim Fahrradfahren ist jedoch wetterunabhängig: Sicherheit geht vor. Wenn Sie sich also nicht sicher auf Ihrem Fahrrad fühlen, sei es aufgrund von Lichtverhältnissen oder ungeräumten Radfahrwegen, sollten Sie das Rad stehen lassen. Sehen Sie allerdings nur die äußeren Umstände der Jahreszeit als hinderlich, haben wir hier die richtigen Tipps für Sie.

 

Fahrradpflege in der Wintersaison

Wie auch im Frühjahr ist es wichtig, das Fahrrad für die bevorstehende Saison fit zu machen. Denn setzt sich Dreck erstmal am Fahrrad fest, kann er auf Dauer Schaden anrichten. Besonders im Winter machen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt dem Rad zu schaffen, wenn Staub und Schmutz anfrieren und so Schrauben oder den Lack angreifen.

Wie Sie Ihr Fahrrad grundlegend auf Vordermann bringen, erfahren Sie in unserem Fahrrad-Check. Darüber hinaus sollten Sie der Fahrradkette im Winter besondere Aufmerksamkeit schenken, denn sie ist gerade dann anfällig für Rost. Dies liegt einerseits an der erhöhten Feuchtigkeit durch Regen oder Schnee und andererseits am Streusalz, das das Metall angreift. Bei niedrigen Temperaturen kann es außerdem schnell passieren, dass die Fahrradbremse nicht mehr funktioniert. Hier hilft Frostschutzmittel oder säurefreies Fett, wie beispielsweise Vaseline, für die Züge der Bremse.

 

Was macht ein Winterfahrrad aus?

Besonders hochwertige Fahrräder sollten in den Winterschlaf gehen: Ein Carbonrahmen zum Beispiel würde unter viel Nässe gepaart mit Streusalz nur leiden. Zudem ist die sonst so geschätzte Leichtigkeit des Carbons im Winter eher ein Nachteil, da das Fahrrad leichter wegrutschen kann.

Es ist allerdings nicht immer notwendig, für den Winter in ein komplett neues Fahrrad zu investieren. Mit ein paar Anpassungen können Sie einige Modelle für die kalte Jahreszeit aufrüsten. Damit schützen Sie Ihr Rad und vor allem sich selbst.

Ein Fahrrad muss in erster Linie zuverlässig und sicher sein, das gilt auch für den Winter. Um das zu gewährleisten, bedarf es auf jeden Fall exzellenter Bremsen, breiterer Reifen und einer guten Beleuchtung. Sind diese Komponenten vorhanden, ist Ihr Rad wintertauglich. Möchte man allerdings regelmäßig und möglichst bequem durch die kalte Jahreszeit radeln, gehört noch ein wenig mehr dazu.

Checkliste fürs Fahrrad im Winter
  • Licht: Gute Beleuchtung am Zweirad ist extrem wichtig. In den Wintermonaten werden die Tage kürzer und so ist es länger und früher dunkel. Überprüfen Sie daher gerade bei älteren Fahrrädern, ob die gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf die Beleuchtung erfüllt sind. Eine nicht vorhandene oder defekte Beleuchtung kann Sie nicht nur die Sicht, sondern auch ein Bußgeld kosten.

 

  • Bremsen: Machen Sie vor jedem Losfahren einen Bremstest. Gerade im Winter können sich Matsch- und Salzreste an den Bremsen festsetzen und in kurzer Zeit festfrieren.

 

  • Reifen: Fahren Sie nicht mit abgefahrenen Reifen – ein grobstolliges Profil oder spezielle Spikes vergrößern den Grip bei Eis und Schnee zusätzlich. Mehr Grip haben Sie zudem, wenn Sie den Luftdruck etwas verringern, dadurch wird die Auflagefläche des Reifens erhöht.

 

  • Reflektoren: Erhöhen Sie Ihre Sicherheit durch Reflektoren am Rad und reflektierende Kleidung oder Sicherheitswesten.

 

 

  • Spezielle Kleidung: Tragen Sie wetterfeste und ausreichend warme Kleidung. Nur wenn Sie nicht frieren oder durchnässt sind, können Sie sich konzentrieren. Den besseren Grip bei Schnee und Eis geben Schuhe mit Profil.

 

Winterreifen fürs Fahrrad?

Waren Sie im Sommer mit profillosen glatten Reifen unterwegs, empfiehlt es sich, diese für den Winter gegen Reifen mit Profil auszutauschen. Spezielle Winterreifen sind beim Fahrrad allerdings nicht vorgeschrieben. Winterfahrradreifen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Gegenüber normalen Fahrradreifen fallen sie oft breiter aus.

Eine Reifenbreite von mindestens 25 Millimetern ist für die kalte Jahreszeit empfehlenswert, optimal hingegen sind 28-Millimeter-Reifen. Breitere Reifen können mit weniger Druck gefahren werden, sorgen daher für ein Plus an Komfort, bieten eine größere Kontaktfläche zur Straße und somit auch einen besseren Grip. Das sorgt bei Schnee und Glätte dafür, dass Sie kontrollierter radeln können, auch wenn weder geräumt noch gestreut wurde. Gerade auf nassen Straßen, die im Winter von Splitt übersät sind, sind breitere Reifen zu empfehlen.

