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24. Februar 2020
von easyCredit

Bitcoin, Ethereum, Stellar & Co. – Das Einmaleins der Kryptowährung

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Lohnt sich die Investition in Bitcoin & Co? Erfahren Sie alles über die digitalen Zahlungsmittel. iStock.com/Irina_Shatilova

Sie klingen wie altgriechische Götter, neumodische Apps oder Juwelen aus einer Science-Fiction Saga: Ethereum, Ripple, Bitcoin. Was als Spielerei einiger Computerexperten begann, wurde zu einer Erfolgsgeschichte: Kryptowährungen – das digitale Geld. Aber was steckt hinter dem virtuellen Zahlungssystem? Und was ist dieser Bitcoin überhaupt? Wir geben Ihnen eine Einführung in die Welt der Blockchains und digitalen Signaturen und erklären, warum das Kryptogeld eine echte Alternative zur bisherigen Währung sein könnte.

Kryptowährungen begegnen einem nicht nur in den Nachrichten. Mittlerweile können Sie teilweise sogar Ihre allwöchentliche Pizzabestellung am Freitagabend mit Bitcoins bezahlen. Aber was ist dieser Bitcoin eigentlich? Um das zu verstehen, ist es sinnvoll, den Begriff genauer zu betrachten. Das Wort Bitcoin setzt sich aus den Begriffen Bit (digitale Speichereinheit) und Coin (Münze) zusammen. Beim Bitcoin handelt es sich um eine „digitale Münze“. Münzen oder Scheine wie bei der uns bekannten klassischen Währung gibt es in diesem Zahlungssystem nicht. Alles ist digital. Der Bitcoin ist sowas wie das „Urgestein“ des virtuellen Geldes. Er ist die erste Kryptowährung überhaupt. Mittlerweile gibt es weltweit jedoch Tausende unterschiedliche Kryptowährungen und die Anzahl der virtuellen Währungen wächst kontinuierlich.

 

Kryptowährung? Was ist das?

Kurz gesagt: Eine Kryptowährung ist digitales Geld. Aber wieso Krypto? Der Begriff Kryptografie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Geheimschrift. Bei Kryptowährungen handelt es sich also um verschlüsseltes, digitales Geld. Bei Bitcoin & Co. geht es nämlich vor allem um eins: Informationssicherheit. Niemand soll die digitale Währung manipulieren können. Deshalb ist sie sehr kompliziert verschlüsselt.

Aber wie laufen Transaktionen mit dem virtuellen Geld ab und wie wird die digitale Währung verschlüsselt? Die Technologie hinter dem virtuellen Geld nennt sich Blockchain. Die digitale Währung wird durch eine spezielle Software und komplexe Prüfverfahren und Techniken erzeugt und verschlüsselt: Die sogenannte Blockchain („Blockkette“) ist der wahre Zauber hinter dem digitalen Zahlungssystem.

 

Wie funktioniert die Blockchain?

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Blockchain – mit Freunden ein Kinderspiel? iStock.com/monkeybusinessimages

Stellen Sie sich vor, Sie würden sich mit Ihren Freunden an einem gemütlichen Abend die fiktive Währung „Credits“ ausdenken. Sie beginnen untereinander Waren und Dienstleistungen zu handeln. Als Zahlungsmittel dienen die fiktiv existierenden Credits. Physische Geldscheine oder Münzen gibt es nicht. Jeder am Tisch hat vor sich einen Zettel mit Stift liegen. Möchte Ihr Freund Paul Ihrer Freundin Marie fünf Credits geben, ruft er laut; „Ich zahle fünf Credits an Marie.“ Marie weiß nun Bescheid, dass sie fünf neue Credits hat. Nicht nur sie weiß es jetzt, sondern auch alle anderen, die am Tisch sitzen. Also schreibt jeder die Transaktion auf seinen Zettel. Alle Transaktionen, die auf diese Art und Weise getätigt werden, werden fleißig von allen am Tisch sitzenden Personen auf deren Zettel notiert. Auf dem Zettel steht dann beispielsweise untereinander aufgelistet:

Paul gibt fünf Credits an Marie

Laura gibt zwei Credits an Sophia

Stefan gibt zehn Credits an Ute

Julian gibt sieben Credits an Tobias

und so weiter.

