easyCredit-Blog

Von Benedikt Billmeyer unter:
Auto

Wer derzeit aus dem Fenster schaut, dem kann es nicht verborgen bleiben: Der Winter ist bald da. Dauerregen, fallendes Laub, erste Schneefälle – rutschige Zeiten brechen an. Auch für Ihr Auto. Es ist Zeit, auf Winterreifen umzusteigen. Worauf müssen Sie achten? 15 Fragen und Antworten zum richtigen Winterreifenwechsel.

 

  1. Was genau sind Winterreifen?

Das sind Reifen mit einem besonderen Laufflächen-Profil und einer besonderen Struktur. Vor allem auf Matsch und frischem oder schmelzendem Schnee sorgen sie für bessere Fahreigenschaften als Sommerreifen. Als Winterreifen werden auch Allwetter- bzw. Ganzjahresreifen mit einem M+S-Logo (Matsch + Schnee) an der Flanke bezeichnet.

 

  1. Was bedeutet das Schneeflocken-Zeichen?

Reifen mit diesem Symbol (ein Berg mit drei Gipfeln, in dem eine Schneeflocke abgebildet ist) entsprechen dem strengen amerikanischen Industriestandard für Winterreifen. Sie sind bei Winterreifen auch hierzulande gängig.

 

  1. Wann muss ich Winterreifen aufziehen?

Laut Straßenverkehrsordnung sind Winterreifen bei „winterlichen Wetterverhältnissen“ Pflicht. Das heißt konkret, „bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte.“

  1. Gibt es eine Winterreifenpflicht?

Nur in Bezug auf die oben beschriebenen Wetterverhältnisse. Wer Fahrten bei diesen Bedingungen vermeiden kann, darf auch im Winter mit Sommerreifen fahren. Eine allgemeine Winterreifenpflicht für einen bestimmten Zeitraum – etwa Oktober bis Ostern – gibt es nicht.

 

  1. Wann genügen Ganzjahresreifen?

Sie sind ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen und eignen sich für schneearme, tiefliegende Gegenden. Vorteil: Sie ersparen sich den zweimaligen Reifenwechsel im Jahr. Nachteil: Auf schneebedeckten Straßen haben diese Reifen deutlich weniger Grip als richtige Winterpneus.

 

  1. Gilt die Winterreifenpflicht auch für Lkw und Busse?

Lkw und Busse müssen Winterreifen nur an den Antriebsachsen aufziehen. Land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge sind von der Winterreifenpflicht ausgenommen, weil sie in der Regel bereits ein grobstolliges Profil besitzen. Achtung: Diese Ausnahme gilt nicht für grobstollige Sommerreifen von Geländewagen oder Quads.

 

  1. Was passiert, wenn ich ohne Winterreifen erwischt werde?

Wer trotz winterlicher Straßenverhältnisse mit Sommerreifen fährt und somit die Winterreifenpflicht missachtet, begeht einen Verkehrsverstoß. Sie müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister („Flensburg“) rechnen. Wenn Sie den Verkehr infolge falscher Bereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen behindern, zahlen Sie 80 Euro Bußgeld und bekommen ebenfalls einen Punkt in Flensburg.

 

  1. Muss ich Buße zahlen, wenn mein Auto bei Schnee draußen parkt?

Nein, nur, wenn das Fahrzeug auch gefahren wird.

 

  1. Was passiert mit meiner Kaskoversicherung, wenn ich einen Unfall wegen fehlender Winterreifen baue?

Sind die Sommerreifen Grund für den Unfall, kann die Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit (§ 81 VVG) gekürzt werden.

 

  1. Was passiert mit meiner Haftpflichtversicherung, wenn ich einen Unfall wegen fehlender Winterreifen baue?

Wenn Sie als Halter durch Nutzung von Sommerreifen die Betriebsgefahr erhöhen (das ist die Gefahr, die generell mit dem Betrieb eines Kraftfahrzeuges verbunden ist), können Sie in Mithaftung genommen werden. Beispiel: Ein Fahrzeug mit Sommerreifen muss auf schneeglatter Fahrbahn einem entgegenkommenden Wagen ausweichen. Es gerät ins Schleudern und verunglückt. Nach einer Entscheidung des AG Trier (zfs 1987, 162) muss der Halter des verunglückten Autos zu 20 Prozent mithaften, obwohl er den Unfall gar nicht verursacht hat.

 

  1. Wann ist es sinnvoll, Winterreifen zu kaufen?

Wenn ihre Winterreifen älter als zehn Jahre sind oder weniger als 1,6 Millimeter Profil haben, sollten Sie sich neue Reifen zulegen. Experten raten aber, schon bei weniger als 4 Millimetern oder nach 6 Jahren umzusteigen.

Entweder Sie halten schon im Sommer Ausschau nach günstigen Auslaufmodellen, die in den Handelsregalen Platz für die neueste Winterreifen-Generation machen müssen, und sichern sich hohe Preisnachlässe. Oder Sie warten die heiße Phase im Herbst ab, wenn die Händler mit Sparangeboten, kostenloser Montage, Gutscheinen und Rabatten locken.

 

  1. Wie finde ich die richtige Reifengröße?

Wenn Sie einen alten Fahrzeugschein haben, finden Sie die zulässigen Standarddimensionen unter den Ziffern 20 und 21 bzw. 22 und 23. Zusätzliche Größen werden häufig in Feld 33 („Bemerkungen“) aufgeführt. Wenn Sie die 2005 eingeführte „Zulassungsbescheinigung Teil I“ haben, finden Sie unter den Punkten 15.1. und 15.2. nur noch die kleinste zulässige Größe. Alternative Dimensionen sind in der EU-Übereinstimmungserklärung (COC-Papier) vermerkt, die Sie beim Neuwagenkauf bekommen haben.

 

  1. Sind günstige Reifen gut?

Wer viel unterwegs ist, sollte beim Reifenkauf nicht sparen. Wer aber nur ab und an kurze Strecken in der Stadt zurücklegt, ist auch mit einem Mittelklassereifen gut bedient. Tipp: Fragen Sie nach den Tochtermarken der Premiumhersteller. Die sind oft deutlich günstiger, aber qualitativ kaum schlechter.

 

  1. Kann ich meine Winterreifen auch finanzieren?

Viele Händler bieten eine Finanzierung an – allerdings oft zu ungünstigen Konditionen. Eine interessante Alternative ist der easyCredit Autokredit. Dieser Ratenkredit ist nicht zweckgebunden und kann daher nicht nur zur Finanzierung eines neuen Autos genutzt werden. Sie können den Kredit komplett online abschließen (inklusive Legitimation und Vertragsunterschrift) oder sich persönlich beraten lassen. So finden Sie genau die Konditionen, die zu Ihnen passen.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

    Diskutieren Sie mit:

    * erforderlich (E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt)