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09. November 2020
von easyCredit

Umbau zum Mehrgenerationenhaus

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Die Thieles beim Familienessen im gemeinsamen Garten ihres Mehrgenerationenhauses. iStock.com/AleksandarNakic

Was früher ganz normal war, ist heute nicht mehr selbstverständlich: das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach. Doch diese Form des Zusammenlebens wird immer beliebter – mit Vorteilen für alle. Aber wie teuer und aufwändig ist ein solcher Umbau? Familie Thiele hat den Umbau gewagt und das Haus der Großeltern Harald und Margot in ein Mehrgenerationenhaus verwandelt.

Im Erdgeschoss wohnen Margot und Harald. Ihre Wohnung haben sich die beiden seniorengerecht umbauen lassen. Dazu gehörte auch die Sanierung des alten Bades. „Das Badezimmer hatten wir seit dem Hausbau in den 70er-Jahren nicht mehr groß verändert. Der Einstieg in Badewanne und Dusche war hoch und unbequem. Die Toilette hing dafür sehr tief“, lacht Margot. „Jetzt ist alles bodengleich und mit Haltegriffen ausgestattet. Sogar einen klappbaren Duschstuhl haben wir in der Dusche angebracht“, ergänzt ihr Mann.

„Wir sind zwar mit Anfang 60 beide noch ziemlich fit. Aber wer weiß, wie lange das noch so bleibt“, meint Margot. „Natürlich haben wir jetzt die Kinder im Haus, die uns auch im hohen Alter unterstützen können. Trotzdem wollen wir so lange wie möglich selbstständig in unserer Wohnung leben, ohne ständig auf deren Hilfe angewiesen zu sein.“ Deshalb haben die beiden auch in der Küche Veränderungen vorgenommen. „Backofen und Mikrowelle wurden in Hüfthöhe angebracht. Beides ist jetzt bequem zu erreichen. Und wenn einer von uns im Rollstuhl landet, ist die Bedienung dann kein Problem mehr“ erklärt Harald. Außerdem haben die beiden für eine bessere Ausleuchtung ihrer Wohnung gesorgt. So fällt die Orientierung leichter und Hindernisse können schneller erkannt werden.

 

Wie gestalte ich meine Wohnung barrierefrei?

Nach einem Unfall oder einer Krankheit ist es manchmal dringend notwendig, die eigenen vier Wände so schnell wie möglich barrierefrei umzubauen. Aber auch ohne akuten Handlungsbedarf bedeutet ein barrierefreies Zuhause eine gute Investition in die eigene Zukunft: Mit zunehmendem Alter kommen oftmals körperliche Einschränkungen. Beispielsweise spielen die Hüfte und das Knie nicht mehr mit. Dadurch werden allein schon die Treppen zu einem manchmal unüberwindlichen Hindernis. Wer sein Zuhause aber frühzeitig umbaut, hat die Chance, bis ins hohe Alter selbstständig darin zu leben.

 

Wie finanziere ich mein barrierefreies Zuhause?

Die Kosten eines barrierefreien Umbaus lassen sich nicht pauschal beziffern. Die erforderlichen Umbaumaßnahmen hängen von der baulichen Beschaffenheit, dem Grundriss und den individuellen Bedürfnissen ab. In der Regel muss man die Kosten der anfallenden Umbaumaßnahmen selbst tragen. Reichen die Ersparnisse für Ihre individuellen Bedürfnisse nicht aus, lohnt sich eine Finanzierung über easyCredit. Laufzeit und Raten können Sie ganz einfach selbst festlegen und die easyCredit-Finanzreserve sorgt für weiteren finanziellen Spielraum bequem per Mausklick.

 

Was gilt es beim barrierefreien Umbau zu beachten?

