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Test: Kreditmarktplätze im CheckLendico, Auxmoney, Smava, Zencap: Kreditmarktplätze im Internet erscheinen als gute Alternative gegenüber Banken und traditionellen Kreditinstituten. Aber wer kommt eigentlich an solche Darlehen von Privatpersonen? Und was haben die Kreditgeber davon?

 

Geld von Privat zu Privat: Der Kredit der Zukunft? Zumindest behaupten das die neuen Anbieter von Kreditmarktplätzen im Internet. Seit einigen Jahren bringen digitale Start-ups, wie Lendico, Auxmoney, Smava und Zencap, Anleger und Kreditnehmer zusammen und verlangen dafür Zinsen und eine Vermittlungsprovision. Vor allem Studenten, Azubis, Freiberufler und Selbstständige sollen von den Angeboten der Kreditmarktplätze profitieren. Denn die bekommen aufgrund unregelmäßiger Einkünfte und ihrer geringen Bonität auf dem üblichen Weg selten einen Kredit von easyCredit.

 

Die Bonität: Immer ein Thema

Bei Lendico und Auxmoney treffen private Antragsteller auf private Anleger. Kreditnehmer geben den benötigten Betrag, Verwendungszweck und die gewünschte Laufzeit an und starten die Anfrage. Innerhalb weniger Minuten entscheidet sich, ob der Kreditwunsch erfüllt wird. Das Geld ist in einigen Tagen auf dem Konto.

Kreditsuchende erhöhen ihre Chancen auf einen Kleinkredit bei Auxmoney, indem sie sogenannte Zertifikate ausstellen lassen. Das kann eine Identitätsprüfung sein, eine SCHUFA-Auskunft oder die Prüfung der Haushaltsrechnung. Die Zertifikate sind mittlerweile kostenlos, nachdem Auxmoney auf die Kritik an vormals angefallenen Gebühren reagiert hat.

 

Achtung Provision

Ein weiterer Platzhirsch unter den Online-Kreditportalen ist Smava. Der Anbieter arbeitet inzwischen auch mit Geschäftsbanken zusammen und vermittelt Verbraucherkredite. Unter dem Namen „Smavaprivat“ stehen auch weiterhin reine Privat-zu-Privat-Darlehen zur Verfügung. So kann der Kreditsuchende Angebote von privaten Investoren und Banken direkt vergleichen und sich dann für das Passende entscheiden.

Bei Zencap können private Anleger erstmals auch in kleine und mittelständische Unternehmen investieren.

Bei allen Anbietern wird allerdings eine Vermittlungsprovision von bis zu drei Prozent der Kreditsumme fällig. Die Provision richtet sich je nach Anbieter nach der Laufzeit oder der Höhe des Darlehens.

 

Risiko für Anleger

Die Online-Kreditmarktplätze versprechen Anlegern hohe Renditen. Doch ein gewisses Risiko geht mit dem Verleih von Geld immer einher. Denn Menschen, deren Bonität sowieso nicht die beste ist, laufen Gefahr, die monatlichen Raten mit Zinsen nicht mehr aufbringen zu können. Andererseits können risikobereite Privatinvestoren hohe Zinsen bekommen.

 

 

Fazit: Für Menschen mit geringer Bonität, Selbstständige, Freiberufler oder junge Leute in der Ausbildung ohne entsprechend regelmäßige monatliche Einkünfte kann ein Peer-to-Peer-Kredit eine Lösung sein. Aber Vorsicht bei dem Preis! Die Zinsen liegen oft weit über dem marktüblichen Niveau. Bei labilen finanziellen Verhältnissen droht da schnell eine Schuldenfalle, die das Leben über Jahre hinaus erschwert. Anleger sollten eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen.

 

Wenn man sich unsicher ist, vielleicht noch nie einen Kredit aufgenommen hat, dann empfiehlt sich immer eine persönliche Beratung. Hier erfährt man im Detail, was hinter dem Kredit steckt, was man sich monatlich leisten kann und welche Verantwortung man dabei eingeht. easyCredit arbeitet hier mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken zusammen. Ein Besuch, der sich auf jeden Fall lohnt.