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24. Mai 2019
von easyCredit

Richtig Bruzeln: Wissenswertes rund ums Grillen

Grillvergnügen auf Balkonien ohne Stress mit dem Nachbarn. Das geht. istock.com/alvarez

Gebrutzelt wird überall: Im eigenen Garten, auf dem Balkon, im Schrebergarten und im Park. Aber wo darf überhaupt gegrillt werden? Ist ein offenes Feuer auf dem Mietshausbalkon eigentlich erlaubt? Und hat das Grillen ein Ende, wenn’s dem Nachbarn stinkt? Welche Rechte habe ich als Mieter, Eigentümer und Nachbar? Wir klären die Rechtslage und zeigen Alternativen zum Holzkohlegrill.

Grillen mit Holzkohle, Gas oder Strom? 

Der Holzkohlegrill ist ein Klassiker und steht auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Das Angebot ist riesig: Billige Wegwerfmodelle gibt’s für ein paar Euro an nahezu jeder Tankstelle. Für Grill-Profis darf es auch gerne etwas mehr sein. Eine edle Grill-Räucher-Kombination vom Fachhändler ist wahren Grill-Fans auch mal einen vierstelligen Betrag wert. Der große Vorteil: Ein Holzkohlegrill kann fast überall angeschürt werden. Er ist quasi der Grill to go und lässt sich vielerorts aufstellen. Für Wohnungen ohne Balkon, gibt es sogar Hängegrills, die am Fenster befestigt werden können. Der Holzkohlegrill kommt ohne lästiges Stromkabel oder Gaskartusche aus. Und Holzkohle kann der Grillfreund fast überall kaufen.
Der Nachteil: Wenn’s stark qualmt, verscherzt man es sich eventuell mit dem Nachbarn.

Grillen ohne Rauch. So geht´s

  • Durch hochwertige Kohle lässt sich Rauch stark reduzieren. Diese erkennt man am „DINplus-Siegel“.
  • Finger weg von Brandbeschleunigern. Diese verursachen nicht nur Rauch, sondern auch Stichflammen und Verpuffungen. Anzünder aus Paraffin sind der Verwendung von Spiritus & Co. vorzuziehen.
  • Grillbriketts qualmen weniger als normale Holzkohle. Für eine optimale Glut werden die Briketts idealerweise mit der Heißluftpistole entfacht. (Vorsicht Funkenflug!) Verfärben sich die Briketts weiß, ist die optimale Temperatur erreicht.
  • Grillschalen verwenden. Marinaden oder die obligatorische Bierdusche begünstigen die Rauchentwicklung.
  • Mageres Fleisch enthält weniger Fett und damit ist auch die Rauchentwicklung geringer.
  • Grilldeckel schließen und mit weniger Qualm grillen.
  • Den Grillrost nach jedem Gebrauch penibel reinigen. Verschmutzungen begünstigen die Rauchentwicklung.

Ist Grillen mit Holzkohle gesundheitlich unbedenklich?

Grillen mit Holzkohle ist Handarbeit. Welches Brennmaterial ist optimal? Welche Anzündhilfen bringen den Grill bestmöglich in Gang? Wie erreicht man die richtige Temperatur und hält die Glut? Grillfans sehen hierin die Herausforderung und den Spaß beim Grillen. Das offene Feuer zu zähmen und schmackhafte Gerichte ohne Anbrennen zu zaubern, ist für viele die einzig wahre Variante des Grillens.

Wer gerne mit Holzkohle grillt, sollte nichts verkohlen lassen. Ist das Würstchen verbrannt, enthält die schwarze Kruste krebserregende Stoffe. Die entstehen, wenn Fett in die Glut tropft und der Rauch sich auf das Grillgut legt. Gleiches passiert mit Bier, das gerne verwendet wird, um den Geschmack abzurunden. Klare Empfehlung: Grillschalen verwenden und nicht mit Bier ablöschen.
Säure- oder salzhaltige Speisen sollten allerdings nicht auf Aluschalen gegrillt werden, da sich das Aluminium auf die Speisen übertragen kann. Salzen und würzen sollte man daher immer erst nach dem Grillen. Die Alternative: Wiederverwendbare Grillschalen, beispielsweise aus Edelstahl oder Keramik.

Durch das Grillen mit Holzkohle entsteht außerdem Feinstaub und Ruß, der die Atemluft am Grill und in der Umgebung belastet.
Gas- und Elektrogrills sind hier die gesündere Alternative.