Beim Umbau Ihres Eigenheims oder Ihrer Eigentumswohnung haben Sie beim barrierefreien Umbau weitestgehend Planungsfreiheit. Aber darf man auch als Mieter seine Mietwohnung ohne weiteres barrierefrei umbauen? Grundsätzlich ist das erlaubt. Für Änderungen an der Bausubstanz benötigen Sie aber in jedem Fall die Zustimmung Ihres Vermieters. Kann der Mieter ein berechtigtes Interesse am barrierefreien Umbau vorweisen, muss der Vermieter für gewöhnlich zustimmen. Ablehnen darf er nur, wenn seine eigenen Interessen durch den barrierefreien Umbau gefährdet sind. Beispielsweise wenn der Verkaufswert des Hauses durch die Maßnahmen erheblich sinken würde. Kleinere Maßnahmen, wie das Anbringen von Haltegriffen, können Sie auch ohne Zustimmung des Vermieters durchführen.

Für die Durchführung des barrierefreien Umbaus selbst gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder schließen Mieter und Vermieter eine Modernisierungsvereinbarung ab. Die Umbaumaßnahmen werden dann vom Vermieter organisiert und getragen. Nachteil: Meist wird dann eine höhere Miete fällig. Der Mieter kann den Umbau aber auch selbst durchführen und bezahlen. Dann hat der Vermieter kein Mitspracherecht was Material und Ausstattung angeht. Allerdings kann er bei Auszug des Mieters auf einen vollständigen Rückbau bestehen! Ein Umbau in Eigenregie lohnt sich demnach nur, wenn Sie auch längerfristig in der Mietswohnung bleiben wollen.

Unser Tipp: Am besten schließen Sie im Vorfeld der Umbauarbeiten eine schriftliche Vereinbarung mit Ihrem Vermieter ab, in dem alle wichtigen Punkte festgehalten werden. So haben Sie in jedem Fall Planungssicherheit und können eventuelle finanzielle Belastungen frühzeitig einkalkulieren.

Welche Umbaumaßnahmen in Sachen Barrierefreiheit gibt es?

Bad:

  • eine bodengleiche Dusche mit Duschsitz und Griffen
  • niedrige Badewanne, optional mit Badewannenlift
  • Haltegriffe neben WC und Badewanne
  • WC mit hoher Sitzhöhe für leichteres Aufstehen

 

Küche:

  • Backofen, Mikrowelle oder Spülmaschine auf Hüfthöhe
  • Niedrige Arbeitsplatte

 

Weitere Maßnahmen:

  • rutschfeste Bodenbeläge
  • Türbreiten von mindestens 80 cm
  • Bewegungsflächen in Bad, Küche und Flur von mindestens 120 cm mal 120 cm
  • eine gute Ausleuchtung der Wohnung
  • Haltegriffe, Sitz- und Aufstehhilfen an verschiedenen Stellen in Haus oder Wohnung
  • Rampen für schwellenlose Bewegung

„Der barrierefreie Umbau hat uns um die 55.000 Euro gekostet. Leider nicht ganz billig“, seufzt Margot. „Für den Großteil haben wir Erspartes eingesetzt. Die bodengleiche Dusche haben wir aber beispielsweise über das Programm „Seniorengerecht Umbauen“ finanziert, das es in Sachsen gibt“, berichtet Harald. „Unsere Tochter Alisa hat für den Ausbau des Dachbodens einen Ratenkredit von easyCredit aufgenommen. Davon haben sie 2.000 Euro abgezweigt und in unser neues Beleuchtungssystem investiert. Wir hätten echt nicht gedacht, wie teuer gute Lampen heutzutage sind. Dank easyCredit war im Umbaujahr am Ende sogar noch der alljährliche Ungarn-Urlaub für uns drin“, freut sich Margot.

