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Von Gastblogger unter:
Finanzielle BildungLiquiditätsmanagement

Die Erfindung des IPhones im Jahr 2007 hat nicht nur den Alltag der Menschen verändert, sondern weltweit auch die Erwartungen der Verbraucher an Unternehmen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen.

 

Die mobile Nutzung des Internets boomt

Die Nachfrage nach Smartphones und Tablets boomt.

Die Nachfrage nach Smartphones und Tablets boomt. Laut Bitkom nutzen 63 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren ein Smartphone, das sind 44 Millionen Menschen. In der Folge greifen immer mehr Menschen mobil auf Webseiten zu. So erhält Google Suchanfragen mobile Endgeräte als von Desktops und auch zu Zalando kommen rund 60% der Besucher über mobile Endgeräte.

Egal ob Shopping, Gaming oder der Besuch auf sozialen Netzwerken, immer mehr Deutsche nutzen dazu ein Smartphone oder Tablet. Kein Wunder also, dass zunehmend auch Bankkunden von ihren Geldinstituten dieselben Möglichkeiten und Funktionalitäten erwarten, die sie anderswo im Internet bereits kennen. Damit stellen sie die Kreditinstitute vor neue Herausforderungen, nicht nur im Hinblick auf die Optimierung ihres Internetauftritts.

Zahlreiche Vorteile von Mobile Banking

Egal ob via Browser oder via App, mobiles Banking bietet den Bankkunden zahlreiche Vorteile:

  • Kunden erhalten zusätzliche Möglichkeiten des Kontozugriffs.
  • Mobile Banking ist einfach und spart Zeit.
  • Mobile Banking kann jederzeit und überall genutzt werden.
  • Überweisungen können inzwischen bei vielen Instituten einfach abfotografiert werden, statt sie mühsam einzutippen.
  • Rabattangebote für das Shopping.

Immer mehr Kunden nutzen Mobile Banking

Kein Wunder also, dass die Zuwachsraten enorm sind und es von immer mehr Bankkunden genutzt wird.

Laut einer aktuellen Studie nutzt jeder dritte Nutzer von Online-Banking dafür sein Smartphone oder Tablet. Vor einem Jahr waren es noch weniger als 20 Prozent. Allerdings nutzen die meisten Kunden Mobile Banking bislang ausschließlich zur Abfrage des Kontostands (67 Prozent), nur 13 Prozent tätigen auch Überweisungen per Smartphone. Fast jeder Dritte (30 Prozent) verwendet eine App für Mobile Banking.

Dies deckt sich mit einer Mitte 2015 Bank Blog Untersuchung, nach der bereits über 34 Prozent der Online-Banking-Kunden von mobilen Endgeräten auf den geschützten Bereich des Internet Banking zugreifen. Für 2016 dürfte dieser Wert auf über 40 Prozent ansteigen.

Kundenanforderungen an Mobile Banking

Aus einer Vielzahl von Untersuchungen lassen sich u.a. folgende Kundenpräferenzen Mobile Banking herauslesen:

  • Kunden sind eher bereit Mobile Commerce Apps zu nutzen, wenn Sie ihnen durch ihre Bank bereitgestellt werden.
  • Kunden nutzen bereits eine Vielzahl von Mobile Banking Funktionen.
  • PayPal und Banken haben die höchsten Vertrauenswerte wenn es um Mobile Banking geht.
  • Vor allem beim Bezahlen sind verschiedene Funktionalitäten wichtig.
  • Einfachheit der Anwendung und die Sicherheit sind entscheidend.

Neue Möglichkeiten durch Mobile Banking

Doch Mobile Banking ist weit mehr als nur die Abfrage des Kontostands über das Smartphone oder die Aufgabe einer Wertpapierorder über ein Tablet. Moderne Banken bieten ihren Kunden bereits Anwendungen für sogenannte Wearables. Dies sind am Körper tragbare Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, wie z.B. eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband. So gibt es Banken, die Kunden eine Fitness-App zur Verfügung stellen und für ihre sportlichen Aktivitäten mit höheren Zinsen belohnen. Leider gibt es diese Kombination aus Gesundheits- und Sparförderung bislang nur im Ausland.

Ich bin gespannt, wann auch hierzulande Bankinstitute mit solchen Ideen für Ihre Kunden aufwarten werden.

Über den Autor:

Dr. Hansjörg Leichsenring Dr. Hansjörg Leichsenring (www.hansjoerg-leichsenring.de) ist Experte für Banking, Innovation, Change Management, Social Media und Persönliches Finanz Management. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bankbereich, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse sowie als Geschäftsführer eines Online Brokers verfügt er über die Bankleiterqualifikation nach §33 KWG und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen in den Bereichen (Interims)Management, Beratung/Consulting sowie Persönliches Finanz Management an. Außerdem ist er Herausgeber des Bank-Blogs (www.Der-Bank-Blog.de) sowie gefragter Redner und Moderator im In- und Ausland.