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Von Marc-Olivier Weber unter:
Liquiditätsmanagement

Schon seit mehreren Jahren ist Onlineshopping für viele Menschen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Gemäß der aktuellen Studie Liquidität 50Plus kaufen 82 Prozent  der Bundesbürger zumindest hin und wieder im Netz ein. Auch die Generation 50Plus hat keine Berührungsängste mehr, was das digitale Einkaufserlebnis anbelangt. 68 Prozent der 50 bis 79-Jährigen  shoppen bei Amazon, Zalando & Co. Dabei ist es auch nicht verwunderlich, dass die älteren Shopper immer sicherer in der Internetnutzung werden. Im Vergleich zu 2015 vermissen im E-Commerce deutlich weniger Befragte die persönliche Beratung (38 Prozent, minus neun Punkte). Im Gegenzug hat die Zahl derjenigen, die vertrauenswürdige Onlineshops kennen, um fünf Prozentpunkte auf 55 Prozent  zugenommen.

Auch mit sicheren Onlinezahlungsmitteln kennen sich immer mehr Ältere aus (neun Prozentpunkte  mehr als im Vorjahr). Der größte Hinderungsgrund ist dennoch weiterhin mangelndes Vertrauen: 81 Prozent  glauben nicht, dass Onlineshops die Datenschutzregeln einhalten. 72 Prozent haben Sicherheitsbedenken. Gerade die Generation 50Plus achtet daher stark auf Internetsicherheit. 91 Prozent  geben an, eine aktuelle Antivirensoftware zu haben. Bei den Unter-30-Jährigen beträgt dieser Wert lediglich 83 Prozent) 87 Prozent  bewahren ihre Zugangsdaten sicher auf und benutzen sichere Passwörter. 86 Prozent achten auf eine sichere Internetverbindung. Jedoch sollten sie noch öfter daran denken, ihre Passwörter regelmäßig zu ändern – mehr als jeder Zweite  verzichtet darauf.

Im Netz auf Nummer sicher gehen – Generation 50Plus zahlt online traditionell

Beim Internetshopping vertrauen die Deutschen vor allem altbekannten Zahlungsmitteln. Am häufigsten zahlen sie online per Rechnung (46 Prozent ). In der Generation 50Plus sind es sogar 53 Prozent , bei den Unter-30-Jährigen nur 36 Prozent. Bei Online-Bezahldiensten ist es genau umgekehrt: Von den Über-50-Jährigen zahlt nur jeder Dritte  auf diese Weise. Bei den Jüngeren sind die beliebter als die Rechnung. Denn bereits jeder Zweite der 30 – 49-Jährigen  nutzt moderne Online-Bezahlverfahren, wie beispielsweise PayPal oder Paydirekt.

Ermittelt wurden diese Ergebnisse im Rahmen der Studie Liquidität 50Plus, die regelmäßig vom Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag der TeamBank erhoben wird und die Liquiditätssituation der über 50-Jährigen beleuchtet. Dazu wurden 1.000 Personen in ganz Deutschland über alle zwischen 18 und 79 Jahren befragt.

Die Eroberung des Internets durch die Generation 50Plus könnte jedoch langfristig im wahrsten Sinne des Wortes durch den schleppenden Ausbau des Breitbandnetzes ausgebremst werden. Beispielsweise sind in den nächsten Jahren durch den vermehrten Einsatz von Virtual Reality Shopping höhere notwendige Übertragungsraten wahrscheinlich. Noch belegt Deutschland zwar im weltweiten Vergleich bei der Internetnutzung gemäß einer Studie des Pew Resarch Centers einen respektablen 8. Platz. Bei den 18 -34-Jährigen beträgt die Nutzungsquote sogar 99%, was nur noch von Südkorea, Australien, Kanada, Italien und Spanien getoppt wird. Was die Downloadgeschwindigkeit angeht, hat Südkorea gemäß einer aktuellen Auswertung auch wieder die Nase vorn. Deutschland belegt bei der Downloadgeschwindigkeit mit einem eher mageren 25. Platz jedoch allenfalls das Mittelfeld. Daher wäre es nicht nur im Interesse der privaten Internetnutzer, sondern auch der Wirtschaft, wenn der Ausbau des Internets schneller voran ginge.

Was haben Sie für Erfahrungen gemacht? Wurde Ihr Online-Shoppingvergnügen auch schon einmal durch eine langsame Datenleitung getrübt?