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AllgemeinLiquiditätsmanagement

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Autor: Marc-Olivier Weber

 

Generation 50Plus, Golden Ager, Best Ager – diese drei Begriffe verwenden besonders Marketing- und Werbeexperten häufig für Personen ab einem Lebensalter von etwa 50 Jahren. Im Zusammenhang mit dem Internet hat sich für diese Altersgruppe der Begriff Silver Surfer etabliert. Einer Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V. (AGOF) für das Fachmagazin „HORIZONT“ aus dem Jahr 2014 zufolge sind immerhin schon 17,35 Millionen Deutsche über 50 Jahren in Deutschland online unterwegs. Das ist eigentlich ein beachtlicher Wert, besonders wenn man dies in Relation zu den insgesamt 29,2 Millionen Deutschen in der Altersklasse zwischen 50 und 79 setzt. Das Surfverhalten der Generation 50Plus unterscheidet sich der Studie zufolge nicht grundlegend von dem der jüngeren Internetnutzer. Nachrichtenseiten und Dating-Portale sind demnach bei der Generation 50Plus ebenso beliebt wie bei anderen Bevölkerungsgruppen. Doch gilt das auch für das boomende Online-Shopping, für das allein in Deutschland ein Umsatz von 43,6 Milliarden Euro in diesem Jahr prognostiziert wird?

 

Die von easyCredit in Auftrag gegebene Studie „Liquidität 50Plus“ liefert Antworten. Inspiriert durch die in der Politik und Öffentlichkeit intensiv geführte Diskussion in Bezug auf eine älter werdende Gesellschaft, wird dabei die Liquiditätsplanung der 50 bis 79 Jährigen fortlaufend analysiert. Erstmals wurde die repräsentative Befragung im Spätherbst 2013 durchgeführt. Seither interviewt das renommierte Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag von easyCredit regelmäßig 1.000 Personen im Alter von 50 bis 79 Jahren im gesamten Bundesgebiet. Kern der Erhebung ist das easyCredit-Liquiditätsbarometer, das – ähnlich dem Konsumklimaindex – die aktuelle Einschätzung sowie die künftige Erwartung der Zielgruppe hinsichtlich Liquidität abbildet.

 

Die Studie „Liquidität 50Plus“ hat ergeben, dass der Prozentsatz der Generation 50Plus, die zumindest teilweise online einkaufen, mit 39 Prozent noch recht gering ist. 54 Prozent geben an, dass sie alle Waren im stationären Handel erwerben. Keine große Bedeutung hat in dieser Altersgruppe auch die Beratung über das Internet. Bei einer geplanten Anschaffung lassen sich 81 Prozent der über 50-Jährigen am liebsten direkt im Geschäft beraten. 78 Prozent vertrauen auf Empfehlungen von Familie, Freunden und Bekannten. 61 Prozent informieren sich in Fachzeitschriften oder Tageszeitungen. Suchmaschinen wie Google nutzen 52 Prozent der Befragten.

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Jeder Vierte der Generation 50Plus kritisiert, dass der Einkauf online zu kompliziert ist. Um die Verfahren möglichst einfach zu halten, wünschen sich 86 Prozent der 50- bis 79-Jährigen von Onlineshops die Möglichkeit, per Rechnung zu bezahlen. Allerdings wird das Bezahlen über Onlinedienste wie Paypal schon von 35 Prozent dieser Generation akzeptiert. Diese Ergebnisse sollten E-Commerce Unternehmen bei der Ausgestaltung ihrer Bestellprozesse im Hinterkopf behalten, um auch den Bedürfnissen der Generation 50Plus gerecht zu werden.

 

Große Unterschiede gibt es im Kaufverhalten zwischen den Geschlechtern und den Einkommensklassen. So bestellen 45 Prozent der über 50-jährigen Männer online. Unter den Frauen dieser Altersgruppe sind es nur 34 Prozent. 65 Prozent der Generation 50Plus, die über ein Haushaltsnettoeinkommen von 4.000 Euro und mehr verfügen, ordern über das Internet. Dagegen nutzt nur rund jeder Fünfte, der weniger als 1.000 Euro im Monat ausgeben kann, den Online-Handel.

 

Was denken Sie? Liegt es an den E-Commerce Unternehmen, sich besser auf die Bedürfnisse älterer Menschen einzustellen? Oder ist die Generation 50Plus selbst gefragt, sich mehr auf das Online-Shopping einzulassen?