Gelegentlich schauen Sie mal bei Ihrem Sitznachbar auf den Zettel und überprüfen, ob dessen Eintragungen stimmen. Alle zehn Minuten müssen die Zettel abgegeben werden. Die Person, die als Erstes meint, alle Transaktionen richtig auf ihren Zettel geschrieben zu haben, äußert dies lautstark.

Sophia ist als erstes der Meinung, dass sie alle Transaktionen korrekt auf ihren Zettel geschrieben hat und meldet laut: „Ich bin fertig!“. Alle anderen Personen am Tisch überprüfen nun den Zettel von Sophia auf seine Korrektheit. Ist der Zettel korrekt, bestätigen alle Personen am Tisch, dass alle Transaktionen auf dem Zettel richtig eingetragen sind. Dieser Zettel wird in die Mitte des Tisches gelegt und wird als erste Seite in ein Buch geheftet. Dann beginnt das ganze Spiel von vorne.

Durch diesen Vorgang ist sichergestellt, dass in der Mitte des Tisches jederzeit ein Buch liegt, in dem alle getätigten Transaktionen, die jemals am Tisch stattgefunden haben, vollständig und korrekt sind. Es herrscht unter allen Teilnehmern jederzeit Einigkeit darüber, dass alles im Buch korrekt ist. Durch diese Offenheit und Transparenz haben alle Personen am Tisch Vertrauen in eine korrekte Buchführung und in das gemeinsame Währungssystem. Nach jeder zehnminütigen Runde machen Sie und Ihre Freunde schnell noch eine Kopie des auf dem Tisch liegenden Buches. Selbst wenn jetzt eine Kerze auf das Buch fallen würde und es zerstört wäre, gäbe es noch genügend Kopien des Buches, um das Währungssystem fortzuführen. So kann das System immer und immer weiterlaufen.

Und genau so funktioniert die Technologie der Blockchain im digitalen Zahlungssystem. Der Zettel ist das Pendant zum Block in der Blockchain. Ist ein Block voll, wird er verschlossen. Er kann nicht mehr verändert werden und ein neuer Block wird gestartet und an den vorherigen angehängt – so entsteht eine Blockkette. Das Buch in der Mitte des Tisches ist also die Blockchain.
Alle Transaktionen im virtuellen Zahlungssystem werden also als Datensatz in einem Computernetzwerk, dem „Kryptonetzwerk“, hinterlegt und das alles ohne zentrale Institution. Durch diese Technologie benötigt das digitale Geld keine Banken mehr. Die Inhaber selbst werden zur Bank. Ein zentrales Organ, das Geldfluss und Währung kontrolliert, fehlt aber. Die Blockchain ist also eine Art Bank und durch die Verschlüsselung macht die Blockchain auch das Bezahlen sicherer. Aber wie funktioniert die Verschlüsselung eigentlich?

 

Wie wird die Kryptowährung sicher?

Im Kryptonetzwerk gibt es aktive und passive Nutzer. Die oben skizzierte Situation mit dem Freundeskreis am Tisch zeigt das Handeln eines aktiven Nutzers. Sie alle haben jede Transaktion, die am Tisch passiert ist, aktiv auf ihren Zettel geschrieben. Die sogenannten Buchführer nennen sich im digitalen Währungssystem „Miner“. Wenn man die Blockchain als eine Art Bank sieht, sind die Buchführer (aktive Nutzer) quasi die virtuellen Bankangestellten.
Die Miner sind für die Bestätigung und virtuelle Verbuchung aller Vorgänge innerhalb eines Blocks zuständig. Sie erinnern sich, der Block ist das Pendant zu Ihrem Zettel. Der Block ist eine Art Datei, Sie können ihn sich vereinfacht als eine digitale Liste vorstellen, in der alle getätigten Transaktionen untereinanderstehen. Die aktiven Nutzer (Miner) helfen mit der Rechnerleistung ihrer Computer, das Kassenbuch – die Blockchain – zu pflegen und zu verwalten. Sie sorgen außerdem für die Verschlüsselung der Informationen. Mit Hilfe ihrer Computer und einer speziellen Software wandeln sie alle Transaktionen in verschlüsselte Datenblöcke um. So sorgen die aktiven Nutzer für die Sicherheit des Systems. Das machen sie aber nicht umsonst, sondern werden mit Coins, der digitalen Währung, entlohnt.  So wird neues digitales Geld geschaffen und sichergestellt, dass es nicht ausgeht. Und die virtuelle Geldmaschinerie dreht sich so immer weiter. Die Teilnehmer, die als passive Nutzer agieren, besitzen und verwalten ihre Kryptowährung, sind aber zeitgleich nicht als Buchführer tätig.

