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AllgemeinTipps und Tricks

Online-Shopping Gastbeitrag unseres Kollegen Marc-Olivier Weber

 

Weihnachten steht vor der Tür und wie in den letzten Jahren werden wieder Millionen Deutsche ihre Geschenke online bestellen. Bei höherwertigen Bestellungen ist es dabei oft ratsam, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Dabei lohnt es sich jedoch oft, genauer hinzuschauen: Neben dem eigentlichen Artikelpreis spielen auch Versandkosten und die Zahlungsweise (und evtl. dafür anfallende Zusatzkosten) eine große Rolle.

Die folgende (nicht abschließende) kleine Zusammenstellung gibt eine kleine Hilfestellung, welche Zahlungsmöglichkeiten bei Online-Shops gängig sind und was man dabei jeweils beachten sollte.

 

Kreditkarte: Meist reichen Name und Kreditkartennummer für eine kostenpflichtige Bestellung in einem Webshop aus. Über die monatliche Abrechnung oder die Online-Übersicht sollten die Abbuchungen genau verfolgt werden. Bei Unregelmäßigkeiten ist es wichtig, so schnell wie möglich die Bank zu kontaktieren, welche die Kreditkarte herausgegeben hat.

 

Lastschrift auf Girokonto: Ähnlich wie bei der Kreditkarte reichen IBAN und Name des Kontoinhabers zur Legitimation für den Einkauf im Netz aus. Sollte eine unrechtmäßige Abbuchung stattgefunden haben, kann man dieser bis zu 13 Monate widersprechen.

 

Online-Bezahlsysteme: Bei den gängigen Online-Bezahlsystemen sollte im Einzelfall geprüft werden, ob man mit den Nutzungsbedingungen und Sicherheitsvorkehrungen einverstanden ist. In der Regel schaltet sich der Nutzer per Passwort oder App in den Online-Bezahldienst auf (PayPal und Yapital) oder das Bezahlsystem greift auf die originären Sicherheitsmerkmale des Online-Banking des Kunden zurück (wie beispielsweise im Fall von sofortüberweisung.de). Das Konto des Bezahldienstes ist somit immer mit einem herkömmlichen Girokonto oder Kreditkarte verknüpft, wo dann die Abbuchung erfolgt. Hier sollte man genau aufpassen, welche persönlichen Daten dabei von dem Zahlungsdienstleister ausgelesen werden. Im Zweifel lohnt sich ein Blick in die AGBs.

 

Bezahlung per Vorkasse: Das ist der unsicherste Weg, aber insbesondere bei kleineren Webshops oft die einzige Zahlungsmöglichkeit. Hier gilt es genau zu recherchieren, ob der Anbieter seriös ist. Im Zweifel lieber nicht bestellen. Ist das Geld erst einmal auf dem Konto des Empfängers eingegangen, lässt es sich leider kaum mehr zurückholen und man bleibt auf dem Schaden sitzen. (Diese schmerzvolle Erfahrung musste ich leider bereits vor ungefähr zwei Jahren beim Kauf eines Fernsehers im Netz erfahren.)

 

Kauf auf Rechnung: Das ist die sicherste Variante: Mit der bestellten Ware erhält man die Rechnung, die man bequem innerhalb der Zahlungsfrist begleichen kann. Dies setzt allerdings positive Bonität voraus, d. h. es dürfen keine negativen Einträge in Wirtschaftsauskunfteien, wie bspw. Schufa oder Creditreform, vorhanden sein. Die Voraussetzung für den Kauf auf Rechnung ist natürlich, dass man genügend liquide Mittel auf dem Girokonto zur Verfügung hat.

 

Bezahlung per Nachnahme: Die Bezahlung per Nachnahme setzt neben der persönlichen Anwesenheit zu Hause voraus, dass man den entsprechenden Betrag in bar griffbereit hat. Da die Bezahlung per Nachnahme aufgrund der Handhabung des Bargelds für die Unternehmen einen erhöhten Aufwand bedeutet, verlangen diese dafür zumeist nicht unerhebliche Gebühren. Aufgrund der höheren Kosten wird die Bezahlung per Nachnahme zunehmend unüblich.

 

Ratenkauf: Mittlerweile bieten viele Unternehmen den Kauf auf Raten im Netz an. Dabei wird der Kaufpreis über die mit dem Zahlungsdienstleister vereinbarten Teilzahlungen und anfallende Zinszahlungen abgezahlt.

 

Wie man anhand der verschiedenen Beispiele sehen kann, hat sich mittlerweile eine Vielzahl an verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten für den Einkauf im Netz etabliert. Dabei ist es schwierig eine konkrete Empfehlung abzugeben, da auch individuelle Präferenzen eine große Rolle spielen. Empfehlenswert ist in der Regel der Kauf auf Rechnung, da man für die Bestellung nur bezahlen muss, wenn sie einem auch gefällt. Denn eine Rückabwicklung der Zahlung ist beim Zurücksenden der Ware aufgrund von Nichtgefallen der Ware nicht notwendig. Beim Kauf auf Rechnung ist der geforderte Betrag zudem nicht sofort fällig, sondern der Händler gewährt meist ein Zahlungsziel von zwei bis vier Wochen.
Insbesondere bei Bestellungen im Ausland kann die Kreditkarte aufgrund der weltweiten Akzeptanz ihre Pluspunkte voll ausspielen. Da man zudem die Möglichkeit hat, ungerechtfertigte Zahlungen zu reklamieren, ist man zudem beim Online-Shopping relativ gefahrlos unterwegs.

 

Der große Vorteil beim Ratenkauf im Vergleich zu den anderen Bezahlmöglichkeiten ist, dass der Kunde den Gesamtbetrag nicht komplett in einem Zug zu begleichen hat, sondern in bequemen Monatsraten zahlen kann. Gerade bei größeren Anschaffungen, wie Elektronikgeräten, kann dies durchaus eine angenehme Option sein.

 

Große Vorsicht sollte man jedoch beim Kauf auf Vorkasse walten lassen. Ist das Geld erst einmal auf dem Konto des Empfängers eingegangen, hat man bei nicht erfolgter Lieferung oder Reklamationen schlechte Karten.

 

Was ist Ihre bevorzugte Zahlungsart für den Kauf im Netz? Von welchen Zahlungsarten würden Sie abraten und warum? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

 

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