Öffentliche Förderung für den barrierefreien Umbau

Wer nicht mehr mobil ist, muss nicht auf sein gewohntes Umfeld verzichten. Diese Fördermöglichkeiten für den altersgerechten Umbau gibt es:

  • Programm „Altersgerecht Umbauen“ für zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank
  • Zuschuss der Pflegekassen für bereits Pflegebedürftige bis zu 4.000 Euro
  • Wohnberechtigungsscheine für einkommensschwache Rentner
  • Förderungen durch die Bundesländer (z. B. das Programm „Seniorengerecht Umbauen“ des Freistaates Sachsen)

Wohnfläche schaffen – ungenutzte Flächen nutzen

Der erste Stock ist das Reich von Margot und Haralds Sohn Jan, dessen Frau Susan und den gemeinsamen Kindern Naomi und Kilian. Hier musste am wenigsten umgebaut werden. Ein großes Badezimmer und die früheren Kinderzimmer von Jan und seinen drei Geschwistern waren bereits vorhanden. Das größte davon ist nun ein gemütliches Wohnzimmer mit offener Küche, die anderen wurden zum Elternschlafzimmer und den Kinderzimmern für Naomi und Kilian.

Das Dachgeschoss hat die größte Verwandlung durchgemacht. Die Thieles bauten den kahlen Dachboden zu einer schicken Singlewohnung für Jans jüngere Schwester Alisa aus. Gemeinsam genutzt werden der Garten und der Keller mit Waschküche.

„Im Umbau stecken viel Eigenleistung und Zeit von uns allen“ berichtet Sohn Jan. „Aber das hat uns noch näher zusammengebracht und uns in unserer Entscheidung bestärkt, dass wir dieses Projekt gemeinsam stemmen können.“ Seine Frau Susan ergänzt: „Es ist ja nicht nur ein finanzielles Wagnis. Wir haben uns manchmal auch gefragt, ob das Zusammenleben am Ende dann auch wirklich harmonisch gelingen kann.“

„Emotional und finanziell hängen wir ja alle mit drin. Jeder hat sein Erspartes investiert. Aber wir hatten auch Glück und haben eine Förderung vom Bund in Höhe von 40.000 Euro für unser Mehrgenerationenhaus bekommen. 2020 kann man durch das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus sogar bis zu 50.000 € Unterstützung bekommen. Wie das Anschlussprogramm im Jahr danach aussieht, liegt an den Kommunen.“, berichtet Tochter Alisa, die jetzt im Dachgeschoß lebt.

Was passiert im Pflegefall mit dem gemeinsamen Haus?

Wenn die Rente der Pflegebedürftigen nicht ausreicht, sind direkte Verwandte ersten Grades zu Unterhaltszahlungen verpflichtet. Die Immobilien der Angehörigen sind grundsätzlich geschützt. Anders sieht es aus, wenn die Großeltern als Eigentümer mit im Grundbuch stehen: In diesem Fall kann es passieren, dass sie das gemeinsame Haus verkaufen müssen, um für die Pflegekosten aufzukommen. Über diese Problematik sollten Sie unbedingt vor einem Hauskauf oder Umbau nachdenken und sich für den Fall der Fälle auf eine Strategie einigen.

Zusammenleben im Mehrgenerationenhaus

Und wie funktioniert das Zusammenleben bei den Thieles? „Noch bevor wir uns wirklich für den Umbau entschieden haben, haben wir viele Gespräche geführt und Pläne geschmiedet“, erzählt Jan. „Wie stellen wir uns das eigentlich vor? Was wünschen wir uns für das Zusammenleben? Was geht gar nicht? Welche Regeln möchten wir aufstellen? Wichtig war uns zum Beispiel, dass wir nicht einfach ungefragt die anderen Wohnungen betreten. Das sind die privaten Rückzugsräume der Anderen und es wird immer angeklopft. Das bringen wir auch genauso den Kindern bei. Auch die finanziellen Entscheidungen haben wir alle gemeinsam getroffen. Das hat ziemlich lange gedauert, bis wir uns einig waren.“

„Kommunikation ist unglaublich wichtig in einem Mehrgenerationenhaus. Und man sollte auch keine Angst vor Konflikten haben, die wird es nämlich immer wieder geben“, lacht Alisa.

