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AllgemeinHinter den Kulissen

Oder: Das Denglisch der TeamBank

 

Wir sind fit for work mit unserem Customer Relationship Management-System, wir nehmen die Mitarbeiter mithilfe von Change Management mit auf die Reise der Zukunft und unser CEO schickt uns auf Learning Journey. Wir betreiben Story Telling und Clean Desk Policy, wir arbeiten (bald) in Home Zones und mit einem Open Space-Konzept. Ob wir es nun wollen oder nicht: Denglisch ist das neue Deutsch.

 

Unsere Amtssprache steht zwar nicht in Frage, dennoch kommt man ganz ohne Englisch nicht mehr weit. In unseren Arbeitsalltag haben bereits viele englische, teils auch französische Begriffe Einzug gehalten. Die Grenzen der Sprache werden ausgereizt und an der ein oder anderen Stelle auch jäh überschritten. Besprechung war gestern, längst gehen wir in Jour Fixes und meeten miteinander. Statt etwas zu tun sind wir im Doing, statt Vorlagen werden Templates verwendet und unsere Führungskräfte challengen uns zu Höchstleistungen. Wie schreibt man das denn überhaupt? Englische Wörter im Deutschen zu deklinieren vermag dem Liebhaber der deutschen Sprache einen kalten Schauer über den Rücken zu schicken. Doch das ist längst zu unserem Alltag geworden.

 

Wir machen Social Media und gehen gemeinsam zum Lunch. Die Kontaktpunkte zu unseren Kunden heißen nun Customer Touch Points, in Projekten haben wir Sparring Partner und berechnen Realistic Cases. Wir messen nicht mehr den Abstand zwischen Ist- und Planwerten sondern den Gap (und schreiben ihn auch noch groß) und statt der Bedienbarkeit einer Software testen wir die Usability.

 

Und manchmal haben wir sogar schon vergessen, wie man das früher „richtig“ gesagt hat. Geht es Ihnen auch so? Worüber stolpern Sie besonders oft? Teilen Sie Ihre Lieblings-Anglizismen mit uns!