 

Ohne Qualm und Kabel: Der Gasgrill bietet auch Anfängern Grillgenuss

Gasgrills bringen viele Vorteile mit sich: Einfach zu bedienen, kein lästiges Anzünden, hohe Leistung und im Vergleich mit jedem herkömmlichen Holzkohlegrill sicherer. Und gesundheitlich unbedenklich grillt man außerdem auch noch. Auch für Grillanfänger eignet sich ein Gasgrill perfekt. Im Gegensatz zum Holzkohlegrill kann die Temperatur zielgenau geregelt werden – verbranntes Grillgut Adè. Die lästige Qualmentwicklung gehört mit einem Gasgrill ebenfalls der Vergangenheit an. Ein Pluspunkt für die Umwelt und das nachbarschaftliche Verhältnis.

Auch wenn es mittlerweile kleine, tragbare Gasgrills gibt, eine gefüllte Gasflasche- oder Kartusche gehört zur Pflichtausstattung beim Grillen mit Gas. Die erhält man zwar nicht im Supermarkt um die Ecke, allerdings hilft hier das Internet bei der lokalen Suche nach einem Flaschengas-Händler. Gute Einsteigermodelle bekommt man schon ab circa 130 Euro. Ein Nachteil gegenüber dem deutlich günstigeren Einstiegspreis beim Holzkohlegrill.

Sicherheitsrisiko Gasgrill?

Viele Menschen haben bei Gasgrills Sicherheitsbedenken. Und in der Tat ist der richtige Umgang mit dem Gasgrill wichtig. Wenn Sie aber vorausschauend handeln und einige Punkte beachten, können Sie das Risiko minimieren:

  • Die meisten Gasgrills für Privatanwender haben nur einen einfachen Druckregler, mit dem die ausströmende Gasmenge reguliert werden kann. Dieser reicht in der Regel auch aus – wenn er nicht gerade durch Dreck blockiert wird. Das passiert selten, kann aber gefährlich werden. Besser ist ein Druckregler mit doppelter Überdrucksicherung. Dieser kostet um die 30 Euro und trägt enorm zur sicheren Nutzung Ihres Gasgrills bei.
  • Eine Schlauchbruchsicherung kostet nur etwa 10 bis 15 Euro und verhindert, dass bei einem Leck oder Abriss des Schlauches Gas unkontrolliert ausströmt.
  • Bevor Sie in die Grillsaison starten, sollten Sie den Schlauch und alle Verbindungen auf undichte Stellen überprüfen. Dafür gibt es spezielle Lecksuchsprays. Sie können aber auch einfach ein Gemisch aus Wasser und flüssiger Seife zu gleichen Teilen anmischen und dieses gleichmäßig auf alle Verbindungen und den Schlauch aufpinseln oder aufsprühen. Anschließend drehen Sie langsam das Gas auf und beobachten, ob sich an einer Stelle Blasen bilden. In diesem Fall tritt dort Gas aus und Sie müssen die undichte Stelle reparieren lassen. Aber Achtung: Führen Sie diesen Test bitte nicht in geschlossenen Räumen durch.
  • Eine weitere Gefahr, die sich nicht nur auf das Grillen mit Gas beschränkt, ist der Fettbrand. Dieser kann selbst dem erfahrensten Grillmeister passieren. Zur Vorbeugung sollte eine regelmäßige, gründliche Reinigung des Grills selbstverständlich sein – auch aus hygienischen Gründen.
    Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Fettbrand kommen, ist eines besonders wichtig: Ruhe bewahren. Auf gar keinen Fall dürfen Sie den Brand mit Wasser löschen, da das zur berüchtigten Fettexplosion führt. Oft hört man den Tipp, einen Fettbrand mit einer Decke zu ersticken. Das funktioniert aber nur bedingt, da auch robuste Wolle bei diesen hohen Temperaturen schnell durchschmort. Wirklich sicher löschen Sie einen Fettbrand nur mit einem Feuerlöscher der Brandklasse “F”. Diese sind speziell für Fettbrände entwickelt worden.

Sicher grillen mit einem Elektrogrill?

