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Von Annemarie Moltz unter:
Finanzielle BildungTipps und Tricks

150618 blog online-bankingSelbst ist der Kunde. Das sieht er offensichtlich auch bei seinen Bankgeschäften so: Laut einer Statistik von www.statista.com hat sich der Anteil der Nutzer von Online-Banking allein in den letzten zwölf Jahren mehr als verdoppelt. 54% aller beteiligten Nutzer gaben im Jahr 2014 an, ihre Bankgeschäfte online zu erledigen. Kein Wunder also, dass es heutzutage kaum mehr eine Bank gibt, die ihren Kunden diesen Service nicht ermöglicht. Überweisungen, Umbuchungen oder Daueraufträge – alles kann selbst vom Kunden angelegt und verändert werden.

 

Auch wenn die Zahl der Online-Nutzer immer weiter steigt, die Sicherheit der Daten hat für sie immer noch höchste Priorität. Um diesem Sicherheitsanspruch gerecht zu werden, gibt es inzwischen zahlreiche Varianten, wie man bspw. Überweisungen über das Internet sicher durchführen kann. Eine Ergänzung zur persönlichen Identifikationsnummer (PIN) bietet die Transaktionsnummer (TAN), eine einmal gültige mehrstellige Zahlenreihe, deren Abfrage sicherstellt, dass auch die richtige Person die Überweisung in Auftrag gibt.

 

Welche TAN-Verfahren gibt es heute?

 

 

Das klassische TAN-Verfahren

 

Das klassische Online-Banking mit den Sicherheitsmerkmalen PIN und TAN hat seine Anfänge hier: Der Kunde erhält von seiner Bank meist per Post eine TAN-Liste. Sie funktioniert wie eine digitale Unterschrift zur Bestätigung einer Transaktion. Nach einmaliger Nutzung einer beliebigen TAN auf dieser Liste, verfällt diese.

 

Das iTAN-Verfahren

 

Ein „indiziertes“ TAN-Verfahren wird als Weiterentwicklung des klassischen TAN-Verfahrens verstanden. Hier wird der User aufgefordert, aus seiner Liste eine ganz bestimmte, durch eine Positionsnummer gekennzeichnete TAN für die Bestätigung seines Vorgangs einzugeben. Dass man für die Eingabe nur wenige Minuten Zeit hat und die ausgewählte TAN bei Nichtausführung des Vorgangs verfällt, erhöht die Sicherheit weiter.

 

Das mobile-TAN-Verfahren

 

Für die Smartphone-Generation auch nicht mehr wegzudenken ist das mobile-TAN-Verfahren. Hier wird zur Bestätigung eines Vorgangs in Echtzeit eine TAN generiert und an die hinterlegte Mobilfunknummer versendet. Hierbei sollten zwei verschiedene Endgeräte verwendet werden: Eines, auf dem man das Online-Banking nutzt, und eines, auf dem man die TAN als SMS empfängt. Benutzt man bspw. sein Online-Banking auf dem Smartphone, sollte dieses nicht auch gleichzeitig das empfangende Gerät der TAN sein.

 

Das eTAN-Verfahren

 

Mit Hilfe eines kleinen Generators, den viele Banken ihren Kunden kostenfrei zur Verfügung stellen, ist die Erzeugung von TAN-Nummern ebenfalls unbegrenzt möglich. Der Generator wird individualisiert und greift unter anderem auf Uhrzeit und Kontonummer des Nutzers zu. Das ermöglicht ebenfalls die temporäre Erstellung einer TAN, bezogen auf eine bestimmte Empfängerkontonummer.

 

Das Sm@rt-TAN-Plus-Verfahren

 

Bei diesem Verfahren wird ebenfalls ein TAN-Generator verwendet. Zusätzlich verfügt dieser über einen Kartenleser für die Bankkarte. Zur Transaktionsbestätigung muss der Generator schräg an den Bildschirm gehalten werden. Über eine optische Schnittstelle werden die Daten an den TAN-Generator übertragen und anschließend vor der Erzeugung der TAN im Generator-Display angezeigt. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer den Vorgang erneut prüfen kann und genau für die bestätigte Transaktion eine TAN erzeugt wird.

 

Das Photo-TAN-Verfahren

 

Wie der Name schon verrät, wird hier wieder ein Smartphone benötigt. Beim Photo-TAN-Verfahren werden die Daten zur Transaktion verschlüsselt als Mosaikgraphik auf dem Desktop angezeigt. Mit einer zugehörigen Smartphone-App wird dieser Code eingelesen, entschlüsselt und damit die zugehörige TAN generiert.

 

TAN-Verfahren erhöhen die Sicherheit bei Online-Bankgeschäften. Dennoch sollte der Nutzer darüber hinaus immer Vorsicht walten lassen und z.B. sein Online-Banking nicht auf öffentlichen Computern oder freiverfügbaren, ungeschützten WLAN nutzen.

 

Die Entwicklung von neuen Sicherheitsmethoden hört nicht heute auf. Zum Glück! Online-Banking gehört zum festen Bestandteil vieler Bankgeschäfte und die Anforderungen der Nutzer werden in Zukunft weiter steigen.

 

Nutzen Sie Online-Banking? Wenn ja, mit welchem TAN-Verfahren haben Sie die besten Erfahrungen gemacht? Lassen Sie es uns wissen!

 

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