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Von Marco Kreyer unter:
Umzug und Renovierung

Brennholz vor einem KaminDas Buchenholz knistert leise. Die Flammen spielen hinter der Glasscheibe und verbreiten dabei eine behagliche Wärme. Draußen zeichnet das Vollmondlicht eine klirrendkalte Nacht in Form von Eisblumen an das Fenster. Das perfekte Bild für Geborgenheit.

Gerade in diesen Wochen sehnen wir uns nach Wärme und der kuscheligen Behaglichkeit der eigenen vier Wände. Da kommt der Urzeitmensch in uns durch. Schließlich ist die Fähigkeit, mit Feuer umzugehen, eine universale menschliche Errungenschaft, die ein Wendepunkt in unserer Entwicklung darstellt – oder vielmehr in der unserer Vorfahren. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir das Feuer aus unserem Alltag verbannt. Alles geht elektrisch. Diese Entwicklung gipfelte darin, dass wir uns eine DVD mit Kaminfeuer gekauft haben und uns diese abends in der Endlosschleife auf unserem Plasma-Fernseher von der Couch aus angesehen haben. Damit ist jetzt Schluss.

Seit einigen Jahren kehren wir wieder zurück zum homo erectus und holen uns das Feuer in unsere Höhle und ins Leben. Im Sommer in Form eines Grills, im Winter mit einem Ofen. Wir haben zwei Varianten gegenübergestellt: Holz-Kaminofen vs. Bio-Alkoholofen. Welches Modell ist Ihr Favorit? Welchen Ofen würden Sie sich anschaffen? Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Silke Föderreuther und Marco Kreyer

 

Holz-Kaminofen

Bio-Alkoholofen

Wärmeleistung

Die Leistung wird in kW (Kilowatt) angegeben. Faustformel: 1 kW pro ca.10- 15 qm (abhängig von der Wärmedämmung des Hauses). Außerdem unterscheidet man   zwischen Konvektion- und Strahlungswärme. Je mehr Speckstein verarbeitet wurde, desto größer ist die Wärmespeicherung des Ofens. Vorteil: Der Ofen gibt noch Stunden nachdem das Feuer bereits erloschen ist mollige Wärme ab. Also beim Kauf nicht nur auf die kW-Angabe achten.0,5 Liter Bioethanol erzeugen durch Verbrennung in einer Stunde etwa 2,5 kW  Wärmeleistung. Ist das Feuer allerdings erloschen, kühlt der Raum auch wieder nach einiger Zeit ab. Für einen gemütlichen Fernsehabend und um es schnell warm zu haben, ist der Kamin absolut ausreichend. Außerdem ist er eine gute Ergänzung zur Heizung, da die nicht ständig auf hohem Niveau gehalten werden muss.
GenehmigungAuf jeden Fall im Vorfeld mit dem Kaminkehrer sprechen und Voraussetzungen und Auflagen klären. In einem Mehrfamilienhaus sollte mit allen Eigentümern eine schriftliche Genehmigung getroffen werden.Eine Genehmigung ist nicht erforderlich und es gibt auch keine gesetzlichen Vorgaben.
SicherheitLassen Sie sich vom Fachmann ausführlich beraten. Auch den Aufbau sollten Sie   unbedingt einem Experten überlassen. Letztlich muss der Holz-Kaminofen vom Kaminkehrer in Betrieb genommen und regelmäßig geprüft werden. Nicht vergessen: Informieren Sie Ihre Versicherung und klären Sie eine eventuelle Änderung   Ihrer Policen ab, damit Sie Ihren Versicherungsschutz nicht verlieren.Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es sich nicht um ein Billigprodukt handelt und der Kamin eine verstärkte Rückwand hat. Auf ausreichende Belüftung sollte geachtet werden. Aber im Fall des Falles: Auch hier kann die Information bei der Versicherung hilfreich sein.
BrennstoffNeben Holz können viele Öfen auch alternativ mit Kohle oder Pellets befeuert werden. Welche Variante für Sie am besten ist, hängt von vielen Aspekten ab   (Lagerfläche, Bezugsquellen, persönliche Vorlieben, …). Und nicht jeder Ofen ist für alle Brennstoffe geeignet. Auch hier weiß der Fachhändler Rat.Der Kamin wird mit Bioalkohol betrieben, den man in Kanistern, die in verschiedenen Größen angeboten werden, kauft.
Kosten Ofen     Kosten BrennstoffHier sind – wie so oft – nach oben keine Grenzen gesetzt. Experten raten davon ab, ein Billigmodell aus dem Baumarkt zu nehmen. Hier spart man am falschen Ende. Sollte ein Außenkaminrohr notwendig sein, müssen Sie mit weiteren Kosten rechnen. Die Kosten für Brennholz hängen davon ab, wie viel Aufwand man selber bereit ist zu leisten. Lässt man sich „ofenfertiges“ Holz liefern, so kann ein Raummeter Holz (abhängig von der Qualität und Region) weit über 100 Euro liegen.Auch hier sind natürlich die preislichen Grenzen nach oben offen. Man kann locker 2.000 Euro dafür ausgeben oder billigere Alternativen prüfen (z.B. bei ebay).Ein 10-Liter-Kanister kostet ca. 20 Euro und reicht für mehrere Füllungen, wobei der Ofen bei einer vollen Dose mehrere Stunden brennt. Sparen kann man, wenn man gleich in größeren Mengen, bestellt, da es dann Mengenrabatt gibt. Empfehlenswert ist ein Preisvergleich im Internet.
Arbeitsaufwand / LagerungAußerdem benötigt man eine gewisse Lagerfläche, damit das Holz vor Nässe geschützt ist. Ein gut eingestellter Holz-Kaminofen lässt nahezu keine Asche zurück, so dass sich der Schmutz in Grenzen hält.Der Arbeitsaufwand ist gering (kein Schmutz, keine Asche). Im Internet kann man einfach den Bioalkohol bestellen und liefern lassen. Um einige Kanister zu lagern, findet sich z.B. Platz im Keller. Abgesehen davon dauert die Lieferung bei einer Nachbestellung nicht lange.
Vorteile– hohe Heizleistung- durchaus als Ersatz zur herkömmlichen Heizung– kein Ruß- keine Abgase- keine Asche- keine Anschlussgenehmigung und damit verbundene Kosten

– kein Schornstein und damit verbundene Kosten

– bequeme Lieferung des Bioalkohols ins Haus

– kein Holzhacken

– kein großer Lagerplatz nötig

 

Weiterführende Links:

http://www.schornsteinfeger.de

http://www.schoener-wohnen.de/einrichten/208114-der-bioethanol-kamin.html

http://www.ethanolkamin24.net

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