Manche Winterreifen sind auch mit sogenannten Spikes ausgestattet. Das sind kleine Metallstifte, die ins Gummi eingearbeitet sind. Diese sind optimal für schneebedeckte Wege geeignet. Fahren Sie auf geräumten Straßen, sind solche Winterreifen eher schwerfällig und aufgrund der Spikes zudem noch sehr laut.

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Lassen Sie die Luft raus

Reduzieren Sie den Luftdruck im Winter um etwa ein Bar, damit der Reifen mit einer breiteren Fläche auf dem Straßenbelag aufliegt. Das erhöht zwar auch etwas den Rollwiderstand – verbessert aber vor allem den Grip, wenn es in den frühen Morgenstunden glatt ist oder vielleicht sogar Schnee auf der Fahrbahn liegt.

Schutzbleche – das Must-Have Winterzubehör fürs Rad

Anders als vielleicht im Sommer, kommt’s im Winter etwas mehr auf Praktikabilität an. Ohne Schutzbleche sollten Sie sich im Winter daher nicht aufs Rad setzen. Sind Sie auf nassen, matschigen Straßen unterwegs, schützen Sie nicht nur sich selbst vor hochspritzendem Matsch und Wasser – auch hier Hintermann wird es Ihnen danken.

Wer bislang ohne Schutzbleche unterwegs war, kann sogenante Steckschutzbleche nachrüsten. Vorteil: Diese können im Frühjahr schnell und einfach abmontiert werden. Diese bieten zwar keinen kompletten Schutz wie herkömmliche Schutzbleche, halten aber dennoch das Gröbste ab.

 

Schnee und Regen. So fahren Sie richtig

Auch wenn Sie sich mit Ihrem winterfesten Fahrrad inklusive breiter Reifen und einem robusten, stabilen Rahmen sicher fühlen: Vergessen Sie nicht, auch Ihren Fahrstil den Witterungsverhältnissen anzupassen. Dies gilt natürlich nicht nur für die Wintermonate, sondern auch das restliche Jahr über:

  • Vorsicht in Kurven: Reduzieren Sie vor Kurven frühzeitig die Geschwindigkeit. Vermeiden Sie es auch, sich zu weit in die Kurve zu lehnen oder sie zu eng zu nehmen.
  • Abstand: Radfahren bei regennasser Fahrbahn, Schnee und Glätte erfordert viel Aufmerksamkeit. Da empfiehlt es sich, besonders viel Abstand zu halten und langsam zu fahren. Rechnen Sie auch immer mit dem Fehlverhalten anderer.
  • Bodenbelag berücksichtigen: Fahren Sie bei Nässe auf Bodenmarkierungen oder Kopfsteinpflaster besonders vorsichtig. Hier droht Rutschgefahr.
  • Eindeutige Zeichengebung: Fahren Sie besonders vorsichtig und geben Sie klare Handzeichen im Straßenverkehr.
  • Vorsicht bei Eis: Lenken oder bremsen Sie niemals auf rutschigen oder vereisten Flächen. Lassen Sie Ihr Rad geradeaus rollen. Fahren Sie besonders achtsam auf Brücken. Hier ist die Fahrbahn oftmals eisiger.
  • Keine Eile: Auf fünf Minuten kommt es nicht an. Hektik birgt Unfallpotenzial. Fahren Sie lieber langsam und ruhig. So erreichen Sie sicher Ihr Ziel.
  • Volle Konzentration: Telefonieren oder tippen Sie niemals während des Fahrens mit Ihrem Smartphone. Neben der fehlenden Konzentration im Straßenverkehr droht Ihnen ein Bußgeld.

Noch ein Tipp: Stellen Sie Ihren Sattel im Winter ein bisschen tiefer. So stehen Sie in kritischen Situationen schneller auf den Füßen. In schwierigen Situationen behalten Sie so leichter die Balance.

Die richtige Kleidung für die kalten Tage

Auch Ihre Fahrradbekleidung sollte Sie schützen – und zwar vor Wind, Kälte und Regen oder Schnee. Das Zwiebelprinzip ist auch hier verlässlich: ganz zum Schluss kommen Regenhose und -jacke. Eine Regenhose kann sich aber auch lohnen, wenn es zwar trocken ist, die Straßen aber noch nass sind. Damit schützen Sie sich auch vor Spritzern. Warme, wasserdichte Schuhe sind ebenfalls ein Plus. Sollten die nicht zu Ihrem Arbeitsalltags-Outfit passen, können Sie an Ihrem Arbeitsplatz ein paar Schuhe für dort deponieren. Zusätzliche Reflektoren an Helm und Kleidung erhöhen die Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit. Eine gute Radbeleuchtung und Reflektoren am Rad selbst sind natürlich weiterhin Pflicht.

Kommen Sie gut durch den Winter.

In diesem Artikel
  • Fahrrad
  • Mobilität
  • Sicherheit
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