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25 Ausreden zur Abwehr kreativer Ideen – und die passenden schlagfertigen Antworten

Gastbeitrag von Dr. Hansjörg Leichsenring

 

2015-06-30 Blogpost KreativitätKennen Sie das? Egal ob im Beruf oder im privaten Umfeld: Nicht immer läuft alles so, wie es soll, oder es bedarf ganz dringend Veränderung. Dann macht man sich Gedanken, wie man die Dinge besser ins Laufen bekommt. Man sucht nach Ideen und freut sich, wenn man welche gefunden hat. Eigentlich möchte man dann auch sofort mit der Umsetzung loslegen und geht auf seine Kollegen, Freunde, Bekannten zu und stellt ihnen die neue Idee vor.

 

Doch was passiert dann nicht selten? Diejenigen, von denen man eigentlich erwartet, dass sie die Idee mittragen, unterstützen, zumindest aber konstruktiv begleiten, versuchen, diese abzuwehren.

Häufig geschieht dies mithilfe sogenannter Killerphrasen, die den Ideengeber möglichst schnell ruhig stellen sollen. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Viele Menschen tun sich einfach schwer mit Veränderungen, sind unsicher oder haben Angst. Veränderung kann auch sehr unbequem sein. Natürlich: In jeder Veränderung steckt ein Risiko. Das noch größere Risiko besteht jedoch im Stillstand.

 

Am besten, Sie legen sich bereits im Vorfeld ein paar gute Antworten und Argumente zurecht. Schon Georg Christoph Lichtenberg (Schriftsteller und Mathematiker im 18. Jh.) hat es auf den Punkt gebracht: „Nicht jede Veränderung führt zu einer Verbesserung, aber um etwas zu verbessern, muss man es zunächst einmal verändern.“

 

Wir helfen gerne bei der Vorbereitung! Eine kleine Auswahl an passenden schlagkräftigen Antworten gefällig?

01. Das haben wir schon immer so gemacht.

– Dann zitiere ich frei nach Bertold Brecht: Nur weil die Dinge heute so sind wie sie sind, heißt es nicht, dass sie so bleiben müssen!

 

02. Das haben wir noch so nie gemacht.

– Ausprobieren! Oder siehe Antwort 1

 

03. Da könnte ja jeder kommen.

– Aber Kollege Jeder hat doch Urlaub.

 

04. In der Theorie funktioniert das gut, aber in der Praxis…

– …perfektionieren wir es!

 

05. Dafür sind wir nicht zuständig.

– Aber wir wollen doch, dass es funktioniert.

 

06. Dazu sollten wir erst mal einen Experten fragen.

– Ich dachte, das wären wir?!

 

07. Lassen Sie uns dazu erst mal die weitere Entwicklung abwarten.

– Aber gerade die versuchen wir doch zu beeinflussen!

 

08. Eine tolle Idee, aber zu uns passt die leider nicht.

– Zu wem denn dann? Dann verkaufe ich die Idee an das Unternehmen.

 

09. Da wird/werden unser Chef/unsere Gruppe/die anderen niemals mitziehen.

– Wir müssen es ihnen einfach als IHRE Idee verkaufen…

 

10. Klasse, am besten richten wir dafür gleich einen Arbeitskreis ein.

– Mit einem Arbeitskreis läuft’s sicher „rund“…

 

11. Dafür bekommen wir ohnehin kein Budget.

– Dann machen wir es kostenlos und nicht umsonst.

 

12. Interessant, aber wir sollten uns auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren.

– Na gut. Dann mach‘ ich mal das Fax-Gerät sauber.

 

13. Da macht unsere IT nicht mit.

– Die IT definiert unsere Strategie? Das ist mir neu.

 

14. Das wollen unsere Kunden nicht.

– Hast du sie mal gefragt?

 

15. Das funktioniert sowieso nicht.

– Nicht wenn du’s machst.

 

16. Dazu sollten wir eine Studie in Auftrag geben.

– Ich dachte, wir haben kein Budget?!

 

17. Wenn das so toll wäre, hätte es längst ein anderer gemacht.

– Blöd, dass ein anderer nie da ist, wenn man ihn braucht.

 

18. Das haben wir doch schon mal versucht.

– Oh, dann gibt’s schon Erfahrungswerte? Die können wir dann bei unserem neuen Versuch gleich einfließen lassen.

 

19. Dafür fehlt uns nun wirklich die Zeit.

– Das ist nur eine Sache der Priorisierung.

 

20. Nett, aber derzeit haben wir doch wohl wirklich genug anderes zu tun.

– Stimmt, um 17 Uhr nach Hause gehen.

 

21. Für sowas werden wir doch nicht bezahlt.

– Schade, eigentlich.

 

22. Diese Idee ist ihrer Zeit zu weit voraus.

– Macht das innovative Ideen nicht aus?!

 

23.Bis man da was spürt, dauert das eh zu lange.

[Anm. der Red.: Bei solchen Antworten einfach aufstehen und gehen.]

 

24. Dazu sollten wir erst mal die notwendigen Informationen sammeln.

– Das haben wir schon vorbereitet.

 

25. Damit kenne ich mich leider nicht aus.

– Macht nichts, ich unterstütze Dich da sehr gerne.

 

Falls also jemand Ihre Ideen mit einem der oben genannten Sätze auf Anhieb zerstören will, kennen Sie ja nun die wichtigsten Antworten und sind somit gut vorbereitet…

 

Über den Autor:

Dr. Hansjörg Leichsenring Dr. Hansjörg Leichsenring (www.hansjoerg-leichsenring.de) ist Experte für Banking, Innovation, Change Management, Social Media und Persönliches Finanz Management. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bankbereich, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse sowie als Geschäftsführer eines Online Brokers verfügt er über die Bankleiterqualifikation nach §33 KWG und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen in den Bereichen (Interims)Management, Beratung/Consulting sowie Persönliches Finanz Management an. Außerdem ist er Herausgeber des Bank-Blogs (www.Der-Bank-Blog.de) sowie gefragter Redner und Moderator im In- und Ausland.