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22. August 2019
von easyCredit

Tschüss Auto – Hallo Lastenrad!

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Ihr Lastenrad ist für Elena die perfekte Alternative zum Auto. iStock.com/AleksandarNakic

Lastenräder sind eine nachhaltige und sportliche Alternative zu ständigen Staus und mühsamer Parkplatzsuche. Aber sind die Transporträder für jeden geeignet? Lohnt sich eine Anschaffung? Elena hat es ausprobiert und schildert ihre Erfahrungen.

Elena ist frustriert. Ihr alter Wagen hat nach vielen Reparaturen endgültig den Geist aufgegeben. Eigentlich ist sie genervt vom Stadtverkehr und hat gar keine Lust auf ein neues Auto. Aber für Großeinkäufe oder Ausflüge fand sie es bisher immer unverzichtbar. Dann fallen ihr immer mehr Transporträder im Stadtbild auf. „Gar keine schlechte Idee“, denkt sie und lässt sich im Fahrradfachgeschäft zu den verschiedenen Modellen beraten.

  • Dreirädriges Transportrad: Die mehrspurigen Räder eignen sich für große und schwere Transporte. Große Modelle mit E-Antrieb schaffen bis zu 300 Kilogramm. Diese Räder stehen ruhig und sicher auf der Straße und bei häufigen Stopps muss der Fahrer nicht absteigen. Bordsteinkanten und enge Durchfahrten können aber zum Problem werden.
  • Einspuriges Lastenrad: Auf der Ladefläche können je nach Modell bis zu 150 kg transportiert werden. Der Wendekreis ist deutlich größer als gewohnt, ansonsten fährt sich das einspurige Lastenrad ähnlich wie ein normaler Drahtesel.
  • Fahrrad mit verstärktem Gepäckträger: Gut für kleine, schnelle Transporte. Zu schwer darf die Last allerdings nicht werden, sonst wird das Radeln eine kippelige Angelegenheit.

Elena testet ein dreirädriges Lastenrad – und fährt erstmal Schlangenlinien. Das Fahren auf drei Rädern fühlt sich im Vergleich zum normalen Drahtesel sehr ungewöhnlich an. Aber nach nur wenigen Minuten hat Elena den Dreh raus. Die Testfahrt mit dem einspurigen Lastenrad ist dagegen viel näher am „normalen“ Fahrradgefühl.
Trotzdem hat Elena Bedenken: „Ich habe zwar Ausdauer, aber besonders kräftig bin ich nicht. Was, wenn ich doch mal beim Abbremsen oder Anfahren mit dem vollbeladenen Rad umkippe? Da kommt mir das Dreirad schon sicherer vor.“

Am besten gefällt ihr also ein dreirädriges Lastenrad mit E-Antrieb. Das kostet allerdings stolze 3900 Euro. Elena zögert, schließlich ist das viel Geld für ein Fahrrad. Der Verkäufer erinnert sie an die Unterhaltskosten. Die machen beim Lastenrad nur einen Bruchteil der Kosten fürs Auto aus. Statt Kfz-Versicherung reicht eine günstige Diebstahlversicherung, die Wartungs- und Reparaturkosten fallen deutlich geringer aus und das Rad verschlingt viel weniger Kosten für Strom als bei Autobesitzern für Benzin draufgeht. Das überzeugt Elena.

Wieviel kostet ein Lastenrad?

Billig sind die praktischen Gefährte nicht: Ein Lastenrad ohne Elektroantrieb kostet rund 2.000 Euro. Mit Pedelec-Antrieb und Zubehör steigt der Preis schnell auf das Doppelte. Gebrauchte Modelle gibt es günstiger, ab etwa 800 Euro.

Förderung von Lastenrädern

Informieren Sie sich vor dem Kauf über mögliche Förderprogramme für Ihr Lastenrad. Manche Bundesländer oder Städte bieten einen Zuschuss zum Kaufpreis – auch für Privatpersonen.

Ratenkredit von easyCredit

Ein E-Lastenrad passt nicht ins Budget? Kein Problem, denn der easyCredit ist nicht zweckgebunden. Er kann daher auch für die Anschaffung eines Lastenrades genutzt werden. Die Laufzeit und Rate bestimmen Sie. Unser Kreditrechner errechnet Ihnen sofort Ihre monatliche Rate.

Einkaufen mit dem Lastenrad

Der erste Härtetest: Der Einkauf im Getränkemarkt. Elena kauft vier Kisten Limonaden und Mineralwasser und sichert die Ladung sorgfältig in der Transportbox. Knapp 100 Kilogramm muss sie nun nach Hause radeln. Herausforderungen auf dem Weg: Eine leichte, aber stetige Steigung und einige Bordsteine. Die große Überraschung: Die Steigung ist überhaupt kein Problem. Nach dem Anfahren springt der elektrische Motor an und unterstützt Elena beim Anstieg.

