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07. Dezember 2020
von easyCredit

Rückenschmerzen Ade: So finden Sie den richtigen Bürostuhl fürs Homeoffice

Die Umstellung auf das Arbeiten im Homeoffice ist nicht immer einfach – Rückenschmerzen sollten da nicht noch obendrein stören. Was wir Ihnen jetzt schon verraten können: Den idealen Bürostuhl gibt es. Und der muss nicht immer teuer sein. In unserem Bürostuhl-Guide verraten wir Ihnen:

  • Warum ein guter Bürostuhl wichtig ist.
  • Was ein ergonomischer Bürostuhl Ihnen bieten sollte.
  • Worauf Sie für eine gute Haltung im Homeoffice außerdem achten sollten.
  • Und wie sich Ihr Bürostuhl einfach finanzieren lässt.

In diesem Jahr haben viele zum ersten Mal im Homeoffice arbeiten müssen. Wo zu Beginn noch übergangsweise an Küchentischen und auf dem Sofa E-Mails geschrieben und Abrechnungen gemacht wurden, ist spätestens jetzt klar: Eine Übergangslösung reicht nicht. Denn zum einen wird das Arbeiten von zu Hause aus wohl ein Thema bleiben. Und zum anderen ist diese für einen gesunden Rücken nicht förderlich.

Ein ordentlicher Bürostuhl ist daher nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch eine in die eigene Gesundheit.

 

Warum ist ein ergonomischer Bürostuhl wichtig?

Grundsätzlich gilt: Zu langes Sitzen hat auf alle Körpersysteme negative Auswirkungen. Denn oft wird dabei über einen längeren Zeitraum eine schlechte, weil häufig viel zu tiefe und krumme Körperhaltung eingenommen. Der Bewegungsapparat und sogar innere Organe können durch eine falsche Sitzhaltung in ihrer Funktion eingeschränkt werden – und am Ende so für Schmerzen sorgen. Solche Überlastungserscheinungen treten übrigens bereits nach einigen Tagen auf. Wer also denkt, für das Homeoffice lohne sich ein bequemer Stuhl nicht, wird schnell eines Besseren belehrt.

Die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerzen ist und bleibt natürlich ausreichend Bewegung. Wer Beschwerden nachhaltig vorbeugen will, sollte regelmäßige Bewegungseinheiten in seinen Alltag einbauen. Das muss nicht immer intensiv oder zeitaufwendig sein. Auch kleine, sich wiederholende Bewegungseinheiten reichen völlig. Das Zauberwort lautet Abwechslung! Einige Übungen lassen sich sogar vom Bürostuhl aus absolvieren.

Übung 1: Äpfel pflücken

Bei langem, gebücktem Sitzen leidet zunächst die Wirbelsäule. Um diese zu entlasten, strecken Sie die Arme regelmäßige für einige Minuten abwechselnd über den Kopf, als würden Sie Äpfel pflücken. Das hilft nicht nur der Wirbelsäule, sondern lockert auch die beanspruchten Arm- und Handgelenke.

Übung 2: Die Ballerina

Um nicht nur die Waden zu trainieren, sondern auch die Beinmuskulatur zu lockern, stellen Sie sich hinter den Schreibtischstuhl, halten sich gegebenenfalls fest, und wippen für einige Minuten immer wieder auf die Zehenspitzen. So wird auch gleich der gesamte Körper einmal aus der Sitzposition befreit.

Übung 3: Der Wandsitz

Bei einer falschen Sitzhaltung müssen Muskelgruppen abfangen, wofür sie gar nicht geschaffen sind. Um auch die Tiefenmuskulatur zu entspannen, lehnen Sie sich mit dem Rücken gegen eine Wand und stützen sich mit leicht gebeugten Beinen vom Boden ab. Sie imitieren also grob die Form eines Stuhls. In dieser Haltung, mit dem Kopf an die Wand gelehnt, rollen Sie den Rücken leicht gegen die Wand. Danach entspannen Sie ihn wieder. Damit massieren Sie die dortigen Muskelstränge.

