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Gastbeitrag von Dr. Hansjörg Leichsenring

 

Das Internet ist vor kurzem 25 Jahre alt geworden. Über den PC zog es zunächst in die Büros ein, später auch in unsere Wohnungen und Häuser und inzwischen begleitet es uns auch unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. Kaum jemand wird bestreiben, dass es zu einem festen Bestandteil nicht nur unseres beruflichen sondern auch unseres privaten Alltags geworden ist. Es erreicht heute weltweit 2.7 Mrd. Nutzer und damit rd. 40% der Bevölkerung.

 

Vor zehn Jahren wurde das Internet um eine weitere Komponente erweitert: Die sozialen Netzwerke, gemeinhin Social Media genannt. Facebook, Twitter, Instagram sowie Dienste wie WhatsApp sind inzwischen ebenfalls fest etabliert.

 

Diese Digitalisierung hat in einem Tempo und mit einer Gründlichkeit wie keine andere Entwicklung zuvor unser Verhalten, unser Miteinander, die Art und Weise wie wir kommunizieren und damit letztlich unsere Gesellschaft verändert.

Der mobile Boom

Insbesondere die mobile Nutzung des Internets gewinnt nahezu dramatisch an Bedeutung. Die Nachfrage nach Smartphones und Tablets boomt und in der Folge auch deren Nutzung. Nach einer aktuellen Studie erfolgt in Deutschland inzwischen mehr als ein Viertel der gesamten Internetnutzung mobil. Die kürzlich veröffentliche ARD-ZDF-Online Studie stellt fest, dass 22 % der Menschen regelmäßig täglich mobil surfen und 50% zumindest gelegentlich. Besonders intensiv erfolgt die Nutzung in der Altersgruppe bis 29 Jahre.

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195 Minuten, also 3 1/4 Stunden beträgt die durchschnittliche Verweildauer bei mobilen Nutzern des Internets jeden Tag. Noch wird nur Fernsehen mehr genutzt, allerdings nicht mehr unbedingt alleine.

Mobil ist auch Zuhause

Marketingfachleute schwärmen von den neuen Möglichkeiten, die sich aus der mobilen Erreichbarkeit der Kunden ergeben. Es ist allerdings eine weit verbreitete Illusion, dass die mobile Nutzung von Smartphones immer gleichzusetzen ist mit „unterwegs sein“. Ein Großteil der Nutzung erfolgt zu Hause. Konsumenten geben dafür vor allem die Bequemlichkeit eines Smartphones oder Tablets als Grund an.

 

In der Folge lassen sich deutliche Unterschiede in dem feststellen, was mobil im Internet getan wird. Eine aktuelle Studie zeigt, dass zu Hause vor allem eingekauft wird während unterwegs vor allem nach dem richtigen Weg gesucht wird.

 

 

 

Deutlich ist auch der Trend zum sogenannten second screen, also des zusätzlichen Blicks auf ein Smartphone oder Tablet beim Fernsehen. Viele TV Sender halten dazu schon spezielle Zusatzangebote passend zur jeweiligen Sendung per App bereit.

Und die Zukunft kommt erst noch…

Und doch erscheint vielen Experten dies erst der Anfang einer Entwicklung zu sein. Am Körper tragbare Computersysteme mit Internetzugang, sogenannte Wearables sind im Kommen und werden als nächste Evolutionsstufe der Smartphones gehandelt. Prominente Beispiele sind etwa Google Glas oder Apples iWatch aber auch Armbänder zur Feststellung der körperlichen Fitness.

 

Zusammen mit dem Internet der Dinge werden sie unser Leben weiter verändern.

 

Über den Autor:

Dr. Hansjörg LeichsenringDr. Hansjörg Leichsenring (www.hansjoerg-leichsenring.de) ist Experte für Banking, Innovation, Change Management, Social Media und Persönliches Finanz Management. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bankbereich, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse sowie als Geschäftsführer eines Online Brokers verfügt er über die Bankleiterqualifikation nach §33 KWG und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen in den Bereichen (Interims)Management, Beratung/Consulting sowie Persönliches Finanz Management an. Außerdem ist er Herausgeber des Bank-Blogs (www.Der-Bank-Blog.de) sowie gefragter Redner und Moderator im In- und Ausland.