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MarathonNachgefragt bei Stephan Lehmann – unserem Gewinner der Facebook-Aktion Große Moment

 

250 Teilnehmer, 30 schöne Momente und 1 Gewinner: Stephan hat bei unserer Facebook-Aktion im Frühjahr die meisten Stimmen bekommen, um seinen großen Moment zu realisieren: einen Marathon in New York. Selbstverständlich möchten wir von Ihm erfahren, wie es sich so anfühlt – als Gewinner und als Marathonläufer.

Hallo Stephan! Herzlichen Glückwunsch noch einmal. Du bist der Gewinner bei unserer Facebook-Aktion „Große Momente“. Auch wenn Du bei Deiner Aktion stimmenmäßig allen davon gelaufen bist, war es am Ende ja ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen mit der zweitplatzierten Userin. Wie war es, als du erfahren hast, dass du gewonnen hast?

Das war wirklich unbeschreiblich. Ich habe bis zum Schluss gebangt, gehofft und gezittert. Es war ja wirklich eine hauchdünne Entscheidung – quasi ein Fotofinish nach einer Marathondistanz. Umso größer war dann die Freude und Erleichterung, dass es tatsächlich für mich gereicht hat. Das schönste daran war allerdings, meine Frau mit der Nachricht und der Reise nach New York überraschen zu können. Ich hatte ihr von meiner Teilnahme an dem Wettbewerb nichts erzählt und auch die 14 Tage des Votings habe ich es mit Mühe geschafft, mein Vorhaben „geheim“ zu halten.

 

Was steckt hinter Deinem großen Moment?

Stephan LehmannDas ist wohl der Traum fast jeden Marathonläufers: der New York Marathon ist der berühmteste und größte Marathon der Welt. Nachdem ich schon im letzten Jahr das Glück hatte, dort starten zu dürfen, war mir sehr schnell klar, dass ich das gerne noch einmal erleben möchte. Zusammen mit Boston, Chicago, London, Berlin und neuerdings auch Tokio gehört er zu „Big 6“ der Marathon-Majors. Vom Flair und der Atmosphäre ist es etwas ganz besonderes, dort an den Start gehen zu dürfen. Anders als bei vielen anderen Stadtmarathons kann man sich dort nicht so ohne weiteres anmelden, obwohl es ca. 50.000 Startplätze gibt. Die Nachfrage ist viel zu groß, sodass man sich entweder über eine Referenz-Zeit qualifizieren kann (ok, wäre für mich absolut utopisch), über eine Verlosung der Startplätze auf sein Glück hoffen muss (dann wird es jedoch schwierig, sich um günstige Flüge, Hotels, etc. zu kümmern) oder aber über einen Pauschalreise-Veranstalter ein entsprechendes Paket zu buchen (was verhältnismäßig teuer ist).

 

Wie hast Du die Aktion selbst erlebt? War es aufregend oder hattest du Kontakt mit den anderen Teilnehmern?

Ich fand es eine ganz tolle Aktion und es waren viele schöne und gute Ideen, bzw. Wünsche dabei, bei denen es einem auch aufrichtig leid tut, dass am Ende nur einer gewinnen kann. Die Bewerbung selber war recht schnell gemacht und richtig aufregend wurde es ja erst, als ich von der Jury Bescheid bekommen habe, dass ich es ins finale Voting geschafft habe. Das waren dann zwei wirklich sehr anstrengende und aufregende Wochen: in jeder freien Minute (als Vollzeitberuftstätiger und zweifacher Familienvater sind das schon nicht mehr so viele…) vor den Rechner und versuchen, weitere Stimmen und Kommentare zu gewinnen. In der Praxis waren das die Zeiten zwischen 20:00 bis 02:00 Uhr – und um 05:00 Uhr ging dann schon wieder der Wecker. Aber das ganze hat auch sehr viel Spaß gemacht, weil man sehr viel zurück und viele tolle Reaktionen bekommt.

 

Was macht die Vorfreude?

Die ist schon sehr groß. Vor kurzem haben wir schon die Buchungsbestätigungen bekommen – also ein weiteres Zeichen, dass der große Wunsch tatsächlich wahr wird und das ganze tatsächlich real ist. Wir fangen auch langsam schon mal an zu planen, was wir uns in New York alles anschauen und besuchen möchten. Und bei jeder Trainingseinheit zaubert mir die Aussicht, am 2. November auf der Verrazano Narrows Bridge zu stehen, ein Lächeln ins Gesicht.

