easyCredit-Blog

Von Marco Kreyer unter:
AllgemeinFinanzielle Bildung

Was haben Hape Kerkeling, Ilse Aigner und Jürgen Klinsmann gemeinsam? Sie feiern in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag und gehören somit zur Generation der Babyboomer. Insgesamt 1,36 Millionen Kinder erblickten im Jahr 1964 das Licht der Welt in Deutschland – ein Rekord, der nie zuvor und auch danach bis heute nie mehr erreicht werden sollte.

easyCredit-Liquiditätsbarometer 50PLUS

 

Die Kinder des Jahrgangs 1964 haben schon früh gelernt zu teilen: Das Klassenzimmer in den 70er-Jahren mit 40 anderen Schülern, den überfüllten Hörsaal in den 80er-Jahren mit hunderten Kommilitonen und anschließend den Wartebereich im Arbeitsamt mit dutzenden arbeitslosen Altersgenossen.

 

Spätestens im Jahr 2031 werden die Babyboomer zur Rentnerschwemme und stellen damit den Generationenvertrag auf eine harte Probe. Experten prognostizieren, dass statistisch ab 2035 auf jeden Rentner ein Beschäftigter kommt. Momentan tragen noch zwei Arbeitnehmer einen Rentner.

 

Hinzu kommt, dass man in Deutschland schon heute im internationalen Vergleich mit einem relativ niedrigen Rentenniveau zu Recht kommen muss. Laut einer Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) können Rentner im Schnitt aller untersuchten Länder auf Bezüge in Höhe von 54% des Bruttoeinkommens setzen – in Deutschland liegt die Grenze allerdings bei nur 42%. Und hier sieht nicht nur die OECD die Gefahr einer wachsenden Altersarmut für die größer werdende Gruppe der Rentner in Deutschland begründet.

 

Der easyCredit-Liquiditätsbarometer 50Plus hat nun erstmals die Zielgruppe selbst zu Wort kommen lassen und untersucht, inwiefern sich die Lebenswirklichkeit der zukünftigen Ruheständler und deren eigene Einschätzung mit den Ergebnissen zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen decken.

 

Für fast die Hälfte der Befragten sind die eigene finanzielle Sicherheit und Vorsorge wichtiger als Freunde. Damit wird deutlich, dass die Angst vor Altersarmut in der Zielgruppe 50Plus sehr ausgeprägt ist. Zwar schätzen zwei von drei Befragten ihre aktuelle Situation als gut ein, jedoch befürchtet jeder Zweite, dass sich die eigenen Lebensumstände in den nächsten drei bis fünf Jahren verschlechtern werden.

 

Düstere Aussichten. Hinzu kommt, dass gerade Gesundheit und Wohlbefinden für drei von vier Befragten sehr wichtig sind und jeder Zweite mehr Geld hierfür ausgeben möchte. Notwendige Investitionen, die das eigene Budget aber noch enger machen.

 

Insgesamt zeichnet die erste Erhebung des easyCredit-Liquiditätsbarometers ein realistisches Bild der finanziellen Situation der Generation 50Plus. Fazit: Altwerden ist nichts für Feiglinge – und schon gar nichts für kleine Geldbeutel.

 

Wie ist Ihre Meinung? Ist das alles nur Schwarzmalerei oder ein Abbild der Wirklichkeit, wenn fast die Hälfte der Befragten Freunde als weniger wichtig einstuft als die eigene finanzielle Sicherheit?