Übung 4: Der Taucher

Um den ganzen Körper einmal zu entlasten, stellen Sie sich aufrecht hin und beginnen – mit dem Kinn zuerst – kopfüber langsam gen Boden zu tauchen. Machen Sie Ihren Rücken dabei so rund wie möglich. Lassen Sie Ihre Arme frei hängen. Gehen Sie so tief, wie für Sie möglich und angenehm ist.

Doch wer einen Bürojob hat, kommt ums regelmäßige und lange Sitzen nicht herum. Und die besten Übungen können nicht wettmachen, was ein wackliger Holzstuhl oder der Sessel im Bewegungsapparat anrichtet. Ein ergonomischer Bürostuhl kann da helfen.

 

Was macht einen guten Bürostuhl aus?

Die wichtigste Eigenschaft eines guten Arbeitsstuhls ist seine vielfältige Anpassung. Denn jeder Körper ist anders, jede Homeoffice-Einrichtung verschieden. Da ist nicht nur eine verstellbare Höhe relevant. Auch Neige- und Tiefenverstellung sowie die Sitztiefeneinstellung können dabei helfen, Ihre ideale Sitzhaltung einzunehmen.

Allerdings braucht es für gesundes Sitzen am Schreibtisch nicht zwangsläufig einen Bürostuhl im klassischen Sinne. Sitzbälle, Hocker oder andere Stühle mit eben jenen verstellbaren Eigenschaften können ebenfalls für eine gute Haltung sorgen. Wichtig ist, die eigenen Ansprüche zu kennen:

  • So hat ein Sitzball zwar eine hohe Dynamik, führt aber bei feinmotorischen Arbeiten wie beispielsweise dem Tippen auf der Tastatur, Mausbewegungen oder dem konzentrierten Blick auf den Monitor zu einer verkrampften Körperhaltung, da der Ball hier wiederum zu viel Dynamik in die ruhige Bewegung bringt.
  • Ein Hocker schafft das Gegenteil: Er versucht überschüssige Dynamik auszugleichen und sorgt für eine gerade Haltung, da keine Entspannungsflächen zur Verfügung stehen. Für eine kurze Zeit am Schreibtisch ist das ideal.
  • Eine gute Alternative sind die sogenannten Kniestühle. Auf ihnen sitzt man auf eine besonders rückenschonende Art und Weise durch die leicht nach vorne geneigte Sitzfläche, wobei das Gewicht von den Schienbeinpolstern abgestützt wird. Mit einer Rückenlehne ausgestattet sorgen sie für extra Halt.
  • Ganz generell sollte die Rückenlehne Ihres Bürostuhls über eine gute Kontur verfügen, sodass sie die natürlichen Schwingungen der Wirbelsäule unterstützen kann.
  • Ein weiterer Vorteil sind Armlehnen. Können Sie Ihre Arme ablegen, müssen Sie das Gewicht nicht selbst tragen und entlasten damit Schultergürtel und Nackenmuskulatur.
Was ein ergonomischer Bürostuhl Ihnen bieten sollte

Synchronmechanik: Sie gehört zur Grundausstattung eines ergonomischen Bürostuhls, denn dadurch wird das dynamische Sitzen überhaupt erst ermöglicht. „Synchron“ bezieht sich in diesem Fall auf die Neigung von Sitz- und Rückenlehne: Wenn Sie sich im Stuhl zurücklehnen, neigen sich die Rückenlehne und die Sitzfläche zugleich nach hinten. Der Bürostuhl folgt also der natürlichen Körperbewegung, sodass die Bewegung der Wirbelsäule dynamisch unterstützt wird.

 

Rückenlehne:

  • Dynamische Rückenlehne: Die Lehne geht mit jeder Körperbewegung mit, sodass der Oberkörper in jeder Sitzhaltung optimal unterstützt wird und ein ermüdungsfreies Sitzen ohne statische Haltung ermöglicht wird.
  • Anatomisch geformt mit einer Lordosenstütze (auch als Lumbalstütze bezeichnet): Die Idealform der Wirbelsäule, die S-Form, wird unterstützt. Vor allem der Lendenwirbelbereich wird entlastet.
  • Höhenverstellbare Lordosenstütze: Entweder durch höhenverstellbare Rückenlehne oder durch höhenverstellbare Lordosenstütze, um den Stuhl an jedes Körpermaß und jede Wirbelsäulenform anpassen zu können.
  • Rückenlehne ist ausreichend hoch: Sie reicht mindestens bis zu den Schultern, um den ganzen Körper abstützen zu können.

