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Gastbeitrag von Marina Hirschmann

 

150710 blog schutzbrief_ohne LogoSobald Interesse für einen Kredit besteht, stellt sich nach kurzer Zeit unweigerlich die Frage, ob es sinnvoll ist eine Restschuldversicherung (auch als Restkreditversicherung bekannt) abzuschließen. Mit einem klaren ja oder nein ist diese wichtige Frage oft nicht zu beantworten. Vielmehr sollte man sich als Kunde umfassend darüber informieren und sich zu diesem Thema beraten lassen.

 

Wie treffe ich die richtige Wahl?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Restkreditversicherung um eine Absicherung des Kreditnehmers, bzw. der Angehörigen, gegen unvorhersehbare Lebensereignisse, wie z.B. Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Todesfall. Im Ernstfall trägt die Versicherung einen Prozentteil bis hin zur kompletten monatlichen Rate. Klingt irgendwie sinnvoll. So viel zur Theorie. Und was heißt das jetzt in der Praxis? Soll ich jetzt eine Restkreditversicherung abschließen?

 

Um sich unabhängig zu informieren, führt der erste Weg meist in das World Wide Web, um die Angebote der unterschiedlichen Anbieter, die Vor- und Nachteile, Erfahrungen anderer und sonstiges Wissenswertes zu recherchieren. Nach einigen kritischen Foren- und Expertenbeiträgen stellt sich nach kurzer Zeit ein mulmiges Gefühl ein. Denn anstatt sich aufgeklärt zu fühlen, erreicht man das komplette Gegenteil – nämlich völlige Verunsicherung. Doch warum ist das so? Die Antwort ist: Weil es kein allgemeingültiges richtig oder falsch gibt.

 

Man sollte folgende Punkte beachten, um die für sich persönlich richtige Entscheidung fällen zu können:

  • Prinzipiell ist eine zusätzliche Absicherung bei einer hohen Kreditsumme und langen Laufzeiten empfehlenswert.
  • Wichtig ist auch zu klären, wie hoch das persönliche Risiko eingeschätzt wird, einen finanziellen Engpass zu erleiden, bzw. wie schwerwiegend die Auswirkungen wären.
  • Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, ob schon anderweitige Versicherungen, wie z.B. eine Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung bestehen, die einen Teil des Risikos abdecken können.

 

Restkreditversicherungen – auf Herz und Nieren prüfen

  • Der Abschluss einer Restkreditversicherung sollte unabhängig vom Kredit sein und ist rechtlich betrachtet absolut freiwillig. Seriöse Anbieter informieren über diesen Sachverhalt im Rahmen des Beratungsgespräches und unterstützen in der Entscheidungsfindung.
  • Die Restkreditversicherungen unterscheiden sich durch unterschiedliche Leistungsbausteine. Die meisten Anbieter haben standardmäßig eine Absicherung bei Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit in ihrem Portfolio. Man sollte sich überlegen, ob man zusätzlich eine Absicherung im Fall von Kurzarbeit oder Scheidung benötigt, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Die enthaltenen Leistungsbausteine sollten genau geprüft werden, sowie eventuelle Wartezeiten und Ausschlussklauseln bei Vorerkrankungen. Außerdem ist es wichtig das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen – so vermeidet man böse Überraschungen.
  • Das Preis-Leistungsverhältnis unterschiedlicher Anbieter sollte ebenfalls verglichen werden, dabei sollte man nicht nur auf die Kosten achten, sondern vor allem auch auf den Leistungsumfang.

 

Wenn Sie sich für eine Restkreditversicherung entscheiden, hier noch ein paar abschließende Tipps: Nehmen Sie sich die Zeit und wählen Sie eine Absicherung, die ideal zu Ihren Bedürfnissen und Wünschen passt. Nur so können Sie sich nach einem Abschluss entspannt zurücklehnen und sich sicher sein, die richtige Wahl getroffen zu haben. Lassen Sie sich bei der Auswahl durch den Berater Ihres Vertrauens unterstützen und lesen Sie vor dem Abschluss einer Restkreditversicherung den Vertrag gut durch.