Kredit im Inkassoverfahren: Post vom Inkasso? Das können Sie jetzt tun
Inkasso – bei diesem Wort denken die meisten an Drohbriefe und knappe Fristen. Annegret Trentschka, Teamleiterin im Inkasso der TeamBank, kennt dieses überzeichnete Bild. Im Gespräch gibt sie Einblicke, wie die TeamBank tatsächlich mit Zahlungsrückständen rund um einen easyCredit umgeht – und wie Kunden mit einem einziges Telefonat fast jede Lage entschärfen können. Was sie schildert, ist der Weg, für den sich die TeamBank entschieden hat: Wer sich früh meldet, findet fast immer eine Lösung.
Das Wichtigste zum Inkassoverfahren auf einen Blick
- Wegschauen ist der teuerste Fehler: Wer sich frühzeitig meldet, behält die Kontrolle.
- Früher Kontakt zur Bank schafft oft Spielraum: Stundung, Ratenpause oder Anpassung sind meist direkt am Telefon möglich.
- Zeit zu Handeln bleibt: Vor einem Schufa-Eintrag kommen vier Mahnstufen, jede ist eine Gelegenheit, das Gespräch zu suchen.
Inhalt dieser Seite
- 1Wichtigster Tipp: Früh melden, um Lösungen zu finden
- 2Das erste Inkassoschreiben: Was Sie darin erwartet
- 3Hinter fast jedem Inkassofall steht ein Mensch mit Schicksschlag
- 4Ziel im Inkasso: Individuelle Lösung für TeamBank-Kunden finden
- 5Welche Folgen hat ein Inkassoverfahren für die SCHUFA?
- 6Fazit: Wer sich frühzeitig meldet, hat Optionen zur Auswahl
- 7FAQ: Häufige Fragen zum Inkasso der TeamBank
Kredit im Inkasso: Erfahrungen aus der Praxis
Ein Inkassoverfahren wirft viele Fragen auf. Antworten darauf gibt Annegret Trenschka von der TeamBank, dem Unternehmen hinter easyCredit. Als Teamleiterin im Forderungsmanagement kennt sie die Praxis und weiß, worauf es bei Zahlungsrückständen ankommt und welche Lösungen möglich sein können.
Wichtigster Tipp: Früh melden, um Lösungen zu finden
Zahlungsschwierigkeiten sind unangenehm. Der Reflex, ihnen aus dem Weg zu gehen, ist menschlich. Post landet ungeöffnet auf dem Stapel, der Kontoauszug wird weggeklickt, das Thema aus dem Kopf geschoben. Nicht aus Naivität, sondern weil Verdrängen kurzfristig leichter ist als hinschauen. Doch je länger die Post liegen bleibt, desto größer wird das Problem – und desto teurer.
„ Wir haben nun einmal die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass unsere offenen Forderungen ausgeglichen werden. Aber wie wir das gemeinsam angehen, darüber lässt sich immer reden“, sagt Annegret Trentschka.
Wer sich nicht oder zu spät meldet, überlässt die Entscheidung einem automatisierten Verfahren. Wer sich dagegen frühzeitig meldet, gestaltet mit. Dahinter steht eine klare Haltung. Im Inkasso der TeamBank geht es darum, gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Kunde reagiert.
„Wir sind kooperativ und lösungsorientiert“, erklärt Annegret Trentschka. „Aber der Kunde muss uns die Hand reichen, wir lehnen nicht ab. Wir gehen unvoreingenommen in die Situation. Es geht nicht um Schuldzuweisungen. Wir suchen eine individuelle Lösung, je nachdem, was die Lage zulässt.“
Das erste Inkassoschreiben: Was Sie darin erwartet
Das Klischee vom Inkasso ist der einschüchternde Ton, die knappe Frist, der Eingriff in die private Lebenswelt. Die Realität bei der TeamBank sieht anders aus. So gibt es niemanden, der Zahlungsrückständen „hinterhertelefoniert“. Stattdessen erhält der Kunde ein Schreiben, das ihm seine Lage darlegt und ein Gesprächsangebot.
Annegret Trentschka beschreibt es so: „Ein Drohschreiben ist es definitiv nicht. Unser erstes Schreiben ist zwar inhaltlich sehr umfangreich, aber genau deshalb, weil wir so transparent wie möglich sein wollen. Wir teilen die Höhe der Forderung mit, legen eine detaillierte Aufstellung bei und bieten zwei Wege an: die Einmalzahlung oder eine Ratenvereinbarung.“
Ergänzend dazu gibt es Erklärvideos per QR-Code und ein Serviceportal, über das sich rund um die Uhr der Forderungsstand einsehen und – neben anderen Self-Services – eine für beide Seiten passende Ratenvereinbarung treffen lässt.
