easyCredit-Blog

Tipps und TricksUmzug und Renovierung

Nesthocker oder Nestflüchter? Ein Abnabelungsversuch.

Nesthocker oder Nestflüchter?

 

Jede Generation hat ihre Macken und Marotten und ist doch ein Produkt ihrer Zeit. Sagte man der „Generation X“, also den zwischen 1960 und 1980 Geborenen, nach, sich erfolgreich dem Konsum zu verweigern, so ist die „Generation Y (Why)“, die ihre Teenager-Jahre zwischen 1990 und 2010 mit Tokio Hotel, Game-Boy und „Nine Eleven“ verbrachte, den digitalen Errungenschaften sehr zugetan.

 

 

 

Und wie lebt dann so ein Ypsiloner? Bevorzugt im „Hotel Mama“, wenn man den Statistiken Glauben schenken mag. Vor allem junge Männer gehören in der EU zu den Nesthockern – wenn auch mehrheitlich unfreiwillig. Denn gerade wirtschaftlich unsichere Verhältnisse zwingen den Nachwuchs dazu, weiterhin das eigene Kinderzimmer zu bewohnen.

 

Spätestens mit dem ersten festen Job setzt dann aber auch bei diesen Nesthockern der Fluchtinstinkt aus den elterlich behüteten Wänden ein. Egal, ob das Ziel die eigene Wohnung oder die WG ist: es gibt einige Dinge für diesen postnatalen Abnabelungsprozess zu beachten.

 

Ich habe einige wichtige Informationen und Tipps für Nestflüchter zusammengetragen:

 

  • Vor dem Umzug steht die Wohnungssuche. Wählen Sie idealerweise ihre neue Wohnung in der Nähe vom Arbeitsplatz oder von der Uni. Achten Sie darauf, wie gut Sie am öffentlichen Personennahverkehr angebunden sind und ob es ausreichend Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung gibt. Denn Mama wird sich wohl nicht mehr um den gutgefüllten Kühlschrank kümmern.

 

  • Noch ein Kriterium, das bei der Wohnungssuche berücksichtigt werden sollte: Wie ist die Altersstruktur der potenziellen Nachbarn? Für den Frieden im Mietshaus kann es durchaus von Vorteil sein, wenn die Bewohner nahezu derselben Altersgruppe angehören.

 

  • Damit die eigene Post auch in der neuen Wohnung ankommt, sollten Sie einen entsprechenden Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post stellen. Und ganz wichtig: Nicht vergessen, an der Haustür das Namensschild anzubringen. Sonst bringt der beste Nachsendeauftrag nix.

 

  • Teilen Sie Ihrer Bank, Versicherung, Mobilfunkanbieter, etc. die neue Adresse mit. Oftmals lässt sich das ganz bequem online im Kundenbereich erledigen. Falls eine Unterschrift erfolgen muss, bieten viele Unternehmen bereits entsprechende Musterschreiben auf ihrer Website an. Einfach ausdrucken, unterschreiben und abschicken.

 

  • Um in der ersten eigenen Wohnung nicht den Anschluss zu verlieren, einfach einen eigenen Telefon- und Internetanschluss beantragen. Vielleicht reicht Ihnen als Vertreter der „Generation Y“ aber auch Ihr Smartphone für den Kontakt zur Außenwelt. Für mich als Mitglied der „Generation Golf“ (ja, die gibt es auch noch) einfach undenkbar, keinen Festnetzanschluss mehr zu haben.

 

  • Mit dem Umzug in die eigenen vier Wände sollten Sie sich auch Gedanken um Ihren Versicherungsschutz machen. Neben einer Hausratversicherung sollte unbedingt auch eine Haftpflichtversicherung ganz oben auf der To-Do-Liste stehen.

 

  • Damit Ihre neue Adresse auch auf dem Personalausweis eingetragen ist, müssen Sie umgehend nach dem Umzug beim zuständigen Einwohnermeldeamt vorstellig werden. Dieser Service ist in den meisten Bundesländern und Städten kostenlos, kann aber in der Regel auch nur persönlich erfolgen.

 

  • Es wird gern vergessen, sich für die Rundfunkgebühren anzumelden. Das kann teuer werden! Also idealerweise die Anmeldung gleich online vornehmen und eine Kontoeinzugsermächtigung erteilen, bevor Sie in die Röhre schauen.

 

  • Als Mieter müssen Sie sich in der Regel auch um die Anbieter für Strom, Wasser und Gas kümmern. Vergleichsportale im Internet können einen ersten Hinweis geben. Kleiner Tipp: Fragen Sie den Vormieter, welchen Anbietern er das Vertrauen geschenkt hatte und wie zufrieden er mit seiner Wahl war.

 

  • Wenn das eigene Budget nicht all zu groß ist, kann ein Antrag auf Wohngeld oder BAföG helfen. Informieren Sie sich online, ob Ihnen Unterstützung zusteht und wie sie den Antrag stellen.

 

  • Nicht zu vergessen ist eine Einweihungsparty für die Freunde und Umzugshelfer. Stellen Sie sich am besten vorher bei Ihren neuen Nachbarn vor und laden Sie diese gleich mit zur Feier ein. Das spart Stress und Ärger, wenn es etwas lauter werden sollte.

 

Puh, da ist eine Menge zu tun, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Und falls Sie das (finanzielle) Gleichgewicht verlieren sollten, helfen wir Ihnen gerne.

 

Habe ich noch einen wichtigen Punkt vergessen? Dann her damit.