 

Der rasante Aufstieg der Kryptowährung

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10.000 Bitcoins gab ein Programmierer 2010 für eine Pizza aus. Heute ein Wert von 50 bis 150 Millionen Euro. iStock.com/RossHelen

Die Idee einer ersten digitalen Währung auf Basis der Kryptografie hatte man bereits im Jahr 1998. Der Durchbruch der digitalen Währungen gelang aber erst im Jahr 2008. Die bis heute bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin, wurde damals erfunden.  Die Geschichte der Kryptowährungen ist gleichzeitig die Geschichte des Bitcoins. Der Bitcoin ist die erste digitale Währung überhaupt. Sie wurde offiziell von einem Programmierer mit dem Decknamen Satoshi Nakamoto erfunden. Wer wirklich dahintersteckt, ist bis heute unklar.

Die rasante Entwicklung der Kryptowährungen verdeutlicht folgende Anekdote aus dem Jahr 2010. Der Programmierer Laszlo Hanyecz aus Florida bot in einem Internetforum demjenigen 10.000 Bitcoins, der ihm eine Pizza bestellt. Ein Brite ging auf den Deal ein und bestellte online zwei Pizzen für Hanyecz. Dafür bekam er wie versprochen 10.000 Bitcoins, die damals einen Wert von 30 Euro hatten. Der Programmierer Laszlo machte den Mann damit zum Millionär: Heute entsprechen 10.000 Bitcoins, je nach Kurs, dem Wert von 50 bis 150 Millionen Euro. Das macht Hanyecz‘ Pizza wohl zur teuersten Pizza der Welt.

Seither ist eine Menge geschehen. Im Jahr 2017 erfolgte ein regelrechter Boom der Kryptowährungen. Ende 2017 erreichte die Kryptowährung Bitcoin einen Gesamtwert von über 300 Milliarden US-Dollar. Das Netzwerk wurde deutlich sicherer, die Technologie dahinter populär und heutzutage ist der Bitcoin weltweit bekannt. Man kann mit Kryptowährungen mittlerweile sogar an vielen analogen Standorten bezahlen. In puncto Blockchain kann man einen stets wachsenden Markt beobachten. Vor allem Start-Ups sind an der Technologie interessiert und werden sie zukünftig Schritt für Schritt in unser alltägliches Leben integrieren. Die Blockchain-Technologie kann sensible Daten nämlich schnell und effizient übertragen und wird mittlerweile auch für andere Anwendungen genutzt. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen nutzt in einem Pilotprojekt beispielsweise die Kryptowährung Ethereum. Sie teilt Lebensmittelcoupons über die Blockchain an Flüchtlinge aus. Diese können dann in den Flüchtlingscamps per Iris-Scan damit bezahlen. So erreichen die finanziellen Mittel unmittelbar die Bedürftigen. Ein weiterer positiver Effekt: Der Korruption wird ein Riegel vorgeschoben.

Die zehn bekanntesten Kryptowährungen

  • Bitcoin
  • Ethereum
  • XRP
  • Litecoin
  • Bitcoin Cash
  • EOS
  • Binance Coin
  • Bitcoin SV
  • Tether
  • Stellar