Ein Detail, das leicht für Verwirrung sorgt: Solange der Kreditvertrag läuft, kommt die Post unter der Marke easyCredit. Wird der Vertrag am Ende des Mahnverfahrens gekündigt, wechselt der Absender zur Unternehmensmarke TeamBank. Der Name ändert sich, der Ansprechpartner nicht, genau das stellt das erste Inkasso-Schreiben ausdrücklich klar: Kunde und Forderung bleiben im Haus. Eine Auslagerung an einen externen Partner findet nicht statt.
Hinter fast jedem Inkassofall steht ein Mensch mit Schicksschlag
Die meisten Zahlungsausfälle haben nachvollziehbare Gründe: Lebensumstände, die aus dem Takt geraten sind. Krisen der vergangenen Jahre haben viele Haushalte an ihre Grenzen gebracht und das ist im Inkasso deutlich spürbar.
„In der Regel hat ein Zahlungsausfall einen nachvollziehbaren Grund – ich würde sagen, es ist die überwiegende Zahl der Fälle“, berichtet Annegret Trentschka. „Corona, der Ukraine-Krieg, die steigende Inflation: Das belastet unsere Kunden und das spüren wir deutlich.“
Diese Perspektive verändert den Umgang mit dem Einzelfall. Im Vordergrund steht die Frage, welche Lösung zur konkreten Situation passt.
8,3 Prozent der volljährigen Personen in Deutschland sind überschuldet
Ziel im Inkasso: Individuelle Lösung für TeamBank-Kunden finden
Meldet sich der Kunde, eröffnen sich Spielräume für die TeamBank: die Anpassung der Raten, eine Stundung, eine Ratenaussetzung. Vieles davon können die Mitarbeiter am Telefon direkt entscheiden. Entscheidend sei allein der Zeitpunkt.
„Wenn ein Kunde anruft und um eine Ratenaussetzung für einen Monat bittet, etwa weil eine Werkstattrechnung dazwischenkommt, kann der Mitarbeiter das eigenständig entscheiden. In der Regel sind wir hier sehr kulant und viele Ratenaussetzungen und Stundungen werden auch gewährt“, schildert Annegret Trentschka. „Es kommt aber immer auf den Einzelfall an, zum Beispiel auf das bisherige Zahlungsverhalten. Zahlungsschwierigkeiten, die alle zwei Monate auftreten, können wir nicht in jedem Fall berücksichtigen.“
Welche Folgen hat ein Inkassoverfahren für die SCHUFA?
Eine große Sorge vieler Betroffener ist der Schufa-Eintrag. Doch er steht am Ende des Prozesses, nicht am Anfang. Vor einer Kündigung durchläuft der Kunde vier Mahnstufen – mit mindestens drei Schreiben, die den Rückstand benennen, zur Zahlung auffordern und frühzeitig auf die Folgen hinweisen. Schon beim Vertragsabschluss stimmt der Kunde der Datenübermittlung an die Auskunfteien zu.
„Meldet sich der Kunde rechtzeitig und gleicht seinen Rückstand auf welche Weise auch immer aus, bevor es zur Kündigung kommt, dann entsteht kein Negativeintrag“, hält Annegret Trentschka fest. „Bis dahin geben wir in jedem Schreiben klare Signale, wohin der Weg führt.“
Reagiert ein Kunde auch nach Kündigung nicht, folgt das gerichtliche Mahnverfahren. An dessen Ende kann ein sogenannter Titel stehen – ein amtliches Dokument vom Gericht, mit dem die Forderung zwangsweise durch einen Rechtsanwalt oder Gerichtsvollzieher durchgesetzt werden kann, etwa durch eine Konto- oder Lohnpfändung. Ein solcher Titel gilt bis zu 30 Jahre.
Doch selbst dann bleibt die Tür offen: Eine Ratenvereinbarung ist in jeder Phase möglich. Auch dann noch, wenn der Gerichtsvollzieher bereits eingeschaltet ist.
Sie können eine Rate gerade nicht zahlen? Warten Sie nicht ab.
Fazit: Wer sich frühzeitig meldet, hat Optionen zur Auswahl
Ein Gespräch kann die Situation immer verändern. Solange der Kunde nicht mit der TeamBank spricht, folgt der Prozess seinem festgelegten Ablauf. Meldet sich der Kunde jedoch persönlich, entsteht Spielraum für eine neue Rate, eine Stundung, eine Anpassung.
„Sobald der Faktor Mensch ins Spiel kommt und der Kunde mit einem Mitarbeiter redet, ist vieles möglich und verhandelbar“, macht Annegret Trentschka deutlich. „Wir einigen uns auf eine neue Rate: erst einmal vorübergehend, danach schauen wir weiter.“
Am Ende lässt sich die wichtigste Botschaft auf wenige Worte verdichten – und sie sind so schlicht wie wirksam: Der Dialog ist der erste Schritt zur Lösung. Wer sich meldet, hat Optionen: Stundung, Ratenpause, Anpassung des Plans, eine neue Ratenvereinbarung. Wer schweigt, überlässt die Entscheidung einem Verfahren, das keine Rücksicht auf die persönlichen Hintergründe nehmen kann. Das Problem verschwindet nicht, wenn es ignoriert wird. Es wird größer.