 

Sitzfläche:

  • Sitztiefenverstellung: Damit lässt sich die optimale Sitzfläche für jede Beinlänge einstellen. Die Auflagefläche für Oberschenkel und Gesäß kann optimal angepasst werden.
  • Sitzflächen-Vorderkante: Sie hebt sich kaum an, wenn man sich im Stuhl zurückneigt, die Füße bleiben mit dem Boden in Kontakt, die Blutversorgung der unteren Gliedmaßen wird nicht behindert.

 

Armlehnen: Sie sollten in Höhe und Breite verstellbar sein. Das entlastet den Schultergürtel und beugt Verspannungen vor. Durch die Breitenverstellung fühlen Sie sich nicht eingeengt im Stuhl.

 

Polsterung: Besitzt eine gute Druckverteilung, mit der Druckspitzen in den Oberschenkeln und im Gesäß vermieden werden.

Doch auch beim gesunden Sitzen gilt: Man muss sich wohlfühlen! Den ganzen Tag aufrecht zu sitzen und regelmäßig zu stehen macht nur dann Sinn, wenn es sich gut und richtig anfühlt. Deshalb sollten Sie bei allen Empfehlungen in erster Linie auf den eigenen Körper hören und eine gute Sitz-Steh-Dynamik trainieren, die sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen richtet.

Die richtige Sitzhaltung

Recherchiert man im Netz nach der idealen Sitzposition, findet man häufig die allgemeine Empfehlung, die Unterschenkel senkrecht zu halten und die Kniegelenke und Hüften 90° anzuwinkeln. Das ist allerdings ein bisschen überholt.

 

Sie sollten stattdessen deutlich über 90° hinausgehen, das heißt: die Hüftgelenke und das Becken über den Kniegelenken lagern, sodass die Unterschenkel nach unten abfallen. Wenn der Bürostuhl eine Neigung anbietet, also die Sitzfläche nach vorne geneigt werden kann, sollte man dies tun. So kann der Oberschenkel nach vorne abfallen und das Becken leichter nach vorne rollen, sodass sich die Wirbelsäule besser aufrichten kann.

Gesund stehen

Auch wenn Sie im Wechsel zum Sitzen ab und an aufstehen, sollten Sie darauf achten, hier rückenschonend zu stehen. Wichtig ist es zunächst die Schultern zu entspannen und den Rücken gerade zu halten. Kann dies eingehalten werden, ist es ratsam, regelmäßig die Position leicht zu verändern, um Verkrampfungen zu vermeiden.

Gütesiegel können Ihnen bei der Bürostuhlauswahl helfen. Damit wird auf Verarbeitung, Ergonomie und Gestaltung verwiesen – je nach Siegel:

  • GS-Zeichen: Das wichtigste Gütesiegel, auf das Sie bei Ihrem Schreibtischstuhl-Kauf achten sollten, ist das GS-Zeichen. Hat der Stuhl dieses Siegel, erfüllt er die Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheit.
  • Quality Office: Mit diesem Gütesiegel erfüllt der Stuhl nicht nur die gesetzlichen Mindestvorschriften, sondern auch weitere Anforderungen an Ergonomie und Produktqualität.
  • TÜV-Ergonomie geprüft: Das Prüfprogramm des TÜV Rheinland versichert mit diesem Zeichen, dass der Schreibtischstuhl die gesetzlichen Mindestanforderungen sowie weitere Anforderungen an Sitzergonomie – besonders im Hinblick auf dynamisches Sitzen – erfüllt.
  • AGR-Gütesiegel: Neben den gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt ein Stuhl mit diesem Siegel auch weitere Anforderungen an eine rückengerechte Konstruktion und Gestaltung.

