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Von Benedikt Billmeyer unter:
AutoTipps und Tricks

Thorsten will einen Gebrauchtwagen kaufen. Er hat sich schon Gedanken über das Baujahr, den Kilometerstand und das Fabrikat gemacht. Jetzt muss er sich entscheiden, ob er es von einer Privatperson oder beim Autohändler kaufen soll und wie er das Ganze finanzieren will.

Klar, sagt sich Thorsten, Privatanbieter sind günstiger. Dafür haben ihre Autos aber mehr Kilometer auf dem Tacho. Aber wie viel günstiger sind sie eigentlich? Und was ist, wenn er an einen Blender gerät und sich eine Rostlaube aufschwatzen lässt? Da ist er doch beim Händler auf der sicheren Seite. Denn der haftet doch für Mängel – oder wie war das nochmal?

Gar nicht so einfach, sich auf dem riesigen Gebrauchtwagenmarkt zurechtzufinden. Viele Faktoren sind zu berücksichtigen, um einen wirklich guten Kauf zu tätigen. Damit Sie sich nicht unnötig verzetteln, sollten Sie von Beginn an die richtigen Fragen stellen. Hier sind sie:

 

Was ist mir wichtiger: Gewährleistung für Gebrauchtwagen oder günstiger Kaufpreis?

 

Es stimmt: Händler sind teurer als Privatverkäufer. Laut ADAC sind Gebrauchtwagen von privat „erfahrungsgemäß etwa acht Prozent“ günstiger als vom Händler. Das kann im Einzelfall bis zu 700 Euro Unterschied ausmachen. Wenn Sie also eher der Schnäppchenjäger sind, sollten Sie von einem Privatanbieter kaufen.

Dafür bekommen Sie beim Händler deutlich mehr Sicherheit. Denn gewerbliche Verkäufer müssen laut Gesetz zwei Jahre für Sachmängel haften. Das sind Fehler, die schon vor dem Verkauf bestanden. Die Frist für die Gewährleistung kann vertraglich auf ein Jahr verkürzt werden. In den ersten sechs Monaten liegt die Beweislast beim Verkäufer: Er muss nachweisen, dass der Mangel bei Übergabe noch nicht vorlag. Kfz-Innungsbetriebe prüfen ihre Autos vor dem Verkauf daher sehr genau. Wenn Sie also eher der Sicherheitstyp sind, gehen Sie besser zum Händler.

Oft ist im Kaufpreis bereits eine Gebrauchtwagengarantie enthalten – oder sie wird Ihnen gegen Aufpreis angeboten. Dann muss der Händler auch Schäden reparieren, die nach der Übergabe auftreten. Manchmal umfasst die Garantie auch den Ersatz von Verschleißteilen. Beachten Sie das Kleingedruckte und wägen Sie ab, ob sich der Aufpreis für Sie lohnt.

 

 Gebrauchtwagen-mit-easyCredit-Autokredit

 

Wie finde ich einen günstigen Gebrauchtwagen?

 

Wenn Sie besonders günstige Fahrzeuge suchen, lesen Sie die Inserate in regionalen Zeitungen oder lokalen Anzeigenblättern. Auf Automärkten können Sie sich einen guten Überblick verschaffen. Dort sind sowohl private als auch professionelle Anbieter vertreten. Aber die größte Auswahl und oft auch die besten Preise gibt es heute im Internet. Gebrauchtwagen-Portale wie mobile.de oder Autoscout24 dienen nicht nur als Marktplätze, sondern bieten auch Infos zur Fahrzeugbewertung, zum Kaufvertrag und jede Menge Checklisten. Meta-Suchmaschinen wie Autouncle durchsuchen die Seiten der Einzelanbieter und fassen deren Angebote zusammen. Das Besondere an Autouncle: Die Preiswürdigkeit des Autos im Verhältnis zu vergleichbaren Angeboten wird in Form einer fünfstufigen Ampel dargestellt – von „teuer“ bis „Superpreis“.

 

Was ist bei der Besichtigung eines Gebrauchtwagens zu beachten?

 

Planen Sie in jedem Fall also einen Besichtigungstermin bei Tageslicht und in Begleitung eines Autokenners ein. Lassen Sie sich nicht vom Äußeren täuschen und informieren Sie sich vorab über die bekannten Mängelschwerpunkte des Modells, z.B. über den DEKRA Gebrauchtwagenreport. So wissen Sie ganz genau, wonach Sie bei dem Termin zu schauen haben:

  • Karosserie außen: Lack, Farbunterschiede, Unterbodenschutz, Scheinwerfer, Windschutzscheibe, Reifenprofile
  • Motorraum: Öl- und Kühlwasserverlust, Korrosion, abnormale Motorgeräusche
  • Kofferraum: Korrosion, Feuchtigkeit, Reserverad und Wagenheber
  • Karosserie unten: Korrosion, Ölverlust, Auspuff, Radaufhängung, Bremsanlage
  • Karosserie innen: Scheibenwischer, Heizung, Gebläse, Spiegelverstellung, Fensterheber, Sitzeinstellung, Sicherheitsgurte.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, lässt von dritter Seite noch ein Wertgutachten oder einen Zustandsbericht anfertigen. Diesen Service bieten neben unabhängigen Gutachtern auch Automobilclubs, Vertragshändler und freie Werkstätten an.

 

Gebrauchtwagen finanzieren: Welche Modelle gibt es?

 

Die Händler werben oft mit geringen Zinsen, aber es kommt immer auf die Gesamtkosten an. Der effektive Zinssatz kann bei einer Bank höher liegen, doch die Gesamtkosten für das Auto plus Kreditkosten können unterm Strich geringer ausfallen. Es gibt vier Arten der Finanzierung:

 

  1. Leasing: Sie erwerben ein Nutzungsrecht für eine gewisse Laufzeit, aber das Auto bleibt im Besitz des Händlers. Allerdings fallen die Raten meist höher aus als vergleichbare Kreditraten.
  2. Ballonkredit: Eine Mischung aus Leasing und Ratenkredit. Manchmal muss eine Anzahlung geleistet werden. Die monatlichen Raten sind zunächst recht niedrig, doch am Ende kommt eine hohe Abschlusszahlung („Ballon“) auf Sie zu.
  3. Drei-Wege-Kredit: Ballonkredit mit Anzahlung. Je höher Anzahlung und Schlusszahlung, desto günstiger die Kreditkosten – aber auch desto höher die Belastung. Am Ende der Laufzeit können Sie den unbeschädigten Wagen zurückgeben, ihn mit Zahlung der Schlussrate übernehmen oder die Schlusszahlung in Raten abstottern (daher „drei Wege“). „Rein aus Kostensicht kommt eine reine Ratenzahlung meist günstiger“, meint AutoBild.
  4. Ratenkredit: Der klassische Autokredit ohne Abschlusszahlung, wie ihn z.B. easyCredit anbietet. Vorteil: Sie können beim Verkäufer als Barzahler auftreten. Dafür bieten die Händler meist die attraktivsten Rabatte, die oft höher ausfallen als die Kosten, die mit dem Autokredit verbunden sind. Fragen lohnt sich.

 

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