Wer den Nachbarn nicht verärgern möchte, keine Gasflaschen tauschen und sicher grillen will, der sollte sich für einen Elektrogrill entscheiden. Elektrogrills erzeugen nur elektrische Hitze, kein Feuer. Das macht ihn zur sichersten aller Grillvarianten. Auch ein Grund dafür, dass in vielen Mietobjekten das Grillen auf dem Balkon ausschließlich mit Elektrogrills erlaubt ist.
Abstriche muss man in Punkto Flexibilität machen. Um den Elektrogrill in Betrieb zu nehmen, sind Sie auf eine Stromversorgung angewiesen. Wer nur im Park grillen möchte, sollte auf Gas- oder Holzkohlegrills ausweichen. Auch ist die Hitzeentwicklung beim Elektrogrill weitaus geringer, als beim Holzkohle- oder Gasgrill. Für perfekte Steaks braucht man mindestens eine Leistung von 2.000 Watt. Bei niedrigen Wattzahlen wird der Grill nicht heiß genug und gart das Fleisch anstatt es zu grillen.

Vorteil des Elektrogrills: Wer auch im Winter nicht aufs Grillen verzichten möchte, dabei aber nicht in der Kälte stehen mag, für den ist der Elektrogrill ideal. Egal ob Kontaktgrill zum Zuklappen, Tischgrill oder Standgrill. Alle funktionieren aufgrund der geringen Strahlwärme auch bedenkenlos in Haus oder Wohnung. Das schafft kein anderes Grillmodell.

 

Der Smoker: Mit viel Zeit zum besonderem Fleischgenuss

Eine besondere Grillvariante ist der Smoker. Unabdingbar für alle Liebhaber des amerikanischen Barbecues. Hier wird nicht über dem Feuer oder der Glut gegart, sondern im heißen Rauch. Die Temperaturen sind niedriger, die Fleischstücke garen meist über mehrere Stunden. Daher eignet er sich besonders für die Zubereitung von großen Fleischstücken. Auf anderen Grills bleiben diese oftmals innen roh, während sie außen schon zu trocken sind.

Ungeduldig sollte man bei dieser Grillmethode jedoch nicht sein: Eine Zubereitungszeit von vier Stunden und mehr ist bei Smokern keine Seltenheit. Eine spontane Grillparty ist mit Smokern daher nicht machbar. Allerdings muss man auch bei langen Garzeiten nicht die ganze Zeit neben dem Smoker stehen. Aufgrund der niedrigen Temperatur verbrennt das Fleisch nicht. Wie auch beim Gas- und Elektrogrill, werden krebserregende Dämpfe vermieden. Das gelingt beim Smoker durch die Trennung zwischen Garkammer und Feuerbox.

Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass das Gerät die Temperatur über einen langen Zeitraum konstant halten kann. Nur so wird eine gleichmäßige Garung erreicht.
Smoker sind größer als herkömmliche Grills, damit eignen sie sich nur bedingt für kleine Balkons oder Gärten.

 

Vor- und Nachteile Holzkohlegrill, Gasgrill, Elektrogrill und Smoker.

Ist Grillen auf dem Balkon erlaubt?

Das kommt ganz auf den Vermieter an. Der Vermieter kann ein allgemeines Grillverbot im Mietvertrag oder der Hausordnung festhalten. Dann muss auf öffentliche Grillplätze ausgewichen werden. Viele Verbote beschränken sich aus Brandschutzgründen aber auf Gas- und Holzkohlegrills. Mit einem Elektrogrill ist man auf der sicheren Seite.

Aber selbst wenn von Vermieterseite keine Einschränkungen vorliegen, kann das Grillen verboten werden. Und zwar dann, wenn durch Rauch, Ruß oder dichten Qualm die Wohnqualität der Nachbarn erheblich beeinträchtigt wird. Im Extremfall kann es hier sogar zu einem Rechtsstreit kommen. Um dem vorzubeugen, sollten man die qualmenden Holzkohlegrills vermeiden und stattdessen einen Gas- oder Elektrogrill benutzen.

Kann Grillen im eigenen Garten verboten werden?

Grundsätzlich schon. Auch auf dem eigenen Grundstück können Nachbarn durch Rauch und Qualm belästigt werden. Und ein “Recht auf Grillen” gibt es nicht. Bei alleinstehenden Grundstücken ist eine Beschwerde durch die Nachbarn aber eher unwahrscheinlich. Aber auch hier gilt: Eine gute nachbarschaftliche Beziehung und Rücksicht sind der Schlüssel zum unbeschwertem Grillgenuss. Laden Sie Ihre Nachbarn doch einfach zum Grillfest ein! Wer selbst gegrillte Leckereien serviert bekommt, hat kaum Grund, sich zu beschweren.

In diesem Artikel
  • Ernährung
  • Grillen
  • Haushaltsgeräte
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