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14. Januar 2019
von easyCredit

Eine gute Ernährungsberatung finden – So geht’s!

Erfolgreich abnehmen und gesünder ernähren. Mit einer professionellen Ernährungsberatung zum Erfolg. iStock.com/fcafotodigital

Lebensmittelunverträglichkeiten, Über- oder Untergewicht oder der Wunsch nach einer ausgewogenen Ernährung: Diese Probleme können mit einer professionellen Ernährungsberatung gelöst werden. Die Bezeichnung „Ernährungsberater(in)“ ist allerdings nicht geschützt. Wie meidet man Scharlatane und findet eine seröse Ernährungsberatung, die zur individuellen Situation passt? Lesen Sie hier, welche Qualitätsmerkmale Sie unbedingt beachten sollten.

Ralf kümmerte sich lange Zeit wenig um seine Ernährung. „Gut ist, was gut schmeckt!”, lautete seine Devise. Auch sein Übergewicht störte den 47-Jährigen nicht weiter. „Dann wurde bei meiner älteren Schwester Diabetes Typ 2 diagnostiziert”, erinnert er sich. „Bald darauf bei meinem Vater. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Unsere Familie scheint für solche Krankheiten recht anfällig zu sein. Und dass man mit gesunder Ernährung vorbeugen kann, das versucht meine Ärztin mir seit Jahren klar zu machen”, schmunzelt er.

Aber gesunde Ernährung, was heißt das eigentlich? Ralf ist unsicher. Kokosöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl? Welches Öl ist gesund? Und Kohlenhydrate – darf man die überhaupt noch essen, wenn man abnehmen will? Muss er auf seinen Morgenkaffee verzichten? Und auf das abendliche Gläschen Wein? Frühstücken wie ein König. Ist da was dran? Ralf isst lieber abends reichlich. Darf er das noch? Die Fülle an widersprüchlichen Informationen überfordert ihn und er beschließt, eine professionelle Ernährungsberatung zu Rate zu ziehen.

Ernährungstherapie oder Ernährungsberatung?

Eine Ernährungstherapie erfolgt in enger Kooperation mit dem Arzt, der zuvor eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung ausstellt. Anlass sind Erkrankungen, die unmittelbar mit der Ernährung zusammenhängen, wie zum Beispiel Diabetes, Gicht, Lebensmittelallergien oder Erkrankungen des Verdauungstrakts. Meistens übernehmen Krankenkassen zumindest einen Teil der Kosten.

Eine Ernährungsberatung richtet sich an gesunde Menschen. Im Vordergrund steht hier der Wunsch nach einem gesunden, fitten Lebensstil und der Prävention von Krankheiten. Manchmal zahlen Krankenkassen auch für solche Präventionsmaßnahmen.

Was macht eine gute Ernährungsberatung aus?

Eine qualifizierte Ernährungsberatung ist manchmal gar nicht leicht zu finden. Diese Erfahrung macht auch Ralf. „Der erste Kennenlerntermin war ein Flop. Der Ernährungsberater ging gar nicht auf meine Wünsche ein, sondern zählte mir nur die Vorzüge von Nahrungsergänzungsmitteln auf. Ich fühlte mich wie in einer Werbesendung”, erzählt er.

Ralf macht sich erneut auf die Suche. Diesmal sieht er sich die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) an, sowie die Expertenpools des Berufsverband Oecotrophologie (VDOE). Er findet eine zertifizierte Ernährungsberaterin in seiner Nähe und trifft sie zu einem ersten Informationsgespräch.

Bitte beachten!