Welche Fragen müssen vor dem Umbau geklärt werden?

  • Welche Art Hausaufteilung bietet sich an?
  • Was darf das neue, gemeinsame Generationenhaus kosten?
  • Wer trägt welche Kosten (Kaufpreis und laufende Kosten)?
  • Wie sollen die Eigentumsverhältnisse geregelt sein (wer steht im Grundbuch, wer hat welches Wohnrecht)?
  • Wie gehen wird mit den gemeinsamen Lebenshaltungskosten um?
  • Wie werden Alltagsaufgaben im Mehrgenerationenhaus aufgeteilt?
  • Welche Regeln sollten für das Zusammenleben gelten?
  • Wie wird vorgegangen, wenn Haushaltsmitglieder pflegebedürftig werden?

Für wen ist ein Mehrgenerationenhaus geeignet?

Das Miteinander im Alltag steht beim Mehrgenerationenhaus im Vordergrund. Zu den großen Vorteilen dieser Wohnprojekte gehört die gegenseitige Hilfe im Alltag. Rentner übernehmen dabei oft die Kinderbetreuung, während die Jüngeren Fahrdienste oder Hilfe beim Einkaufen und Kochen anbieten. Einsam wird man sich im Mehrgenerationenhaus in der Regel nie fühlen. Durch den gemeinsamen Alltag und die räumliche Nähe entsteht eine enge Gemeinschaft.

Nicht unbedingt etwas für jedermann: Der ständige Trubel kann Menschen, die Ruhe suchen, schnell zu viel werden. Wichtig sind vor allem Gesprächsbereitschaft und eine gesunde Einstellung zu Konflikten. Wenn unterschiedliche Generationen zusammenleben, treffen auch unterschiedliche Meinungen und Weltanschauungen aufeinander. Bei Familien kann es auch leicht zu Auseinandersetzungen zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern kommen, wenn diese zum Beispiel unterschiedliche Vorstellungen von Kindererziehung haben – hier ist es wichtig, von Vornherein klare Grenzen zu ziehen.

Vorteile des Mehrgenerationenhauses

  • Kosten sparen (Baufinanzierung und Nebenkosten)
  • Gemeinsamer Haushalt entlastet
  • Eine mögliche Pflegekoordination wird leichter

Nachteile des Mehrgenerationenhauses

  • Eventuelle Einschränkungen in der Privatsphäre
  • Erhöhtes Konfliktpotential

Auch, wenn es natürlich hin und wieder Streit gibt – Familie Thiele schätzt das tägliche Miteinander sehr. „Das Schöne ist, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen können. Meine Eltern oder ich können auf die Kinder aufpassen und meinem Bruder und Susan eine Pause verschaffen. Ich bin als Fotografin viel unterwegs, muss mir aber währenddessen keine Sorgen um meine Katzen machen, die sind immer gut versorgt. Und wir sind auch als Familie viel enger zusammengerückt und verstehen uns besser denn je“, meint Alisa.

 

Umbau finanzieren mit easyCredit

Egal ob Sie den Umbau für ein Mehrgenerationenhaus oder ein anderes Großprojekt planen: Der Ratenkredit von easyCredit hilft Ihnen dabei, Ihr Zuhause nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Bestimmen Sie bequem per Mausklick Ihre individuelle Laufzeit und Rate einfach komplett selbst. Unser Kreditrechner errechnet Ihnen ganz einfach Ihre monatliche Rate.

Und wenn Sie die easyCredit-Finanzreserve als clevere Erweiterung dazu bestellen, erhalten Sie je nach Bonität bis zu 15.000 Euro zusätzlich zu Ihrem Kredit. Weitere Informationen zur easyCredit-Finanzreserve bietet auch unser Blogartikel zu diesem Thema.

In diesem Artikel
  • Familie
  • Haus & Garten
  • Umbau & Renovieren
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