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AllgemeinFinanzielle Bildung

…die die Finanzwelt revolutionieren soll(te)

 

Über die Basics von Bitcoins haben wir ja bereits berichtet. Nun widmen wir uns uns den damit verbundenen Risiken. Ein grundsätzliches Problem von Bitcoin-Zahlungen: Zur Zahlung benötigt man Internet. Hat man keine Verbindung oder ist der Akku des Smartphones leer, wird es nichts mit der digitalen Zahlung. Die Anonymität, die Bitcoins eigentlich mit sich bringen sollen, ist nicht gewährleistet, da letztlich doch jede Transaktion dokumentiert wird. Zwar ist die Adresse verschlüsselt, doch wer glaubt heutzutage noch an eine sichere Verschlüsselung und einen unsichtbaren Fußabdruck im Internet?

 

Bitcoins wurden (und werden) für illegale Geschäfte genutzt. So wurde im Oktober 2013 der Online-Marktplatz Silk Road geschlossen, nachdem dort verstärkt Drogen, Medikamente und falsche Pässe gehandelt wurden. Auch Hacker machen vor der digitalen Währung nicht halt. Anfang 2014 wurden z.B. mehrere Internetbörsen Opfer von Hackangriffen, wobei der Bitcoin-Kurs einstürzte und Anleger viel Geld verloren. Dies war vermutlich weder der erste noch letzte Hackangriff im Bezug auf Bitcoins.

 

Die wohl größte Gefahr resultiert allerdings aus der Instabilität von Bitcoins, die auch damit zusammenhängt, dass keine Zentralbank die Währung kontrolliert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Bitcoins dramatischen Kursschwankungen unterliegen. Im Jahr 2012 war 1 Bitcoin ca. 5 US-Dollar wert, Ende 2013 explodierte der Kurs und stieg auf über 1150 US-Dollar, bevor er im Februar 2014 auf knapp über 100 US-Dollar abfiel. Die starken Schwankungen hängen u.a. mit Hackangriffen, technischen Pannen und gar Insolvenzen von Bitcoin-Börsen oder wie im Falle Chinas, mit der Einschränkung des Umtauschs in andere Währungen zusammen. Unabhängige Experten warnen inzwischen mehrfach vor Bitcoins und klassifizieren diese als hochspekulativ. Da es keine staatlichen Garantien (und auch keine Zentralbank-Garantie) gibt, muss stets mit einem Totalverlust gerechnet werden.

 

Bitcoins sind weder ein stabiles Zahlungsmittel noch eine sichere Alternative zu gewöhnlichen Anlageformen. Als hochriskante Währung werden sie in dieser Form die Finanzwelt wohl kaum revolutionieren. Allerdings ist es nicht auszuschließen, dass sie im Nachhinein eine Vorreiterrolle, eine Art Benchmark, für eventuell später kommende, erfolgreiche digitale Währungen einnehmen werden.

 

Und Sie? Sind Sie fasziniert von der neuen Währung oder sehen Sie das Ganze eher skeptisch?