“Ernährungsberater/in” ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Grundsätzlich kann man sich also auch ohne entsprechende Qualifikationen so nennen. Einen guten Anhaltspunkt für qualifizierte Ernährungsberatung bieten folgende Zertifikate:

  • Ernährungsberater/DGE, Ernährungsmedizinischer Berater/DGE
  • VDD-Fortbildungszertifikat
  • Zertifikat Ernährungsberater VDOE
  • VFED-Zertifizierung
  • QUETHEB-Registrierung
  • Ernährungsberater UGB
  • Ernährungsmediziner (BDEM/DGEM)

Gründlicher Check-up vom Experten: So funktioniert die Ernährungsberatung

Jede seriöse Ernährungsberatung startet mit einem kostenlosen, unverbindlichen Kennenlerngespräch. Dieses kann persönlich vor Ort, aber auch telefonisch oder per Videoanruf stattfinden. In diesem legt man gemeinsam das Ziel der Beratung fest. Anschließend klärt der Ernährungsberater über den Ablauf und die Kosten der Beratung auf. Im Durchschnitt liegen die Honorare bei 60 bis 120 Euro pro Stunde.

Beim Gespräch mit der zweiten Ernährungsberaterin fühlt sich Ralf ernst genommen. Sie erkundigt sich nach seinen Wünschen, Vorlieben und Zielen, wie er seine bisherige Ernährung einschätzt und was ihm beim Essen besonders wichtig ist. Schließlich vereinbaren sie ein Beratungspaket mit fünf Terminen, inklusive Einkaufstraining und Kochkurs in seiner eigenen Küche.

Checkliste für eine gute Ernährungsberatung

  • Welche Ausbildung hat der Ernährungsberater absolviert? Welche Zertifikate kann er vorweisen?
  • Sind die zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien weitgehend frei von Produktwerbung?
  • Ist die Beratung frei von Produktwerbung? Wenn bestimmte Produkte erforderlich sind, werden verschiedene Varianten vorgestellt?
  • Kennt der Ernährungsberater sich mit dem individuellen Problem und der gewünschten Ernährungsart aus?
  • Ist das Kennenlerngespräch kostenlos?
  • Findet eine Beratung unter Berücksichtigung der persönlichen Situation statt?
  • Passt die vorgeschlagene Ernährungsstrategie zu den persönlichen Lebensumständen? (Zeitaufwand, Budget etc.)

Weniger Gewicht – mehr Zufriedenheit: Das bringt die Ernährungsumstellung

Ralf weiß nach der Beratung, was ihm schmeckt und guttut. Er kauft bewusster und selektiver ein und achtet mehr auf die Nährwertangaben. Seine Ernährungsberaterin zeigte ihm beim gemeinsamen Einkauf, wo Zuckerfallen lauern: Ketchup, Fertigsuppe und Joghurt. Die standen bei ihm nahezu wöchentlich auf dem Einkaufszettel. Ralf weiß jetzt, dass Zucker viele Namen hat und sich auch hinter Bezeichnungen wie Saccharose, Dextrose oder Raffinose verbirgt. Stark zuckerhaltige Produkte landen jetzt nicht mehr in seinem Einkaufskorb. Auch Fleisch kommt bei ihm nicht mehr täglich auf den Tisch. Auch keine schnellen Fertiggerichte aus der Dose. Da er berufstätig ist und wenig Zeit zum Kochen hat, zeigte ihm die Ernährungsberaterin ausschließlich Rezepte, die in 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Auf dem Speiseplan steht jetzt viel Gemüse, das er abwechslungsreich zubereiten kann.

„Ich dachte immer, Gemüse schmeckt mir nicht”, meint er. „Ich hatte ja keine Ahnung, wie lecker man es zubereiten kann!” Ralf muss dabei nicht auf alles Gewohnte verzichten. Er hat aber gelernt, maßvoller zu essen. Seine heißgeliebten Käsespätzle kommen jetzt nicht mehr wöchentlich auf den Tisch. Die Umstellung seiner Ernährung macht sich auch auf der Waage positiv bemerkbar. Ralf hat bereits fünf Kilo verloren. Das spornt ihn an. Er will jetzt öfter mit dem Rad zur Arbeit fahren und statt Aufzug die Treppe wählen. „Gut ist, was gut schmeckt!”, sagt er immer noch. Aber zum Glück schmecken ihm inzwischen auch gesunde, abwechslungsreiche Gerichte.

In diesem Artikel
  • Ernährung
  • Ernährungsberatung
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