FAQ: Häufige Fragen zum Inkasso der TeamBank
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Was kostet mich das Inkasso zusätzlich?
Bleibt eine Rate unbezahlt, entstehen im Verlauf drei Arten von Zusatzkosten: Verzugszinsen auf den offenen Betrag (bei Verbraucherforderungen 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, aktuell rund 8 Prozent pro Jahr), Mahngebühren pro versendetem Mahnschreiben und, falls es zum gerichtlichen Verfahren kommt, Gerichts- und Vollstreckungskosten. Wie hoch diese Beträge in Ihrem konkreten Fall ausfallen, sehen Sie in der detaillierten Aufstellung, die dem ersten Inkasso-Schreiben der TeamBank beiliegt. Diese Zusatzkosten steigen mit jeder Stufe des Verfahrens. Wer früh Kontakt aufnimmt und eine Vereinbarung trifft, hält den Zusatzbetrag deutlich niedriger.
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Kann ich eine Ratenaussetzung auch nur für einen einzelnen Monat bekommen?
Eine Ratenaussetzung für einen einzelnen Monat ist bei der TeamBank grundsätzlich möglich. Die zuständigen Mitarbeiter können das am Telefon direkt entscheiden. Die meisten Ratenaussetzungen werden gewährt, im Einzelfall spielt aber auch das bisherige Zahlungsverhalten eine Rolle.
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Wie lange gilt eine vereinbarte Rate?
Vereinbarte Raten bei der TeamBank gelten zunächst für einen festgelegten Zeitraum. Danach wird die Situation gemeinsam neu bewertet. Haben sich Ihre finanziellen Verhältnisse verändert, wird der Ratenplan angepasst. Grundlage der Vereinbarung sind Ihre offengelegten Unterlagen.
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Wie erreiche ich die TeamBank außerhalb der Geschäftszeiten?
Für ein direktes Gespräch mit einem Mitarbeiter erreichen Sie das Inkasso der TeamBank innerhalb der Geschäftszeiten. Rund um die Uhr steht Ihnen das Serviceportal zur Verfügung. Dort sehen Sie Ihren aktuellen Forderungsstand und können viele Anliegen wie eine Ratenvereinbarung selbst erledigen. Für schriftliche Anfragen nutzen Sie das Kontaktformular im Serviceportal.
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Wird meine Forderung an ein externes Inkassobüro verkauft?
Die Forderung bleibt im Haus der TeamBank, ein Verkauf an ein externes Inkassobüro findet nicht statt. Solange der Kreditvertrag läuft, kommt die Korrespondenz unter der Marke easyCredit. Wird der Vertrag im Verlauf gekündigt, wechselt der Absender zur TeamBank.
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Was passiert, wenn ich das Inkasso anrufe?
Beim Anruf im Inkasso der TeamBank sprechen Sie direkt mit einem Mitarbeiter, der Ihre Situation aufnimmt und mit Ihnen konkrete Möglichkeiten bespricht. Etwa eine Ratenanpassung, eine Stundung oder eine kurze Aussetzung. Es geht nicht darum, Ihre Gründe zu prüfen oder Sie zu beurteilen. Im Vordergrund steht die Frage, welche Lösung zu Ihrer aktuellen Situation passt.
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Wann meldet die TeamBank an die Schufa?
Ein Negativeintrag bei der Schufa entsteht bei einem Kredit der TeamBank erst nach der Kündigung des Kreditvertrags, also am Ende des Mahnprozesses. Vor der Kündigung durchlaufen Sie vier Mahnstufen mit mindestens drei Schreiben. Solange Sie in dieser Phase eine Vereinbarung treffen oder Ihren Rückstand ausgleichen, wird kein Negativeintrag gemeldet.
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Was passiert konkret, wenn ich gar nicht reagiere?
Ohne Reaktion durchläuft der Kreditvertrag bei der TeamBank die vier Mahnstufen, wird anschließend gekündigt und geht ins gerichtliche Mahnverfahren mit dem Ziel eines gerichtlichen Titels, mit dem der Gerichtsvollzieher vollstrecken kann. Ohne Rückmeldung läuft das Verfahren schrittweise weiter. Deshalb empfehlen wir, möglichst früh Kontakt aufzunehmen. So können wir gemeinsam prüfen, welche Möglichkeiten es gibt.
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Kann ich mit dem Gerichtsvollzieher noch eine Vereinbarung treffen?
Sie können auch mit dem beauftragten Gerichtsvollzieher einen verbindlichen Ratenplan vereinbaren. Doch auch dann, wenn der Gerichtsvollzieher bereits eingeschaltet ist, bleibt der Kontakt zur TeamBank sinnvoll. Eine Ratenvereinbarung oder ein Vergleichsangebot ist auch in dieser Phase möglich. Wer sich meldet, hält den weiteren Verlauf und damit auch die weiteren Kosten so gering wie möglich.