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Von Gastblogger unter:
AllgemeinHinter den Kulissen

Gastbeitrag von Maria Hentzschel,
Mitarbeiterin Corporate Publishing bei DATEV

 

2015-07-08 Blogpost GenossenschaftNicht nur in Deutschland boomt die Genossenschaft als Geschäftsform, sondern auch im Ausland. In mehr als 100 Ländern existieren Genossenschaften verschiedener Art – von der Apotheker- über die Konsum- bis zur Wohnungsgenossenschaft. Weltweit gibt es rund 800 Millionen Genossenschafts-

mitglieder – das entspricht mehr als zehn Prozent der derzeitigen Weltbevölkerung!

Ein Grund mehr, einen Blick auf Zahlen rund um die Genossenschaften in Deutschland und der ganzen Welt zu werfen.

 

Genossenschaften, Mitgliederzahlen und Wirtschaftskraft rund um den Globus

  • In Argentinien gibt es ca. 18.000 Genossenschaften.
  • Jeder dritte Bürger in Kanada ist ein Genossenschaftsmitglied.
  • In Frankreich stellen Genossenschaften 700.000 Arbeitsplätze.
  • 91% der Landwirte in Japan sind in einer Genossenschaft organisiert.
  • In Kuwait sind 80% des Einzelhandels Konsumgenossenschaften.
  • Die Genossenschaften der Elfenbeinküste investierten 26 Millionen US-Dollar in Schulen, ländliche Straßen und Frauenkliniken.
  • Ein Viertel der nationalen Ersparnisse in Bolivien werden von einer Genossenschaft verwaltet.
(Quelle: www.genossenschaften.de)

 

Die eingetragene Genossenschaft (eG) als attraktiver Arbeitgeber

Rund 100 Millionen Arbeitsplätze werden durch Genossenschaften weltweit gestellt. Der größte Arbeitgeber in Québec/Kanada ist eine Genossenschaft für Spar- und Kreditgeschäfte der Desjardins-Gruppe. In der Slowakei sind 75.000 Menschen in 700 genossenschaftlichen Betrieben beschäftigt. In Kolumbien fallen 23% der Arbeitsplätze im Gesundheitssektor auf die eG.

(Quelle: www.genossenschaften.de)

 

Genossenschaften in Deutschland – vom Anfang bis heute

Sucht man die älteste oder erste Genossenschaft Deutschlands, trifft man auf Orte wie die Stadt Norden in Ostfriesland oder Delitzsch. Nach Dr. Peter Gleber, dem wissenschaftlichen Leiter des Genossenschaftshistorischen Informationszentrums ist die Theelacht die älteste Genossenschaft Deutschlands. Sie wurde 884 von den Bürgern der Stadt Norden gegründet, um Land zu verwalten.

Im 19. Jahrhundert erleben Genossenschaften einen ersten Boom. Die älteste Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr wird gegründet, ebenso wie die Genossenschaften von Hermann Schulze-Delitzsch (Schuhmacher-Assoziation) zur Stärkung des Mittelstands und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der die erste Kreditgenossenschaft gründet. Auf Schulze-Delitzsch geht außerdem das 1867 in Kraft getretene preußische Genossenschaftsgesetz zurück. Dieses Gesetz bildet den Grundstein der juristischen Definition von Genossenschaften.

(Quelle: Dr. Peter Gleber: Von der „Urhorde“ zur eG, Genossenschaftsforum)

 

Heute gibt es in Deutschland mehr als 7.500 Genossenschaften – von der IT-Genossenschaft bis zur Genossenschaftsbank. Ob beim Einkaufen, einem anstehenden Arztbesuch oder bei der Wohnungssuche: Genossenschaften sind in Deutschland an einem ganz normalen Tag in den unterschiedlichsten Bereichen anzutreffen.

 

Übrigens: Ein Großteil der Lohnzettel in Deutschland – mehr als

11 Millionen – kommen von einer Genossenschaft, die vielen nur als grünes Quadrat bekannt ist: DATEV eG. Die Genossenschaft mit mehr als 800 Millionen Euro Umsatz und über 40.000 Mitgliedern feiert 2016 mit ihren knapp 7.000 Mitarbeitern ihr 50-jähriges Bestehen.

 

Über die Autorin:

Autorin Maria_HentzschelMaria Hentzschel schloss im Oktober 2014 ihr eBusiness-Masterstudium an der BTU Cottbus-Senftenberg ab. Parallel unterstützte sie seit September 2013 die Online-Kommunikation bei DATEV in Nürnberg, wo sie ihr Know-How aus dem Online-Marketing einbringen konnte.

  1. Ferdinand Bartl sagt am 8. Juli 2015:

    Wirklich sehr interessanter Beitrag, der die Dimension erkennen lässt. Gratulation!

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