 

Und wie läuft es so? Sprich: trainierst du schon fleißig und wie sieht so ein Trainingsplan für einen Marathonläufer aus?

Ich habe mein Training jetzt Anfang Juni gerade wieder aufgenommen. Mitten im Votingzeitraum wäre eigentlich auch die Abschlussphase der Vorbereitung für den Hamburg-Marathon Anfang Mai gewesen – aber die musste halt ein bisschen kürzer ausfallen). Grundsätzlich ist so ein Trainingsplan für einen erfahreneren Läufer auf einen Zeitraum von 12-16 Wochen ausgelegt. Bei Neulingen kann die Vorbereitung auch bis zu einem Jahr dauern. Das hängt ein bisschen vom Trainingszustand ab. Mein Trainingsplan umfasst derzeit sechs Trainingseinheiten in der Woche mit einem Pensum zwischen 60-100 Kilometern. Hier gibt es dann mal kürzere und längere Einheiten, mal schneller, mal langsamer und auch Intervalltraining steht auf dem Plan. Das Wichtigste sind längere Läufe bis zu 36 Kilometern – von denen sollte man so drei bis vier innerhalb der Vorbereitung absolviert haben. Mein Plan ist jetzt auf Ende September/ Anfang Oktober ausgelegt, wo ich hoffe, evtl. noch in Berlin einen Platz zu bekommen. Ansonsten werde ich wohl eine Woche später in Bremen laufen. Und am 19. Oktober werde ich dann noch auf Mallorca den Marathon laufen, ehe es in den Big Apple geht.

 

Klingt nach einer Marathon-Passion. Du hast bei der Facebook-Aktion wahnsinnig viel Unterstützung von der Lauf-Community bekommen. Seid ihr nur im Internet gut vernetzt oder gilt das auch für die Rennstrecken?

Das war wirklich der Hammer! Ich bin immer noch total begeistert von der Solidarität, die mir da entgegengebracht wurde. Immerhin habe ich ja sehr viele Menschen, die ich überhaupt nicht kenne, um Unterstützung gebeten und bis auf ein, zwei Ausnahmen sehr viel positive Rückmeldungen bekommen. Aber das zeichnet die Läuferschaft insgesamt sehr stark aus. Hier gibt es kein Konkurrenzdenken oder Rivalitäten. Man tauscht sich aus, motiviert und hilft sich gegenseitig und freut sich über die Leistungen anderer. Immerhin weiß jeder, was es heißt eine gewisse Distanz (es muss ja nicht immer ein Marathon sein, bzw. es gibt ja auch wesentlich längere Laufdistanzen) zu laufen. Man gibt sich Tipps zu Equipment, Verletzungen und so weiter. Und dies ist nicht nur in der virtuellen Welt des Internets so, sondern auf jeder Laufveranstaltung kann ich im Grunde genommen jeden ansprechen. Oftmals bekommt man auch gerade auf der Strecke viel Zuspruch, wenn es am „Tag X“ vielleicht auch mal nicht so läuft – auch das kennt letztlich jeder und ist deswegen bereit, zu helfen.

 

Sport und easyCredit haben ja eine große Gemeinsamkeit – die Fairness. Was hältst du davon, wenn wir aus Deinem Lauf einen Spendenlauf für die Zweitplatzierte der Facebook-Aktion machen?

Ich finde diese Idee wirklich klasse und möchte das sehr gerne unterstützen! Vivien hat mir nach dem Ende des Votings auch spontan gratuliert, worüber ich mich sehr gefreut habe. Unsere Töchter sind nun schon acht und fast sechs Jahre alt, deswegen haben wir keine Säuglingssachen mehr, aber es gibt in unserem Haushalt noch ein paar Dinge, die die werdenden Eltern gut gebrauchen können. Da haben wir verabredet, dass wir ihnen diese Dinge sehr gerne schenken möchten. Leider hat es sich im Moment noch nicht ganz ergeben, diese Sachen nach Berlin zu schaffen, aber das wird hoffentlich auch innerhalb der nächsten Wochen bald geschehen.

 

Klingt perfekt! Dann würden wir das mal organisieren. Das Laufen müsstest du dann allerdings übernehmen. Unsere Daumen sind gedrückt und wir wünschen Dir eine erfolgreiche Vorbereitung!