 

Welche Dinge sind neben einem Bürostuhl noch wichtig für eine gute Sitzhaltung?

Im Idealfall sollten Bildschirm und Tastatur direkt frontal auf dem Schreibtisch stehen, sodass weder der Kopf noch der Oberkörper für eine gute Sicht geneigt werden müssen. Der Abstand zum Bildschirm ergibt sich aus der Bildschirmdiagonale und sollte als grober Richtwert zwischen 50 und 100 cm betragen.

Die Position des Schreibtisches zum Stuhl sollte so angeordnet sein, dass die Unterarme beim Sitzen bequem auf die Schreibtischkante gelegt werden können. So kann der Schreibtisch gleichzeitig als Armlehne genutzt werden, um die Arm- sowie Nackenmuskulatur zwischendurch zu entlasten. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch bietet zusätzlich Abwechslung für den Bewegungsapparat.

Vergessen Sie auch nicht, ab und an Ihre Augen zu entlasten. Bildschirmarbeit trocknet die Augen aus, da weniger geblinzelt und somit die Netzhaut weniger befeuchtet wird. Das zusammen mit der Anstrengung durchs Display-Leuchten kann schnell zu Kopfschmerzen führen. Indem Sie regelmäßig Punkte in der Ferne für ein bis zwei Minuten fokussieren, bieten Sie auch Ihrem Augenmuskel ausreichend Abwechslung.

 

Wie lässt sich ein Bürostuhl finanzieren?

Bürostühle können Sie im Wert von 50, aber auch für 1.000 Euro kaufen. Eine Mindestsumme für gute Qualität zu nennen ist schwer. Jedoch gehen Sie ab etwa 300 Euro Startpreis sicher, dass Sie auch länger etwas vom Bürostuhl haben werden. Bei günstigen Modellen machen Sie in jedem Fall Abstriche bei Komfort und Qualität. Bei Modellen ab 800 Euro wiederum können Sie davon ausgehen, nicht nur für Funktionalität und Qualität zu bezahlen, sondern auch für den Markennamen und Design.

Grundsätzlich gilt: Der günstigste Stuhl ist nicht unbedingt der wirtschaftlichste, wenn er schnell kaputt geht oder dazu führt, dass Ihre Arbeitsleistung abnimmt, weil Sie völlig verspannt sitzen.

 

Von der Steuer absetzen

Als Beschäftigter können Sie Büromöbel gemäß § 9 Abs. 1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen als Werbungskosten absetzen. Ein Bürostuhl zum Beispiel kann so im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgesetzt werden, wenn es sich um ein sogenanntes geringwertiges Wirtschaftsgut handelt: Das einzelne Möbelstück darf also nicht mehr als 952 Euro (inklusive Mehrwertsteuer; 800 Euro ohne) kosten. Andernfalls müssen die Kosten über 13 Jahre verteilt geltend gemacht werden.

 

Bezuschussen lassen

Sind Sie bereits in ärztlicher Behandlung aufgrund von Rückenbeschwerden oder anderer Probleme, die auf eine gesunde Sitzhaltung zurückzuführen sind, kann die Krankenkasse Ihren Bürostuhl bezuschussen – allerdings nur mit einer Verordnung vom Arzt über einen ergonomischen Bürostuhl zur Therapie sowie der Zustimmung eines Sachbearbeiters der Krankenkasse. Auch bei der Deutschen Rentenversicherung können Sie einen Antrag auf einen Zuschuss für einen orthopädischen Bürostuhl stellen. Die maximale Höhe des Zuschusses beträgt hier 435 Euro.

 

Mit einem easyCredit

Haben Sie besondere Wünsche bei einem Bürostuhl, beispielsweise im Design oder bei der neuesten Technik, kann Ihnen auch ein easyCredit weiterhelfen – ob als Ratenzahlung oder besonders schnell mit dem Kontoblick. Mit der Finanzreserve ist dann auch noch Spielraum für den Rest der Einrichtung des Arbeitszimmers. Rechnen Sie sich Ihr Angebot ganz einfach und unverbindlich selbst aus: mit dem easyCredit-Kreditrechner.

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