„Ich bin begeistert, ich hätte gedacht, dass ich völlig verschwitzt und müde zu Hause ankomme“, sagt Elena erstaunt. Schwieriger wird es mit den Bordsteinen, selbst mit abgesenkten. Wenn Elena mit zu viel Schwung drüberfährt, wird es wackelig und sie befürchtet im schlimmsten Fall umzukippen. Also fährt sie ganz vorsichtig über das niedrige Hindernis. „Ziemlich mühsam, aber ich denke, das wird mit etwas Übung besser.“

 

Ausflüge mit dem Lastenrad

Für den nächsten Test schnappt sich Elena ihren Neffen Jonas und ihre Hündin Kira und fährt mit den beiden zum See. Der fünfjährige Jonas hat großen Spaß daran, sich zusammen mit Kira von seiner Tante herumkutschieren zu lassen. Auch die Hündin scheint die Fahrt zu genießen. Und Elena hat beide gut im Blick und kann während der Fahrt mit Jonas sprechen. Nach einer Stunde Radtour kommen die drei am See an. Kind und Hund sind gut ausgeruht und bereit für ein Bad im See. Und Elektromotor sei Dank – auch Elena ist kaum aus der Puste.

„Für kleine Kinder ist das echt super“, meint Elena. „Und ich bin auch glücklich, dass ich auch noch Kira problemlos mitnehmen kann. Jetzt kann ich wieder viel mehr Ausflüge mit ihr machen. Sie ist schon etwas älter und nicht mehr so fit und einen großen Collie kann man ja schlecht im Fahrradkorb transportieren.“

Gut zu wissen: Kinder auf dem Lastenrad

Lastenräder sind ideal für Familien mit kleinen Kindern. Folgendes sollten Sie dabei beachten:

  • Im Fahrradanhänger dürfen Kinder nur bis sieben Jahre mitfahren. Im Lastenrad gibt es diese Beschränkung nicht!
  • Mit einer Babyschale kann man theoretisch auch schon Säuglinge im Lastenrad mitnehmen. Empfehlenswert ist es aber erst ab sechs Monaten, da die Fahrt doch sehr ruckelig ist und das Baby verletzt werden kann.
  • Auch wenn es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist: Auf Fahrradhelme und Sitzgurte für die Kleinen sollten Sie auf keinen Fall verzichten!
  • Fast alle Hersteller bieten zahlreiches Zubehör um die Transportbox auf das Alter und die Bedürfnisse Ihrer Kinder anzupassen.

Trotz aller Euphorie würde Elena das Lastenrad nicht jedem empfehlen. „Die Anschaffung eines Lastenrads sollte man sich gut überlegen. Es ist eine teure Investition und man sollte zuerst überlegen, wie oft man es tatsächlich nutzt. Wer nur selten fährt, ist mit einem geliehenen Lastenrad eindeutig besser bedient.“

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Lastenräder ausleihen

In vielen Städten und Gemeinden kann man Lastenräder ausleihen oder mieten. Vor allem in den Großstädten gibt es viele Initiativen, die einen Fuhrpark an Leihrädern bereitstellen. Aber auch in kleineren Gemeinden findet man ausleihbare Lastenräder, oft von lokalen Fahrradfachgeschäften. Mit einer kurzen Internetrecherche finden Sie schnell passende Anbieter in Ihrer Nähe.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Gibt es überhaupt einen sicheren Stellplatz für das große Lastenrad? Nicht jeder hat einen Fahrradschuppen hinterm Haus. Und das zwischen 35 bis 60 kg schwere Gefährt trägt man nicht mal eben in den Keller.

Zu Elenas Wohnung gehört glücklicherweise ein abschließbarer Innenhof mit breiter Einfahrt. Dort ist ihr Lastenrad sicher vor Regen und Diebstahl. Unterwegs muss sie es natürlich trotzdem besonders gut vor Diebstahl schützen. Lastenräder sind auch bei Dieben überaus beliebt!

Wie schütze ich mich gegen Diebstahl?

  • Mehrere hochwertige Schlösser
    Legen Sie sich unbedingt hochwertige Fahrradschlösser zu! Lesen Sie Testberichte zu einzelnen Modellen und entscheiden Sie sich für wirklich knacksichere Schlösser, am besten für mehr als eins. Machen Sie es den Dieben so schwer wie möglich!

 

  • Personalisieren
    Ein besonders individuelles Äußeres macht Ihr Lastenrad für Sie selbst attraktiver – für Diebe aber uninteressanter. Ein hoher Wiedererkennungswert macht den Weiterverkauf von Diebesgut schwerer.

 

  • In belebten Straßen abstellen
    In der Öffentlichkeit fällt es schneller auf, wenn man an einem Fahrradschloss zugange ist – das wissen auch potentielle Diebe.

 

  • Diebstahlversicherung
    Lastenräder sind beliebt – leider auch bei Dieben. Wenn Ihr Lastenrad trotz aller Vorsicht gestohlen wurde, ist eine gute Fahrradversicherung Gold wert.
In diesem Artikel
  • Fahrrad
  • Mobilität
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