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LiquiditätsmanagementTipps und Tricks

Sie haben gerade Ihren ersten Arbeitsvertrag unterschrieben? Tolles Gefühl: Sie verdienen endlich Ihr eigenes Geld und die mageren Ausbildungs- oder Studentenjahre sind vorbei. Das heißt aber auch: Es gibt da ein paar Dinge zu regeln, die bislang nicht auf der To-do-Liste standen. Wir sagen Ihnen, was in Sachen Finanzen und Versicherungen wichtig ist – und was nicht.

Grundregel 1: Nichts überstürzen und Schritt für Schritt vorgehen.

Grundregel 2: Zunächst nur die wichtigsten Risiken absichern.

Grundregel 3: Erst ein Finanzpolster in Höhe von zwei bis drei Nettogehältern schaffen.

1. Schritt: Steuerliche Identifikationsnummer besorgen

Teilen Sie dem Arbeitgeber Ihre steuerliche Identifikationsnummer nimmt. Damit hat er Zugriff auf alle Daten, die bis 2012 auf der Lohnsteuerkarte standen, z.B. Kinderfreibeträge, Kirchensteuer und Steuerklasse. Sollten Sie noch keine solche Nummer besitzen, z.B. über einen früheren Ferienjob, bekommen Sie diese beim zuständigen Finanzamt. Die Daten werden elektronisch verarbeitet. Dadurch können auch Änderungen im Melderegister wie eine Heirat oder die Geburt eines Kindes direkt für den Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden – ohne langen Papierweg wie früher.

2. Schritt: Erstes eigenes Konto eröffnen

Schüler, Studenten oder Auszubildende zahlen keine Gebühren für ein Girokonto. Das ändert sich mit dem Berufseinstieg. Prüfen Sie also die Kontoführungsgebühren Ihrer derzeitigen Bank und vergleichen Sie diese mit anderen Angeboten. Unter Umständen kann sich ein Wechsel lohnen. Denken Sie dabei auch an die Zahl der Geldautomaten. Es nützt wenig, zu einem günstigen Anbieter zu wechseln, der dann in der Fläche nicht präsent ist. Als erste Geldanlage empfiehlt sich ein Tagesgeldkonto.

3. Schritt: Krankenversicherung abschließen

Bis zum Erreichen des 25. Lebensjahres sind Kinder familienversichert. Das ändert sich mit dem ersten Arbeitsvertrag, jetzt werden Sie Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der monatliche Beitrag wird je zur Hälfte von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber getragen. Die Krankenkasse meldet Sie auch zur obligatorischen Pflegeversicherung an. Sobald Sie gesetzlich krankenversichert sind, bekommen Sie eine Sozialversicherungsnummer, die Sie dem Arbeitnehmer mitteilen müssen.

4. Schritt: Sich mit Haftpflichtversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung absichern

Zum Berufsstart existieren zwei Risiken, die Sie absichern sollten: Jemanden schwer zu verletzen bzw. fremdes Eigentum zu beschädigen – oder aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten zu können. Das erste Risiko deckt die private Haftpflichtversicherung ab. Das zweite die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Nehmen wir an, Sie zündeln am Kamin Ihrer Freunde herum, die Gardinen fangen Feuer und die Wohnung gerät in Brand. Dann hätten Sie als Verursacher den kompletten Schaden zu ersetzen. Während des Studiums waren Sie wahrscheinlich bei den Eltern mitversichert, aber jetzt brauchen sie eine eigene Haftpflichtversicherung, die Personen- und Sachschäden (wenn nicht unbegrenzt) mit mindestens drei Millionen Euro versichern sollte.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sichern Sie Ihren Lebensunterhalt für den Fall ab, dass Sie nicht mehr arbeiten können. Der Gedanke mag für junge Berufseinsteiger fernliegen, aber schon heute scheiden rund 20 Prozent der Deutschen aus gesundheitlichen Gründen vor dem eigentlichen Rentenalter aus dem Arbeitsleben aus. Grund sind oft Muskel- und Skelett-Erkrankungen, Herz-Kreislaufprobleme und psychische Erkrankungen wie Burn-out.

Was Sie als Berufseinsteiger (noch) nicht abschließen sollten: Hausrats- und Rechtsschutzversicherungen sowie private Rentenversicherungen.

5. Schritt: Die richtige Finanzstrategie wählen

Oft gibt es schon eine Menge zu finanzieren, bevor die ersten Monatsgehälter eintrudeln. Für die neue Wohnung müssen Sie die Kaution, evtl. die Maklercourtage und die erste Miete überweisen. Die alte Wohnung muss renoviert und der Umzug in die neue Stadt bezahlt werden. Sie brauchen zumindest eine Grundausstattung an Mobiliar, müssen sich vielleicht einen Satz Berufskleidung zulegen oder brauchen einen kleinen Gebrauchtwagen für die Fahrt zur Arbeit.

Hier  macht es Sinn zu prüfen, ob ein Ratenkredit hilfreich sein kann. Denn so können Berufseinsteiger sich den Start in das Berufsleben erleichtern und die ersten finanziellen Hürden meistern. Wichtig ist es auf einen seriösen und soliden Partner zu setzen, der trotzdem auf die individuellen Bedürfnisse eingeht. Gerade am Anfang des Berufslebens sollte man sich nicht übernehmen, sondern darauf achten, dass der Kredit sicher zurück gezahlt werden kann. Alternativ können natürlich auch die Eltern am Anfang mit einem  Ratenkredit überbrücken. Ein beratendes und unverbindliches Gespräch kann hier hilfreich sein.

 

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