Kryptowährung kaufen und verwalten

Am schnellsten und einfachsten können Sie Kryptowährung über eine digitale Börse kaufen. Besitzen Sie schon eine Kryptowährung, kann gegen eine andere Kryptowährung getauscht werden. Für jede Kryptowährung gibt es nationale und internationale Börsen. Doch nicht jede Börse ist seriös, deshalb sollten Sie sich im Vorfeld gut informieren. Die bekannteste Börse ist die US-Amerikanische Coinbase, die von 32 Ländern unterstützt wird. Hier kann man mit Bitcoin, Ether und Litecoin handeln. Wer eine europäische Börse vorzieht, kann sich bei bitcoin.de registrieren. Bei der digitalen Börse geben Sie an, für wie viel Geld Sie beispielsweise Bitcoins kaufen möchten. Sie bezahlen mit der Kreditkarte und sind dann bereits im Besitz einer Kryptowährung. Haben Sie Kryptowährungen an einer Börse gekauft, wird Ihr Guthaben von dieser Börse verwaltet. Die Bitcoins gehören zwar Ihnen, befinden sich aber auf dem Konto der Börse, dem sogenannten Wallet. In der Vergangenheit wurden vor allem Börsenwallets Opfer von Angriffen. Deshalb empfiehlt es sich, die Bitcoins in ein persönliches Wallet zu übertragen. Das funktioniert wie eine Art digitales Portemonnaie. Dabei erhält man den eindeutigen Code, also die Blockchain, seiner Coins. Aber Vorsicht: Verlieren Sie den Code, ist auch Ihr Geld weg.

Wo und wie können Sie mit Kryptowährung bezahlen?

Mit Ihrer Kryptowährung können Sie online und offline zahlen. Mit der Kryptowährung erhalten Sie eine Kontonummer, die aus einem kryptischen Code besteht. Mithilfe der Kontonummer können Sie online digitales Geld an andere Nutzer überweisen. Das funktioniert wie beim Online-Banking. Mittlerweile steigt die Akzeptanz für Kryptowährungen aber auch im Online-Handel. So können Sie beispielweise bei Expedia Ihren Urlaub oder bei Edeka ihren Wocheneinkauf mit Bitcoins bezahlen. In welchen Geschäften Sie in der realen Welt mit Kryptowährung bezahlen können, ist beispielweise auf der Website Coinmap verzeichnet. Für den analogen Kauf im Laden, brauchen Sie lediglich Ihr digitales Portemonnaie (Wallet) auf Ihrem Smartphone. Der QR-Code wird gescannt und das virtuelle Geld wechselt den Besitzer. Aber auch hier sollten Sie vorsichtig sein: Die Rückbuchung einer Zahlung mit Kryptowährung ist nicht möglich.

Kryptowährung: Vorteile und Risiken auf einen Blick

Vorteile der Kryptowährung:

  • Bezahlen und Geldtransaktionen sind ohne zentrale Institution möglich
  • Es fallen keine Kontoführungsgebühren an
  • Transaktionen gehen schnell, transparent und einfach
  • Kryptowährungen sind weltweit gültig
  • Hohe Sicherheit durch Blockchain-Technologie

 

Nachteile der Kryptowährung:

  • Durch Anonymität nutzen auch Kriminelle die Währung zur Finanzierung
  • Hohe Wert-Schwankungen der Kryptowährungen
  • Akzeptanz von Kryptowährungen noch begrenzt und eingeschränkt
  • Gesetzgebung und rechtliche Absicherung ebenfalls noch ungeklärt
  • Möglichkeit von Hackerangriffen
  • Geht der Code aus dem Wallet verloren, ist das digitale Geld weg

Kryptowährungen sind faszinierend und die Blockchain-Technologie revolutionär. Durch den schnellen und sicheren Umgang mit sensiblen Daten, könnte das virtuelle Geld eine echte Alternative zu unserer bisherigen Währung darstellen. Allerdings sollten Sie nur Kryptowährungen kaufen, wenn Sie das Geld übrig haben. Gerade beim Handeln besteht die Gefahr eines Totalverlustes, denn der Wert einer Kryptowährung basiert allein auf der Nachfrage und kann jederzeit fallen. Es ist daher noch kein stabiles Zahlungsmittel. Für Ihr digitales Geld sind darüber hinaus nur Sie alleine verantwortlich. Eine externe Absicherung gibt es nicht. Das ist der Preis, den man zahlt, wenn man Bank und Nutzer gleichzeitig ist.

In diesem Artikel
  • Digital Banking
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