easyCredit-Blog

Tipps und Tricks

Wie schütze ich mich vor Trojanern, Viren und Datenklau?

 

Blogpost_Datensicherheit_klein1,3 Bitcoin (umgerechnet rund 490 Euro) oder die Daten bleiben verschlüsselt und werden gelöscht. Die Gemeinde-Verwaltung im unterfränkischen Dettelbach hat sich für die Zahlung entschieden und an die Erpresser das geforderte Lösegeld gezahlt.

Was war passiert? Auf einem Rechner der Behörde wurde am 8. Februar 2016 eine Schadsoftware aktiviert. Vermutlich hat es eine Spam-Mail an der Firewall vorbei in den Posteingang eines Mitarbeiters geschafft – im Anhang befand sich der Erpresservirus Tesla-Crypt. Das Ergebnis: das gesamte EDV-System der Verwaltung wurde vom Virus verschlüsselt und gesperrt, Daten offenbar auch gelöscht. Die Behörde wurde erpresst und zahlte schließlich. Davon rät die Polizei Betroffenen dringend ab.

 

Erpressungsviren wie Tesla-Crypt oder Locky verbreiten sich aktuell rasend schnell. Neben privaten Nutzern trifft es auch Behörden, Stadtwerke oder sogar Krankenhäuser. Zeitweise mussten einige Kliniken sogar den Betrieb einstellen.

 

Die aktuellen Fälle zeigen sehr deutlich, wie gravierend die Auswirkungen vom unachtsamen Umgang mit E-Mails sein können. Umso wichtiger ist es, einige Regeln und Tipps zu beachten, um sich vor Viren, Trojanern, Datendiebstahl oder Identitätsklau zu schützen. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie achten sollten:

 

    • Anti-Viren-Software ist Pflicht: Schützen Sie Ihren PC, Laptop, aber auch mobile Endgeräte wie Tablet und Smartphone mit speziellen Anti-Viren-Programmen. Die beste Software bringt nichts, wenn sie nicht stets aktualisiert wird. Die Programme führen notwendige Updates oft automatisch durch, wenn die entsprechende Funktion ausgewählt wurde.

 

    • Zweifelhafte E-Mails und Anhänge niemals öffnen: Stellen Sie die Filter-Funktionen Ihres E-Mail-Anbieters so ein, dass es Spam-Nachrichten erst gar nicht in Ihren Posteingang schaffen. Über White- und Blacklists lassen sich E-Mail-Adressen verwalten. Schalten Sie die Vorschaufunktion für E-Mails aus.

 

    • Wählen Sie sichere und unterschiedliche Passwörter, die Sie regelmäßig wechseln: Seit Jahren führt „123456“ die Liste der beliebtesten Passwörter an. Machen Sie es Datendieben nicht so einfach. Ein gutes Passwort besteht aus mindestens zwölf Zeichen, setzt sich aus Buchstaben und Zahlen zusammen, verwendet Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung. Wie kann ich mir diese vielen Passwörter merken? Gar nicht. Denn das sollte Ihr Passwort-Manager übernehmen. Entsprechende Tools gibt es oftmals in Kombination mit einer Anti-Viren-Software. Schreiben Sie niemals Passwörter auf und geben Sie diese niemals weiter.

 

    • Geben Sie nicht leichtfertig persönliche Daten und Informationen preis: Das Bundesdatenschutzgesetz verpflichtet dazu, bereits bei der Entwicklung und der Auswahl von Systemen oder der Ausgestaltung von Prozessen darauf hinzuwirken, dass keine oder möglichst wenige personenbezogene Daten verarbeitet werden. Was für Unternehmen gilt, sollten sich auch Privatpersonen zu Herzen nehmen. Je weniger Web-Shops, Apps oder soziale Netzwerke über einen wissen, desto besser.

 

  • Last but not least: Vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand: Bleiben Sie skeptisch und recherchieren Sie in Zweifelsfällen lieber mal im Internet, ob ein verlockend günstiger Web-Shop vielleicht auch schon mal negativ aufgefallen ist oder die verdächtige E-Mail tatsächlich von einem guten Freund oder einem Betrüger kommt. Kleiner Tipp: Unter mimikama.at finden Sie die neuesten Fakes im Internet.

 

 

Haben Sie bereits negative Erfahrungen im Web gemacht? Oder welchen Tipp können Sie geben? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen. Übrigens: Unserem Kommentarfeld können Sie vertrauen. Sobald wir Ihre Angaben geprüft haben, erscheinen diese unter diesem Blog-Beitrag.